Das Experimentalfluggerät Albacopter soll Manövrierfähigkeit des Multicopters mit der Fähigkeit des Albatros paart, über grosse Distanzen mit minimalem Energieaufwand segeln zu können. Bild. Fraunhofer

Fraunhofer: Bereit zum Take-off für Albacopter - Autonomes Fluggerät zur Entlastung hochbelasteter Zentren

(ICT) Zu den leistungsfähigsten Gleitvögeln gehört der Albatros. Seine grandiose Manövrierfähigkeit und sein müheloses Schweben auf den Luftströmen über tausende Kilometer hinweg sind bewundernswert. Ein Konsortium aus sechs Fraunhofer-Instituten will dieses Phänomen aus der Natur aufgreifen und mit dem Albacopter ein Fluggerät entwickeln, das nicht nur fantastisch schweben, sondern auch effizient starten und landen kann.


Urbaner Luftverkehr – ohne aufwendige Infrastruktur, individuell, autonom und schadstofffrei – was noch vor wenigen Jahren unter Science-Fiction verortet wurde, demonstrieren heute Pioniere der Urban Air Mobility (UAM) mit faszinierenden Fluggeräten in ersten Feldversuchen. Mit dem Leitprojekt Albacopter investiert die Fraunhofer-Gesellschaft acht Millionen € in ein anspruchsvolles Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die UAM.

Grosse Distanzen mit minimalem Energieaufwand
Sechs Fraunhofer Institute der Gesellschaft (ICT, IEM, IOSB, IMS, IVI und LBF) beteiligen sich unter der Leitung des Fraunhofer IVI am Aufbau des Experimentalfluggerätes Albacopter, der die Manövrierfähigkeit des Multicopters mit der Fähigkeit des Albatros paart, über grosse Distanzen mit minimalem Energieaufwand segeln zu können. Das Spektrum der wissenschaftlichen Herausforderungen, das mit der Experimentalplattform erprobt werden soll, ist weit gespannt und reicht von Materialforschung über Energie- und Antriebstechnik, Kommunikations- und Automatisierungstechnik sowie Künstlicher Intelligenz bis zur Produktionstechnik.

Autonome Fluggeräten zur Entlastung hochbelasteter Zentren
Elisa Seiler, Forschungskoordinatorin des Vorhabens bemerkt: »Obwohl eine Vielzahl technischer, wirtschaftlicher und zulassungsrechtlicher Fragestellungen noch weitgehend ungelöst sind, haben uns die globalen Marktprognosen für die kommenden Jahre und die Vision von autonomen Fluggeräten zur Entlastung hochbelasteter Zentren so gereizt, dass wir gemeinsam den Luftraum erobern wollen.« Mit dem ersten Take-off des Albacopter in drei bis vier Jahren könnte ein Traum aus Kindertagen wahr werden: »Wie ein Vogel zu fliegen …«.

Weitere Informationen: www.albacopter.fraunhofer.de >>

Text: Fraunhofer-Gesellschaft ICT

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