Repoweringprojekt Ahlerstedt-Wohnste im Landkreis Stade. Allein in diesem Jahr fallen in Deutschland Windenergieanlagen mit knapp 4000 MW aus der EEG-Förderung. Das Repowering müsste dringend dynamisiert werden. ©Bild: BWE/Jens Meier

Repowering: Deutsche Bundesregierung hält eigene Zielsetzung nicht ein

(PM) Im Entschliessungsantrag zum EEG 2021 hatte die deutsche Bundesregierung angekündigt, noch im ersten Quartal des Jahres Vorschläge zu machen, wie das Repowering dynamisiert werden kann. Mit dem Kabinettsbeschluss vom 17. März zur Gegenäusserung der Bundesregierung zur Stellungnahme des Bundesrats zu §16b des Bundesimmissionsschutzgesetzes macht sie diesen Zeitplan zunichte. Denn sie lehnt den Vorschlag des Bundesrats zu kurzfristigen Änderungen am Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ab.


„Die Bundesregierung hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, bis Ende März eine regulatorische Grundlage für einen effizienten Ersatz ausgeförderter Anlagen zu schaffen. So steht es in Ziffer 6 des Entschliessungsantrags der Regierungsfraktionen. Mit dem Kabinettsbeschluss verunmöglicht sie die Einhaltung dieser Vorgabe“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband Windenergie e.V.

Repowering massiv antreiben
Das Repowering spielt in der Energiewende eine wichtige Rolle. Zahlreiche Anlagen, die seit 20 Jahren deutschlandweit grünen Strom erzeugen, fallen in den kommenden Jahren aus der EEG-Fördersystematik. Allein in diesem Jahr sind es knapp 4000 Megawatt (MW). Bis 2025 folgen jährlich durchschnittlich bis zu 2400 MW. „Es braucht jetzt einen Anstoss diese Kapazitäten zu erneuern. Wo immer möglich sollte dies in den akzeptierten Bestandsflächen, wo dies nicht geht auf neuen Flächen angeschoben werden. Wir haben der Bundesregierung aufgezeigt, was dafür notwendig ist. Wenige Klärungen in einigen Gesetzen können Repowering massiv antreiben und Deutschland in der Energiewende voranbringen“, so Hermann Albers.

BWE-Positionspapier zum Repowering >>

Text: Deutscher Bundesverband Windenergie (BWE)

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