Die Verkleidung des Fermenters stattete Weltec mit einer besonders dicken Isolationsschicht aus und sorgt damit für möglichst geringe Wärmeverluste in den kalten, finnischen Wintern. Bild: Weltec Biopower

Weltec Biopower: Neue Biogasanlage in Finnland - 4903 Kubikmeter-Fermenter für 40‘000 Tonnen Schweinegülle

(PM)WeltecBiopowerhat kürzlich eine Biogasanlage in der Nähe von Turku, im Südwesten Finnlands, in Betrieb genommen. Diese Region ist geprägt von Viehhaltungsbetrieben und somit wird die 250-Kilowatt-Anlage nur mit Gülle betrieben. Die Energieanlage gehört einer Gemeinschaft von drei Schweinehaltern. Bei dem Projekt kooperiert der niedersächsische Anlagenbauer mit seinem langjährigen finnischen PartnerDoranova. (Texte en français >>)


Sowohl die Betriebsstruktur als auch die Standortbedingungen der finnischen Schweinehalter bieten beste Voraussetzungen für das neue Biogasprojekt. Zu den bereits vorhandenen Ställen für die Ferkelproduktion werden derzeit noch drei Mastställe fertiggestellt. Dadurch stehen jährlich rund 40‘000 Tonnen Schweinegülle für den 4903 Kubikmeter fassenden Edelstahl-Fermenter als Inputstoff zur Verfügung. Andere Substrate werden nicht eingesetzt.

Um die Gülle, die zunächst in einer Vorgrube zwischengelagert wird, für die Vergärung aufzuheizen, wird die ausgekoppelte Wärme von dem 250-Kilowatt-BHKW genutzt. Die Verkleidung des Fermenters stattete Weltec mit einer besonders dicken Isolationsschicht aus und sorgt damit für möglichst geringe Wärmeverluste in den kalten, finnischen Wintern.

Nährstoffüberschüsse ausgleichen
Der vollautomatische Biogasanlagenbetrieb wird mit der Separation der Gärreste abgeschlossen. Durch die Komprimierung der Nährstoffe wird die Transportwürdigkeit erhöht und dies trägt bei, regionale Nährstoffüberschüsse auszugleichen sowie deren Einträge in die Ostsee und andere Gewässer zu reduzieren.


Video: Weltec Biopower

Bis 2025 sollen in Finnland 50 Prozent der jährlich etwa 17.3 Millionen Tonnen Viehdung aufbereitet werden. Neben der Energieerzeugung lässt sich damit der Phosphorbedarf, der essenziell für den Ackerbau ist, zu über drei Viertel decken und gleichzeitig auch die Eutrophierung der Wassersysteme vermindern.

Text: ee-news.ch, Quelle: Weltec Biopower

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