Die Absicht von GM soll sich nicht auf die Schwergewichte unter den Fahrzeugen, wie die LKWs, beziehen, aber die SUVs (Fahrzeuge mit Allradantrieb für die Stadt) oder die Pick-ups einschliessen. ©Bild: GM

GM : Will 2035 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkaufen – ein wichtiges Signal für die Branche

(ee-news.ch) Das amerikanische Unternehmen General Motors, einer der grössten Autobauer weltweit, will im Jahr 2035 keine Fahrzeuge mehr bauen, die Schadstoffemissionen ausstossen. Dieses Vorhaben könnte den Wandel der Branche beschleunigen. (Texte en français >>)


Der Konzern hat sich allerdings nicht offen dazu verpflichtet, 2035 nur noch Elektrofahrzeuge anzubieten. Aber „wir ergreifen Massnahmen, damit uns das gelingt“, hat eine Unternehmenssprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP geäussert. „Dazu werden die übrige Automobilbranche, Regierungen und Kunden zusammenarbeiten müssen.“

Die Konkurrenz
Angesichts einer wachsenden Nachfrage und einer immer grösseren Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Fahrzeugkunden für die Bekämpfung des Klimawandels haben bereits zahlreiche Hersteller eine Kehrtwende in Richtung saubere Fahrzeuge vollzogen. So will Volkswagen bis 2030 70 Elektroautomodelle anbieten und in 10 Jahren 26 Millionen Stück davon verkaufen. Kürzlich hat auch Mazda seinen Rückzug von den fossilen Antrieben bekanntgegeben.

Ein weiter
Weg
Tesla ist zum Liebling der Investoren geworden. Sie sind davon überzeugt, dass der amerikanische Hersteller von Elektro-Fahrzeugen die Zukunft des Autos darstellt. Der Börsenwert von Tesla liegt weit über dem konventioneller Autobauer. Aber es ist noch ein weiter Weg: Elektroautos sind noch ziemlich teuer und laut der Internationalen Energieagentur machten sie 2019 erst 2.6 % der Verkäufe aus. Die Initiative von GM könnte die Branche jetzt ein Stück weiterbringen.

500'000 zusätzliche Ladestationen
„Aufgrund des sich abzeichnenden Klimaschutz-Programms des amerikanischen Präsidenten Joe Biden sind wir der Ansicht, dass andere Automobilhersteller dem Beispiel von GM in den USA folgen könnten“, erklärt Dan Ives, Analyst für Wedbush. Der neue Mieter des Weissen Hauses hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Fahrzeugflotte der Regierung vollkommen klimaneutral zu gestalten und 500'000 zusätzliche Ladestationen im Land errichten zu lassen.

Keine LKWs
Die Absicht von GM soll sich nicht auf die Schwergewichte unter den Fahrzeugen, wie die LKWs, beziehen, aber die SUVs (Fahrzeuge mit Allradantrieb für die Stadt) oder die Pick-ups einschliessen, die in den Vereinigten Staaten besonders beliebt sind. Der Konzern plant übrigens, dass alle seine Fahrzeuge und Aktivitäten bis 2040 CO2-neutral sein sollen.

Wenn der Ausstoss von Emissionen nicht vermieden werden könne, werde GM diese durch den Erwerb von Emissionsgutschriften oder durch Kohlendioxidabscheidung ausgleichen, versicherte GM-Chefin Mary Barra. Der Autobauer hat in den vergangenen Monaten die Ankündigungen von Elektrofahrzeugen deutlich gesteigert. Bis 2025 will er 30 Modelle anbieten, mit Versionen in den vier Konzernmarken Cadillac, GMC, Chevrolet, Buick. Investiert werden sollen in den nächsten Jahren insgesamt 27 Milliarden Dollar in die Elektromobilität und ins autonome Fahren.

©Text: ee-news.ch, Quelle: Keystone-SDA

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1 Kommentare

Max Blatter

Diese Entwicklung hätte fünfzig Jahre früher beginnen können und sollen ... aber besser spät als nie!

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