Der Windpark soll Anfang 2023 in Betrieb gehen. Zum Einsatz kommen 29 Windturbinen des Typs SG 3.4-132, die jährlich 300‘000 MWh Strom erzeugen sollen. ©Bild: Siemens Gamesa

Siemens Gamesa: Realisiert 100-MW-Windpark in Äthiopien

(ee-news.ch) Siemens Gamesa hat mit dem staatlichen Energieversorger Äthiopiens (Ethiopian Electric Power, EEP) eine Vereinbarung über den Bau eines 100-MW-Windparks unterzeichnet. Der Windpark soll zwischen Adama und Assela, etwa 150 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba, entstehen. Äthiopien will bis 2030 seinen Energiebedarf zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien decken.


Der Windpark soll Anfang 2023 in Betrieb gehen. Zum Einsatz kommen 29 Windturbinen des Typs SG 3.4-132, die jährlich 300‘000 MWh Strom erzeugen sollen. Siemens Gamesa wird das komplette Engineering, die Beschaffung und den schlüsselfertigen Bau übernehmen. Finanziert wird das Assela-Windprojekt wird vom dänischen Aussenministerium über den dänischen Staatsfonds Danida Business Finance (DBF) sowie mit einem Kreditvertrag, der zwischen dem äthiopischen Ministerium für Finanzen und wirtschaftliche Zusammenarbeit (MoFEC) und der Danske Bank A/S abgeschlossen wurde.

Erneuerbare in Äthiopien
Äthiopien will bis 2030 seinen Energiebedarf zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien decken. Das Land verfügt über zahlreiche erneuerbare Ressourcen wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse. Nach Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank wird allein das Windenergie-Potenzial mit einer Installationskapazität von 10 GW (10.000 MW) angegeben, bisher seien lediglich 324 MW Windkraftleistung installiert worden. Wood Mackenzie prognostiziere, dass in Äthiopien bis 2029 rund 2 GW Windkraft installiert würden, schreibt Siemens Gamesa.

Äthiopien will zukünftig das Energiezentrum und die Batterie für das Horn von Afrika werden. 2017 wurde das nationale Elektrifizierungsprogramm gestartet. Es sieht, dass 35 Prozent der Bevölkerung bis 2025 einen universellen Zugang zur Stromversorgung erhalten. Erreicht werden soll diese mit Hilfe von netzunabhängigen Lösungen.

Text: ee-news.ch, Quelle: Siemens Gamesa

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