Eine sichere Winterversorgung kann am besten mit gleitenden Marktprämien erreicht werden.

AEE Suisse Stellungnahme zur RevisionEnG und StromVG: Festhalten an Investitionsbeiträgen ist nicht zielführend

Die AEE Suisse begrüsst das Zusammenlegen der beiden Vorlagen unter dem Dach eines Mantelerlasses. Beide Vorlagen sind materiell eng verknüpft. Sie als Mantelerlass aufzulegen, lässt politisch Gestaltungsmöglichkeiten offen. (Texte en français >>)


Die AEE Suisse hätte sich eine ambitioniertere Vorlage gewünscht. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss schneller passieren, soll die Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben und eine vollständige Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft erreicht werden.

Die AEE Suisse begrüsst Massnahmen zur Aufwertung der bestehenden Speicherseen und die Einführung einer Speicherwasserreserve. In einem geöffneten Markt, den die AEE Suisse ebenfalls unterstützt, wird sich dieses Vorhaben aber nur mit einer ausreichenden Finanzierung wirtschaftlich gestalten lassen. Dass deshalb der Bundesrat dafür zusätzliche 0.2 Rp/kWh zulasten Artikel 9 StromVG bereitstellen will, ist nur zu begrüssen

Festhalten an Investitionsbeiträgen
Nicht einverstanden ist die AEE Suisse mit dem Festhalten an Investitionsbeiträgen anstelle einer gleitenden Marktprämie, wie sie von einem grossen Teil der Teilnehmer*innen der Vernehmlassung gefordert wurde. Investitionsbeiträge benachteiligen Investitionen in der Schweiz, führen zu erhöhten Risiko-Prämien und werden die inländische Stromerzeugung verteuern. Dass Investitionsbeiträge weniger Kosten verursachen als die gleitende Marktprämie, ist nicht belegt. Auch bezweifelt die AEE Suisse, dass sich die Stromerzeugung im Winterhalbjahr über Investitionsbeiträge effizient steuern lässt. Eine sichere Winterversorgung kann am besten mit gleitenden Marktprämien erreicht werden. Nur so kann der Zubau weiterer erneuerbarer Energien aus Biomasse, Wind und Sonne im wettbewerblichen Strommarkt und mittels Ausschreibungen ohne zu hohe Finanzierungsbeiträge gestärkt werden.

Nicht nur Wasserkraft für den Wind
Den Ausbau der Stausee-Speicher um 2 TWh (+25%) ist ambitiös, wird aber von der AEE Suisse unterstützt. Sicher ist, dass die Winterversorgung darüber hinaus gestärkt werden muss mit dem Zubau weiterer erneuerbarer Energien aus Biomasse, Wind und Sonne.

Text: AEE Suisse

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