Eine Demoversion der App ist nur für iOs, wobei im Laufe des Novembers auch eine Version für Android veröffentlicht wird. Die Vollversion soll ab März 2021 erhältlich sein. Bild: Amper Group

Amper: CO2IN - Kohlendioxid ist der Goldstandard der Zukunft– Demoversion verfügbar

(PM) Wie könnte sich der Emissionshandel für Privatpersonen öffnen? Eine Antwort darauf wurde von der Amper Gruppe, einem in Prag ansässigen Dienstleister für erneuerbare Energien, entwickelt: Mithilfe der Währung CO2IN, die mit EU-Emissionszertifikaten gedeckt wird, sollen Unternehmen und Einzelpersonen zukünftig effektiv zur Eindämmung des Klimawandels beitragen können. Der Launch ist für März 2021 geplant.


Bei CO2IN handelt es sich um die erste virtuelle Währung, die direkt durch einen realwirtschaftlichen Wert gestützt wird, nämlich den Preis der Emissionszertifikate des EU-Emissionshandels (EU ETS) mit einem festen Satz von 100 CO2IN für eine Emissionsberechtigung. Durch den Ankauf von 100 CO2INs wird eine Tonne CO2 vom Markt genommen und letztlich nicht von der Industrie produziert. Somit stellt die Währung ein Instrument zur Verringerung des CO2-Ausstosses dar. Ab dem für März 2021 geplanten Launch werden Privatnutzer und Unternehmen weltweit CO2IN über eine mobile App erwerben und als Zahlungsmittel verwenden können.

Deflationäre Eigenschaften
Nach der Reform des EU EHS im Jahr 2018 hatte sich der Preis für ein Emissionszertifikat auf etwa 15 EUR pro Tonne CO2 verdreifacht. Seitdem ist er auf den aktuellen Wert von rund 25 EUR gestiegen. Dies ist unter anderem auf die jährliche Verringerung des Umfangs der gehandelten Zertifikate zurückzuführen, von denen derzeit rund ein Fünftel weniger im Umlauf sind als noch im Jahr 2005. Da die in CO2IN gebundenen Zertifikate selbst nicht gehandelt werden können, wird die Währung diesen Effekt und dadurch die die Wirksamkeit des EU ETS verstärken. Das Prinzip des EU-Emissionshandels verleiht CO2IN deflationäre Eigenschaften, in dieser Hinsicht ähnlich wie Bitcoin.

Auch Gemeinden und Städte
„Klimaschutz ist dann am effektivsten, wenn er sich nahtlos in den Alltag einfügt und gleichzeitig der Wirtschaft nutzt. So ist CO2IN ein wirksames Instrument zur Teilnahme an der Bekämpfung des Klimawandels und bietet die Möglichkeit, die Kohlenstoffbilanz zu verringern“, erklärt Jan Palaščák, Geschäftsführer der Amper Gruppe, die CO2IN entwickelt hat. „Auch Kommunen können CO2IN dazu verwenden, CO2-Neutralität zu erreichen. In der Tat besteht in vielen europäischen Städten eine Nachfrage nach einem solchen Instrument.“

Erstmals für den EU-Markt
Obwohl in erster Linie für den EU-Markt bestimmt, ermöglicht CO2IN im Prinzip jedermann und Unternehmen aus der ganzen Welt am EU-Emissionshandel teilzunehmen. CO2IN kann somit die Wirksamkeit des EU ETS über die EU-Grenzen hinaus erweitern und dadurch zu einem fairen Welthandel im Sinne des Konzepts der EU-Kohlenstoffgrenzsteuer beitragen. „Schliesslich ist jede Tonne nicht produziertes CO2 eine gute Nachricht, unabhängig davon, in welchem Teil der Welt sie eingespart wurde. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels zählt jede Tonne“, betont Jan Palaščák.

Demoversion
Eine Demoversion der App ist unter www.co2in.comverfügbar. Derzeit nur für iOs, wobei im Laufe des Novembers auch eine Version für Android veröffentlicht wird. Die Vollversion soll ab März 2021 erhältlich sein.

Text: Amper Group

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1 Kommentare

Max Blatter

Man sollte aber ganz klar ein sprachliches Problem lösen, das schon jetzt zu krassen Missverständnissen bei Laiinnen und Laien (auch journalistisch tätigen!) führt!

So wird im Zusammenhang mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe schon oft von einem "Verbrauch" von CO2 gesprochen statt vom CO2-Ausstoß. Als ob CO2 ein Wertstoff wäre, von dem wir so viel wie möglich haben wollten! Man müsste klar zum Ausdruck bringen, dass CO2 einen negativen "Wert" hat und die Emissions-Zertifikate eigentlich eine "Anti-CO2-Währung" sind.

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