Bei einem Besuch im AKW Beznau liess sich Rafael Grossi von den AKW-Verantwortlichen sowie vom ENSI die Nachrüstungen zeigen, die dort in den letzten Jahren umgesetzt worden sind. Bild: ENSI

EDA: Bundesrat Cassis traf Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur

(ee-news.ch.ch) Bundesrat Ignazio Cassis hat am 9. Oktober in Bern den Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Rafael Grossi empfangen. Im Zentrum der Gespräche standen die Zusammenarbeit der Schweiz mit der IAEA, sowie aktuelle Themen im Bereich der nuklearen Nichtverbreitung. Rafael Grossi tauschte sich während seinem Aufenthalt in der Schweiz auch mit Vertretern des Bundesamts für Energie, des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI, des Labor Spiez sowie des Kernkraftwerks Beznau aus. (Texte en français >>)


Bundesrat Ignazio Cassis sprach bereits in Februar dieses Jahres in Wien mit dem IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi über aktuelle Themen im Bereich der nuklearen Nichtverbreitung, insbesondere über die Einhaltung des Nuklearabkommens mit dem Iran (JCPOA). Das Treffen vom 9. Oktober diente dem Austausch über die Lage nachdem sowohl Bundesrat Cassis als auch Generaldirektor Grossi kürzlich den Iran besucht hatten. Das Gespräch bot die Gelegenheit, sich gegenseitig über die jüngsten Entwicklungen im Rahmen des JCPOA auszutauschen.

Labor Spiez
Rafael Grossi besuchte zuvor das Labor Spiez, welches seit 2017 als designiertes Collaborating Centre mit der Internationalen Atomenergieagentur zusammenarbeitet und regelmässig Expertisen für die Agentur erstellt. Mit dem EPFL verfügt die Schweiz seit Mitte 2019 über ein zweites solches Zentrum. IAEA-Generaldirektor Grossi nutzte seinen Besuch in der Schweiz, um sich mit Benoît Revaz, Direktor des Bundesamts für Energie, auszutauschen. Im Zentrum dieser Gespräche standen die Vertretung der Schweiz im IAEA-Gouverneursrat in den Jahren 2020 bis 2023, sowie nukleare Sicherheit, Sicherung und Verifikation.

Nachrüstung Beznau
Bei einem Besuch im AKW Beznau liess sich Rafael Grossi von den AKW-Verantwortlichen sowie vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die Nachrüstungen zeigen, die dort in den letzten Jahren umgesetzt worden sind. ENSI-Experten begleiteten ihn bei der Führung. «Die verschiedenen sicherheitstechnischen Nachrüstungen im AKW Beznau spiegeln die langjährige Schweizer Sicherheitskultur wider, die im Grundsatz der kontinuierlichen Verbesserung der nuklearen Sicherheit verankert ist», sagt IAEA-Chef Grossi. «Wir freuen uns darauf, dass die Schweiz diese wichtige Erfahrung weiterhin mit ihren internationalen Partnern und insbesondere innerhalb der IAEA teilt.»

Die Schweiz ist Gründungsmitglied der IAEA. Seit Ende September 2020 ist sie erneut im Gouverneursrat der IAEA für die nächsten drei Jahre vertreten. Der Gouverneursrat ist eines der beiden politischen Organe der Agentur und besteht aus 35 Mitgliedern. Zuletzt war die Schweiz von 2014-2017 Mitglied im Gouverneursrat.

Text: ee-news.ch, Quellen: EDA und Ensi

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1 Kommentare

Max Blatter

Im Kontext der erneuerbaren Energien uninteressant.

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