Im nordschwedischen Luleå steht die erste Pilotanlage zur fossilfreien Stahlproduktion. ©Bild: Vattenfall

Hybrit: Vattenfall, SSAB und LKAB starten erste Pilotanlage zur Produktion von fossilfreiem Stahl

(ee-news.ch) Ende August haben der Stahlkonzern SSAB, das Bergbauunternehmen LKAB und Vattenfall die Pilotanlage Hybrit im nordschwedischen Luleå in Betrieb genommen. Sie ist die bisher einzige Anlage zur Herstellung von fossilfreiem Eisenschwamm. Vor gut zwei Jahren, am 20. Juni 2018, wurde der Grundstein für den Bau der Pilotanlage (DRI / HBI) gelegt (siehe ee-news.ch vom 28.6.2018 >>). Die Anlage wird von der schwedischen Energieagentur finanziell gefördert.


Hybrit wird in mehreren Schritten Tests zur Verwendung von Wasserstoff bei der direkten Reduktion von Eisenerz durchführen. Der Wasserstoff wird in der Pilotanlage durch Elektrolyse von Wasser mit fossilfreiem Strom erzeugt. Zwischen 2020 und 2024 werden Tests durchgeführt, bei denen zunächst Erdgas und dann Wasserstoff verwendet werden, um die Produktionsergebnisse vergleichen zu können. Der Rahmen für Hybrit beinhaltet auch, fossiles Öl in einer der bestehenden Pelletanlagen von LKAB in Malmberget in einem Testzeitraum bis 2021 durch Bioöl zu ersetzen. Auf dem Gelände von LKAB laufen derzeit zudem die Vorbereitungen für den Bau eines Wasserstoffspeichers, dies erfolgt in Svartöberget in Luleå, in der Nähe der Hybrit Pilotanlage.

CO2-Emissionen reduzieren
Die Hybrit-Initiative habe das Potenzial, die Kohlendioxidemissionen in Schweden um 10 % und in Finnland um 7 % zu senken und zur Reduzierung der Emissionen der Stahlindustrie in Europa und weltweit beizutragen, schreibt Vattenfall. Heute erzeuge die Stahlindustrie 7 % der gesamten globalen Kohlendioxidemissionen. Mit Hybrit wollen SSAB, LKAB und Vattenfall eine fossilfreie Wertschöpfungskette von der Mine bis zum fertigen Stahl schaffen und eine neue Technologie einführen, bei der fossilfreier Wasserstoff anstelle von Kohle und Koks verwendet wird, um den Sauerstoffgehalt in Eisenerz zu reduzieren. Dabei werde nur noch gewöhnliches Wasser anstelle von Kohlendioxid emittiert.

Text: ee-news.ch, Quelle: Vattenfall GmbH

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