Spatenstich für vier neue Windenergieanlagen der Windkraft Simonsfeld in Poysdorf-Wilfersdorf ©Bild: Ursula Röck

Windkraft als Wirtschaftsmotor: Windräder bringen Arbeitsplätze und Investitionen in den ländlichen Raum

(ee-news) Diese Woche wurde mit dem Spatenstich durch die Baustelle für die Erweiterung des österreichischen Windparks Poysdorf um vier weitere Windräder begonnen. „Die neuen 4-Megawatt-Anlagen des Typs Vestas V150 werden unsere bisher ertragsstärksten sein,“ freut sich Markus Winter, technischer Geschäftsleiter der Windkraft Simonsfeld. Die vier Windenergieanlagen sollen an diesem Windstandort rund 48 Millionen kWh Windstrom produzieren.


Die Windenergieanlagen der Viermegawatt-Klasse sollen Mitte 2021 installiert werden und bis Ende desselben Jahres in Betrieb gehen. Der gesamte Windpark Poysdorf-Wilfersdorf besteht dann aus 26 Windrädern mit einer Gesamtleistung von rund 70 MW.

Windbundesland Niederösterreich
Niederösterreich ist das führende Windenergiebundesland in Österreich. Damit die Energiewende auch gelingen kann, muss die Windkraft aber noch einen deutlichen Beitrag auch in Niederösterreich leisten. „Projekte zur Nutzung der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie, haben einen hohen Wert für die Wertschöpfung in Niederösterreich und sind wichtige Impulse für Unternehmen“, erklärt Wirtschaftskammerpräsident Wolfgang Ecker und führt weiter aus: „Gerade hier auf einer Baustelle erkennt man, wie viele Unternehmen und Arbeitnehmer tätig sind bei der Realisierung solcher Projekte. Projektplaner, Baufirmen, Kranfirmen, Elektrounternehmen und viele mehr brauchte es, damit diese Kraftwerke errichtet werden können.“

Windräder bringen Arbeitsplätze und Investitionen
Die Windkraft Simonsfeld beschäftigt mittlerweile rund 70 Personen. Mehr als 2000 Personen sind an der Windkraft Simonsfeld AG beteiligt und weitere 1000 finanzieren mit Anleihen den weiteren Windkraftausbau mit. Die Finanzierung des neuen Windparks erfolgt grossteils über Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB). Es gibt aber auch Beteiligungsmöglichkeiten für alle Interessierten. „Jedes neue Windrad bringt zwei weitere Dauerarbeitsplätze und weitere 24 Personen sind mit der Errichtung der Windräder beschäftigt“, erklärt Markus Winter, technischer Geschäftsleiter der Windkraft Simonsfeld. „Jedes Windrad löst darüber hinaus Investitionen von mehr als 5 Millionen Euro aus und schafft damit hohe regionale Wertschöpfung.“

In den kommenden 10 Jahren könnte die Windkraft einen deutlichen Impuls für Wirtschaft und Arbeitsplätze bringen. 1200 neue Windräder mit einer Leistung von rund 5000 MW würden Investitionen von 6.8 Milliarden Euro auslösen. Weitere 2700 Personen würden dauerhaft einen Arbeitsplatz für Wartung und Betrieb der Anlagen haben. „Der Windkraftausbau ist nicht nur besonders wichtig für den Klimaschutz, sondern schafft auch Arbeitsplätze und heimische Wertschöpfung, zumeist auch im ländlichen Raum“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Damit die Windkraft aber ihren Beitrag als Konjunkturmotor beisteuern kann, braucht es ein EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz), das diesen Ausbau auch ermöglicht.“

Text: ee-news.ch, Quelle: Interessengemeinschaft Windkraft Österreich (IG Windkraft)

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