Links oben Day Ahead Auktion Stundenpreise der vergangenen Woche, rechts oben Base Wochenkontrakte und unten Day Ahead Auktion Base Preise im Jahresverlauf. Grafik: Elcom

Die Stromproduktion in Deutschland bestimmt den Markt: Viel Solarstrom und viel Wind – für konventionelle thermische Kraftwerke wäre ein Abregeln der Produktion teurer als die Inkaufnahme negativer Preise Grafik: Elcom

Elcom Strom-Spotmarktbericht vom 26.5.2020: Abregeln ist teurer als die Inkaufnahme negativer Preise

(Elcom) Das Zusammentreffen von hoher Windeinspeisung, hoher Sonneneinspeisung und tiefer Last am Sonntag, 24.05.2020, führte zu stark negativen Stundenpreisen in Deutschland, der Schweiz und auch Frankreich.


In Deutschland waren Stromproduzenten bereit, dem Abnehmer bis zu 75 EUR/MWh zu zahlen (in den Stunden 14-16). Um 12 Uhr, bei einem Preis von - 63 EUR/MWh, lag die Last bei 48 GW, während Sonne und Wind allein 44.5 GW erzeugten.

Die konventionellen thermischen Kraftwerke speisten zu diesem Zeitpunkt 12.6 GW ein. Für diese Kraftwerke wäre ein Abregeln der Produktion teurer als die Inkaufnahme negativer Preise. Da die Schweizer Preise an diesem Tag zeitweise tiefer waren als die französischen Preise, exportierte die Schweiz Strom nach Frankreich, was eher unüblich ist. An Auffahrt war die Last wegen des Feiertags tief, weshalb auch die Stundenpreise an diesem Tag tiefer waren. Mitte Woche ging das AKW Beznau I nach der ordentlichen Jahresrevision wieder ans Netz.

Spotmarktbericht vom 26.05.2020 >>

Text: Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom)

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2 Kommentare

Redaktion

Danke für den Hinweis, der Fehler ist uns entgangen! Titel geändert.

Michel Haller

Der Titel passt nicht zum Inhalt: im Inhalt steht klar, dass Abregeln teurer ist als das Inkaufnehmen von Negativpreisen. Im Titel ist es umgekehrt.

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