Lediglich 1.5 % der Gelder aus dem Förderfonds werden zur Kompensation der Preisdifferenz von Windstrom eingesetzt. Damit ist Windenergie effizienter als andere Technologien, denn sie produziert 2 % des Stroms, der aus diesem Fonds gefördert wird.

Verteilung der Fördergelder: 1.5 % gehen an die Windenergie, 50 % an die Photovoltaik und 3 % werden für Energieeffizenz

(Suisse Eole) In seiner Pressemeldung, die im Jurabogen von der Presse eins zu eins abgedruckt wurde, geisselt der Verein Freie Landschaft Schweiz die Verschwendung von öffentlichen Geldern für die Windenergie. Doch nur 1.5 % der Fördergelder für die Energiewende gehen an die Windenergie, 50 % gehen an die Photovoltaik und 3 % werden für Energieeffizenz eingesetzt. Der Rest dient der Förderung von Biomasse-anlagen, von Kehrichtverbrennungsanlagen sowie von kleiner, mittlerer und Gross-wasserkraft. Dank einer intelligenten Kombination dieser Technologien können wir unseren Strombedarf selber decken, und das regional und ohne CO2 Emissionen. (Texte en français >>)


Das Schweizer Fördermodell für die Energiewende wird über eine Abgabe auf jeder Kilowattstunde finanziert, die verbraucht wird: Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem monatlichen Stromverbrauch von 300 kWh bezahlt rund 7 CHF pro Monat für die Finan-zierung der Energiewende. 2019 wurden 3.5 CHF dieses Betrags für Solarstromanlagen eingesetzt, 1 CHF für die Grosswasserkraft und die Energieeffizienz sowie 2.50 CHF für alle anderen erneuerbaren Technologien zusammen. Ein Teil dieses Betrags von 2.50 CHF kommt auch der Windenergie zugute. Damit soll der Preisunterschied ausgeglichen werden, der auf dem europäischen Markt zwischen dem Strom aus erneuerbaren Energien und dem Strom aus fossilen Quellen ausgeglichen werden. Lediglich 1.5 % der Gelder aus dem Förderfonds werden zur Kompensation der Preisdifferenz von Windstrom eingesetzt. Damit ist Windenergie effizienter als andere Technologien, denn sie produziert 2 % des Stroms, der aus diesem Fonds gefördert wird.

3 Rappen pro Person
Umgerechnet auf den Windpark auf dem Mont-Crosin beträgt die Unterstützung pro Person und Monat lediglich 3 Rappen. Angesichts der aktuellen Krise ist diese Investition in die Winterstromproduktion wesentlich, denn im Winter produzieren regionale Solar- und Wasserkraftwerke deutlich weniger als im Sommerhalbjahr. Die Windparks auf den Jurahöhen produzieren aber 70 % ihres Stroms im Winterhalbjahr. Dann, wenn der Stromverbrauch in der Schweiz auch am höchsten ist. Die Windenergie erlaubt uns so, unsere Importe von Strom aus fossilen Quellen erheblich zu senken.

Sehr hohe Erträge
Die Energiestatistik 2019 des Bundesamts für Energie zeigt, dass die Windenergieanlage Nummer 5 auf dem Mont-Crosin letztes Jahr 8 Mio. Kilowattstunden Strom produziert hat. Das sind deutlich mehr als die 3 Mio. Kilowattstunden, die pro Windenergieanlage zur Berechnung der Windenergieziele 2050 für die Energiestrategie angewandt wurden. Die Windenergieanlagen produzieren während 80% des Jahres, insbesondere, dann, wenn wenig Wasser- und Solarstrom geliefert wird. Auch während der Corona-Krise oder während Stürmen blieb die Produktion unverändert hoch. Gute Gründe also, um die Entwicklung der Windenergie im Jura und in der Schweiz mit Enthusiasmus voranzutreiben!

Mit wenigen Rappen pro Monat hat jede Konsumentin und jeder Konsument die Windenergieproduktion in der Schweiz unterstützt und damit den Ausstoss von zehntausenden Tonnen CO2 verhindert sowie Arbeitsplätze und Wertschöpfung generiert … Wäre applaudieren nicht angebrachter als sich zu empören?

Text: Suisse Eole

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2 Kommentare

Max Blatter

Ich bin ja kein Freund von Verschwörungstheorien, aber allmählich frage ich mich doch: Sind es wirklich "die Landschaftschützerinnen und Landschaftsschützer", die hinter solchen Vereinen stecken? Ich meine: Es gibt ja schon die Stiftung Landschaftsschutz; wozu also braucht es noch einen Verein mit dem ohnehin seltsam klingenden Namen "Freie Landschaft"?

Jürgen Baumann

Sieht so aus, als ob unsere Landschaftsschützer lieber einen ungebremsten Klimawandel vorziehen mit allen bekannten Folgen: Dürren und Überschwemmungen, Zunahme von tropischen Krankheiten, ungewöhnlich lange anhaltende Witterungslagen (hatten wir jetzt schon zweimal in diesem Jahr), etc. pp.

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