Mit dem Testsystem auf Basis von Spartrafos lassen sich auch Vektor- und Polrad- Sprünge simulieren, die eine Modellvalidierung der Prüfobjekte ermöglichen. ©Bild: Delta Energielösungen

Testsystem für das Mittelspannungsnetz: Störungen im Netz sind kein Problem für regenerative Erzeugungseinheiten

(PM) Delta hat ein leistungsstarkes und kompaktes Testsystem zur Simulation von Fehlern im Mittelspannungsnetz fertiggestellt. Durch Einschleifung des Prüfcontainers (40 Fuss) in die Anschlussleitung einer Erzeugungsanlage mittels einer Mittelspannungsschaltanlage lassen sich Netzfehler für den Anschlussnehmer simulieren. Bauartbestimmt verursacht die Prüfeinrichtung dabei erheblich geringere Netzrückwirkungen als bisherige Systeme.


Somit lassen sich die Fault Ride Through (FRT) Eigenschaften von Erzeugungseinheiten wie Windanlagen, BHKW, Batterie- oder Solarwechselrichter entsprechend nationaler oder internationaler Richtlinien auch an weicheren Netzen testen. Mit der potentiellen Übertragungsscheinleistung von 30 MVA an einem Netz mit 30 kV lassen sich ganze Windparks oder Solarfelder mit all ihren Wechselwirkungen zueinander vermessen. Ausserhalb der Prüfzyklen können die Erzeugungsanlagen im Bypass Betrieb wie gewohnt weiter betrieben werden, während im Inneren die nächste Konfiguration vorbereitet werden kann. Weiterere Einsatzorte der Prüfeinrichtung könnten auch kritische Infrastrukturen wie Flughäfen, Tunnelsysteme, Krankenhäuser oder anderer sensible Verbraucherlasten sein.

Kooperation macht’s möglich
Delta hat bei der Entwicklung des Spartrafos mit der Firma Bürkle und Schöck für die Spule sowie mit M&D Composites Technology für die Halterung zusammengearbeitet, erläutert Delta-Geschäftsführer Rainer Klose. Die kompakte Bauweise sei aufgrund der spezifischen Werkstoffauswahl und des Verzicht auf elektrisch leitende Werkstoffe zur Herstellung der Spulenhalterung möglich.

Zusätzlich zu den Unterspannungsversuchen werden weltweit nun auch Überspannungsversuche zur Nachweisführung der Kraftwerkseigenschaften bei Erzeugungseinheiten gefordert. Dies verlangte nach neuen Testmöglichkeiten. Mit diesem Testsystem auf Basis von Spartrafos lassen sich neben den klassischen 2- und 3- phasigen Fehlern auch Vektor- und Polrad- Sprünge simulieren, die eine Modellvalidierung der Prüfobjekte auch ergänzend zu allen formalen Anforderung ermöglichen. Durch geschickte Auswahl der Einstellung lassen sich im Grunde fast unendlich beliebige unsymmetrische Netzfehlerereignisse nachstellen. Das von Delta entwickelt und produzierte passive Testsystem lässt sich, anders als ein Prüfsystem mit Umrichtern, mit generischen Komponenten klassischer Netzberechnungsprogrammen nachbilden.

Text: ee-news.ch, Quelle: Delta Energielösungen

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