Für Unternehmen im Bereich Offshore-Windkraft könnten auf dem japanischen Markt in Zukunft vermehrt Geschäftschancen entstehen. Bei Investoren bestehe ein grosses Interesse daran, solche Projekte zu finanzieren.

Exportinitiative Energie: Japan plant erstes kommerzielles Grossprojekt in der Offshore-Windkraft

(©EE) Ein Konsortium aus Finanzinstituten hat Darlehensverträge für den Bau des ersten grossen kommerziellen Windparkprojekts in Japan unterzeichnet. Der japanische Konzern Marubeni baut gemeinsam mit Partnern zwei Offshore-Windparks vor den japanischen Städten Akita und Noshiro, die ab dem Jahr 2022 eine Kapazität von etwa 140 MW bereitstellen sollen.


Die beteiligten Unternehmen wollen 100 Milliarden Yen (833 Millionen Euro) investieren. Der japanische Energieversorger Tohoku Electric Power wird den erzeugten Strom aus den beiden neuen Windparks im Rahmen eines Stromabnahmevertrags 20 Jahre lang kaufen.

Chance für Zulieferer
"Dies ist ein wichtiges Projekt, weil es als Vorlage für die künftige Entwicklung des Sektors dienen kann […] Das Projekt zeigt auch, dass die Verbreitung von Offshore-Windparks in der Region beginnt.", sagte Daniel Mallo, Geschäftsführer und Leiter der Abteilung für natürliche Ressourcen und Infrastruktur für den asiatisch-pazifischen Raum beim Finanzdienstleister Societe Generale CIB, der Online-Fachzeitung Reve. Dieser Trend eröffnet Zulieferern die Chance, in den japanischen Offshore-Markt einzusteigen.

Genehmigung für Betrieb von 5 auf 30 Jahre erhöht
Laut der Tageszeitung The Japan Times plant die japanische Regierung im Frühjahr diesen Jahres öffentliche Ausschreibungen für insgesamt vier Offshore-Gebiete vor den Regionen Akita, Chiba und Nagasaki. Damit setzt die Regierung ihre Bemühungen fort, die Bedingungen für den Offshore-Markt zu verbessern. Zuletzt war im April 2019 ein Gesetz in Kraft getreten, das Betreibern von Offshore-Anlagen in Japan erlaubt, die Anlagen für einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren zu nutzen. Zuvor erteilte die japanische Verwaltung nur Genehmigungen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Das Gesetz soll die Anreize für Entwickler von Windtechnologie erhöhen, sich an Grossprojekten in Japan zu beteiligen.

Als nächsten Schritt werde die japanische Windbranche den Bau schwimmender Windparks forcieren, prognostiziert Societe-Generale-Manager Mallo. Bei Investoren in Japan bestehe ein grosses Interesse daran, solche Projekte zu finanzieren

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©Text: Exportinitiative Energie

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