Durch Eigenverbrauchsoptimierung und Integration in den Energiemarkt wollen EWS und Coneva ihren Kunden Perspektiven aufzeigen, wie PV-Anlagen auch nach dem Auslaufen der EEG-Förderung weiter betrieben werden können.

EWS und Coneva: Wollen gemeinsam die digitale Bürgerenergiewende gestalten

(ee-news.ch) Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) wollen gemeinsam mit Coneva aus München die digitale Gestaltung der dezentralen Bürgerenergiewende vorantreiben. Mit der von Coneva entwickelten Energiemanagementlösung testen die Partner in Verbindung mit intelligenten Messsystemen die Steuerung von dezentraler Erzeugungs- und Verbrauchsleistung.


Im Rahmen des Schönauer Modellprojekts untersuchen die EWS gemeinsam mit der Coneva GmbH, einer Tochtergesellschaft des Wechselrichter-Herstellers SMA, Möglichkeiten und Perspektiven eines lokalen Energiemanagementsystems in Privathaushalten. PV-Anlagen, Batteriespeicher und steuerbare Lasten, wie zum Beispiel Elektroautos, sollen als Verbraucher angesteuert werden, um den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms zu verbessern. Die Integration mit der Smart-Meter-Gateway-Infrastruktur soll dabei neue netzdienliche und vertriebliche Einsatzmöglichkeiten schaffen. Basis dafür ist die von SMA entwickelte IoT-Energiemanagement-Plattform Ennexos. Über eine App können die Teilnehmer ihre Energieflüsse in Echtzeit abrufen.

Sektorenkopplung angestrebt
Mittelfristiges Ziel ist es zudem, elektrische Wärmeerzeugung über Wärmepumpen oder Heizstäbe mit der Solarstromerzeugung zusammenzuführen und auf diese Weise die Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr zu koppeln. Um langfristig den Betrieb der Erzeuger und steuerbaren Verbraucher in Einzelhaushalten im Sinne eines virtuellen Bürgerenergie-Kraftwerks zu testen, werden Prognosetools von SMA eingesetzt.

Das Schönauer Modellprojekt für integrierte Energielösungen wurde 2017 von den EWS initiiert und hat derzeit 27 Teilnehmer. Dazu gehören ca. 20 PV-Anlagen, unterschiedliche Batteriesysteme und einige kleine Blockheizkraftwerke, von denen innerhalb kurzer Zeit bereits elf Teilnehmer in die Energiemanagement-Lösung der Coneva integriert wurden. Ziel des Modellprojekts ist es, eine klimafreundliche, dezentrale und bürgergetragene Energieversorgung auf Basis von digitalen Lösungen zu entwickeln.

Perspektiven für die Post-EEG-Ära
Indem sie die Kunden bei der Eigenverbrauchsoptimierung unterstützen und diese in den Energiemarkt integrieren, wollen die EWS und Coneva Perspektiven aufzeigen, wie PV-Anlagen auch nach dem Auslaufen der EEG-Förderung weiter betrieben und neue Anlagen zugebaut werden können. Die EWS haben in ihrem Modellprojekt bereits PV-Kleinanlagen in die sonstige Direktvermarktung überführt und auf diese Weise getestet, wie sie Strom solcher Anlagen zukünftig vergüten und vermarkten kann.

Text: SMA Solar Technology AG

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