Der Grossblockstein Imbrex 27 wird im Fassadensystem Kismur eingesetzt. Nun hat er das Label ECO-1 erhalten. ©Bild: Keller AG Ziegeleien

Ökologische Backsteinfassade: Eco-Bau zeichnet Grossblockstein Imbrex mit der höchsten Bewertung aus

(PM) Was ist nötig, damit Nachhaltigkeit mehr als ein leeres Versprechen wird? Die Firma Keller Ziegeleien hat als Antwort den Grossblockstein Imbrex für das Kismur entwickelt. Nun wurde er von Eco-Bau mit der höchsten Bewertung ausgezeichnet. Dabei spielten die Lebenszyklusbetrachtung und die Werte der sogenannten grauen Energie, die von der Herstellung bis zur Entsorgung eines Produkts aufgewendet werden muss, eine grosse Rolle.


Bereits Anfang 2019 brachte die Keller AG ein neuartiges Fassadensystem auf den Markt. Mit Kismur lancierte der Backstein-Produzent aus Pfungen ein Zweischalen-Mauerwerk, das eine tragende Backsteinwand mit einer dämmenden Schale aus Leichtbackstein kombiniert (siehe ee-news.ch vom 1.11.2018 >>). Das Fassadensystem zeichnet sich durch eine tiefe Energiebilanz und hohe Lebensdauer aus. Nun wurde der wärmedämmende und bisher einzige Grossblockstein Imbrex Z7 als Hauptbestandteil von Kismur mit dem Label ECO-1 ausgezeichnet. Er erfüllt den, wie es in der Bewertung heisst, «hohen Standard für eine ressourcenschonende und gesunde Bauweise und eignet sich hervorragend für die Gebäudelabels Minergie-(A-/P)Eco, Standard nachhaltiges Bauen Schweiz und anderen Gebäudelabels oder Vorgaben».

Auch für den Mehrgeschossbau geeignet
Das Wandsystem Kismur ist das Resultat einer intensiven Zusammenarbeit der Keller AG Ziegeleien mit Instituten des Departementes Technik & Architektur der Hochschule Luzern und mit Wirtschaftspartnern. Das Forschungsprojekt wurde zudem von der Innosuisse, der Eidgenössischen Agentur für Innovationsförderung, unterstützt. Besonders wichtig für die Entwicklung war der Systemgedanke, also das Zusammenwirken von Backstein mit Komponenten wie Mörtel, Verputz, Fenster, Stürze etc. Entstanden ist das bisher einzige ökologische Fassadensystem mit Grossblockbausteinen, das sich auch für den Mehrgeschossbau eignet. Damit ist ein grosser Schritt in Richtung Nachhaltigkeit getan.

Wider den «Vermummungsfundamentalismus»
Denn tatsächlich werden laut Studien immer noch bis zu 80 Prozent der wärmedämmenden Gebäudefassaden aus Verbundsystemen mit Kunststoffdämmung verbaut. Der «Vermummungsfundamentalismus», wie es der Architekt und emeritierte ETH Professor Vittorio Magnago Lampugnani nennt, grassiert auch hierzulande immer noch. «Die Bauwirtschaft», so äusserte sich der Fachmann kürzlich in der NZZ, «verbraucht weltweit immens viel Material und Energie, produziert Berge von teilweise hochgiftigem Abfall und ist für über die Hälfte jenes Ausstosses von Treibhausgasen verantwortlich, der unsere Zukunft bedroht.» Im Gegensatz dazu ist das Zweischalen-Mauerwerk Kismur vollständig rezyklierbar. Bestehend aus einer tragenden und einer wärmedämmenden Backsteinschale ist es zu 100 Prozent aus natürlichem Material. Dank seiner Diffusionsfähigkeit sorgt es für ein angenehmes Raumklima. Es gewährleistet den Temperaturausgleich und reguliert den Feuchtigkeitshaushalt.

Mit Eco-Bau-Kriterien hoch hinaus
Die Überlegenheit von Kismur gegenüber herkömmlichen Systemen wurde nun auch durch Eco-Bau attestiert. Im Verein Eco-Bau sind Bauämter von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammengeschlossen. Der Verein setzt sich zum Ziel, schweizweit ökologisches und gesundes Bauen zu fördern. Insbesondere beurteilt er in der Zertifizierung die Lebenszyklusbetrachtung und die Werte der sogenannten grauen Energie, die von der Herstellung bis zur Entsorgung eines Produkts aufgewendet werden muss. Ein Kriterium, das speziell bei Grossprojekten ins Gewicht fällt.

Urs Huggenberger, Verkaufsleiter der Keller AG Ziegeleien, stellt fest, dass hier ein Umdenken stattfindet. «Wir erhalten viele Anfragen für Projekte von Genossenschaften, Banken und Versicherungen». Bereits sind mehrere Grossprojekte wie der Neue Vogelsang in Winterthur oder die Überbauung Frohburg der Helvetia Versicherung in der Planungs- beziehungsweise Umsetzungsphase. Gerade in Zeiten von Negativzinsen investiere man gerne in etwas dickere Wände und nehme einen etwas höheren Preis zugunsten von tieferen Lebenszykluskosten und mehr Nachhaltigkeit in Kauf. So sind es nicht nur ökologisch denkende, sondern auch innovative und ökonomisch handelnde Bauherren und Architekten, die auf Kismur setzen. Denn die Langlebigkeit ist ein grosses Plus von Kismur. «Wir rechnen mit einer Lebensdauer von 100 Jahren und nicht mit den üblichen 20.»

Weitere Informationen >>

Text: Keller AG Ziegeleien

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