Mit der Umsetzung der neuen Meldepflichten für Planungs- und Echtzeitdaten wollen die Partner einen Schritt in Richtung Redispatch 2.0 machen, der spätestens im Oktober 2021 eingeführt werden soll. ©Bild: Energy & Meteo

Energy & Meteo Systems und Alpiq: Setzen neue Meldepflichten für Windparks um

(ee-news.ch) Für Windparks, die direkt an das Hochspannungsnetz angeschlossen sind, gelten seit 1. Oktober 2019 laut System Operation Guideline (SOGL) neue Meldepflichten für Planungs- und Echtzeitdaten. Der Energiedienstleister Energy & Meteo Systems und Alpiq haben die Anforderungen der SOGL nun n den Direktvermarktungsprozess integriert.


Nach eigenen Angaben hätten sie als erste Anbieter in Deutschland in diesem Zusammenhang einen automatisierten Datenaustauschprozess zwischen Anlagenbetreibern und Netzbetreibern für ein Umspannwerk in der Regelzone von 50Hertz realisiert. Zur Erfüllung der neuen gesetzlichen Meldepflicht laut SOGL bietet Alpiq eine Lösung in Kooperation mit Energy & Meteo Systems, seinem technischen und administrativen Dienstleister. Energy & Meteo Systems hat in Abstimmung mit 50Hertz die Meldeprozesse mitgestaltet und in seine Systemlösungen integriert. Der Oldenburger IT-Spezialist für Leistungsprognosen und Virtuelle Kraftwerke nimmt Messdaten und Nichtverfügbarkeiten der Windparks über bestehende Feld- und Systemschnittstellen in sein System auf und reichert sie dort mit berechneten Grössen wie Vorhersagen und Dargebotsleistungen an. So sparen Anlagenbetreiber Zeit und zusätzliche Kosten, da geplante und ungeplante Stillstände nicht mehr in mehreren Systemen parallel erfasst werden müssen.

Wegbereiter für Redispatch 2.0
Mit der Umsetzung der neuen Meldepflichten für Planungs- und Echtzeitdaten wollen die Partner einen Schritt in Richtung Redispatch 2.0 machen, der spätestens im Oktober 2021 eingeführt werden soll. Redispatch 2.0 ist eine im Juni lancierte Branchenlösung für das Engpassmanagement im deutschen Stromnetz. Bislang waren nur gröβere, konventionelle Erzeugungsanlagen mit einer Leistung von mehr als 10 MW vom Redispatch betroffen. In Zukunft sollen auch Anlagen ab 100 kW einbezogen werden. Die Ausweitung meldepflichtiger Teilnehmer erhöht die Datenmenge und erfordert automatisierte Datenaustauschprozesse zwischen Anlagenbetreibern und Netzbetreibern. Mit der Lösung zur Übermittlung der Meldedaten nach SOGL haben Alpiq und Energy & Meteo Systems bereits die Weichen dafür gestellt.

Text: ee-news.ch, Quelle: Energy & Meteo

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