Die deutsche Bundesnetzagentur hatte im Sommer eine Absenkung der Garantierenditen für Netzbetreiber durchgesetzt. Jetzt steigen die Entgelte wieder, für Lücking ein Zeichen für die Fehlsteuerung bei der Kontrolle der Netzkosten. ©Bild: Lichtblick

Strompreise 2020: Steigende Netzentgelte sind Kostentreiber

(PM) Die Verbraucher in Deutschland müssen 2020 mit höheren Strompreisen rechnen. Nach Angabe des Ökostromanbieters Lichtblick sind die Netzentgelte einmal mehr der grösste Kostentreiber. Die Gebühren für die Stromleitungen steigen im kommenden Jahr voraussichtlich um rund 6 Prozent. Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahlen dann im Schnitt ein Netzentgelt von rund 8 Cent pro Kilowattstunde Strom. Zum Vergleich: Die EEG-Umlage soll 2020 laut Prognosen leicht auf 6.7 Cent steigen.


„Die Netzentgelte sind überhöht. Die neue Preisrunde spült dreistellige Millionenbeiträge in die Kassen der Netzfirmen. Die Verbraucher sind die Dummen“, kritisiert Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei Lichtblick.

Netzentgelte machen rund ein Viertel der Stromrechnung aus
Dabei hatte die deutsche Bundesnetzagentur erst im Sommer eine Absenkung der Garantierenditen für Netzbetreiber durchgesetzt. Dass die Entgelte jetzt trotzdem wieder steigen, ist laut Lücking „ein klares Zeichen für die massive Fehlsteuerung bei der Kontrolle der Netzkosten.“ Die Netzentgelte machen rund ein Viertel der Stromrechnung eines Haushalts aus. Jedes Jahr Mitte Oktober müssen die knapp 900 Strom-Netzbetreiber ihre Netzentgelte für das Folgejahr veröffentlichen. Sie werden von Bundes- und Landesbehörden geprüft. Die deutsche Bundesnetzagentur genehmigte nach eigenen Angaben im Jahr 2018 Strom-Netzentgelte in Höhe von rund 25 Milliarden Euro.

Text: Lichtblick SE

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