30. Sep 2019

Wer die Förderung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur bekommen möchte, darf ausschliesslich erneuerbare Energien verwenden, muss den Betrieb von mindestens fünf Jahren garantieren und ein eigenes E-Auto besitzen. ©Bild: AEE

Mission Energiewende: Gemeinsam stark im Landkreis Marburg-Biedenkopf – 13 Bioenergiedörfer seit 2014 entstanden

(AEE) „Klimaschutz gemeinsam“ ist das Motto des hessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Energiewende ist hier schon lange weit oben auf der politischen Agenda. „Der Landkreis Marburg-Biedenkopf übernimmt politische und soziale Verantwortung und zeigt, dass die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr zur Energiewende gehören“, sagt Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).


Seit 2004 sind 13 Bioenergiedörfer im Landkreis Marburg-Biedenkopf durch Initiativen von Bürger*innen entstanden. In Zusammenarbeit mit der regionalen Landwirtschaft werden Dörfer des Landkreises bereits vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt. Bürger*innen-Beteiligung hat in Marburg-Biedenkopf Tradition: Die Menschen engagieren sich und haben gemeinsam Genossenschaften gegründet, um die Nahwärmenetze zu fördern. „Heute spricht der Erfolg für sich: engagierte Bürgerinnen und Bürger sind zu Multiplikatoren geworden und fördern die Wärmewende im Landkreis“, sagt Kirsten Fründt, Landrätin für Marburg-Biedenkopf. Der Landkreis selbst ist ebenfalls Mitglied in der Genossenschaft und versorgt öffentliche Gebäude, wie Schulen und Kitas mit Erneuerbarer Energie.

Kleine Massnahmen können Grosses bewirken
Neben der Wärmewende spielt auch die Verkehrswende in Mittelhessen eine grosse Rolle. Nachdem in einigen Kommunen bereits das E-Carsharing, also das Teilen und Ausleihen von E-Autos ermöglicht wurde, ist jetzt eine finanzielle Förderung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur entstanden. Bürger*innen, Vereine und Unternehmen haben bereits 40 Anträge gestellt – und erste Ladesäulen sind schon installiert. Wer die Förderung bekommen möchte, darf ausschliesslich erneuerbare Energien verwenden, muss den Betrieb von mindestens fünf Jahren garantieren und ein eigenes E-Auto besitzen. Mehr Förderung bekommen Antragsteller*innen, wenn die erneuerbaren Energien direkt vor Ort Strom erzeugen, beispielsweise durch Solarstromanlagen auf dem Dach, die den Strom für die Ladesäule liefern. „Das zeigt, dass kleine Massnahmen Grosses bewirken können“, so Fründt.

Neues Klimaschutz-Aktionsprogramm mit 30 Massnahmen
Erst kürzlich ist der Landkreis zur Wasserstoffregion durch das deutsche Bundesverkehrsministerium ausgezeichnet worden. Marburg-Biedenkopf legt den Fokus hierbei auf erneuerbare Technologien, die in Industrie- und Gewerbe sowie im Mobilitätsbereich eingesetzt werden. Investitionen in die Zukunft werden hier also zahlreich umgesetzt: Das neue Klimaschutz-Aktionsprogramm mit 30 Massnahmen wird derzeit vom Kreistag verabschiedet. Neue Technologien, wie virtuelle Kraftwerke, die dezentrale Energiequellen zusammenschalten, um dem Strombedarf nachzukommen, werden auf Kreisebene gemeinsam geprüft. Damit treibt der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Energiewende noch ein Stück weiter voran – und zeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Akteur*innen sein kann.

Zudem ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit der polnischen Kommune Koscierzyna Teil des Projektes Energiewende Partnerstadt >>

Weitere Informationen >>

Text: Deutsche Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

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