Für das Gesamtjahr rechnet Gurit mit einem Umsatz von über 525 Millionen Franken und einer Betriebsgewinn-Marge in der oberen Hälfte des Zielkorridors von 8 bis 10 Prozent.

Gurit: Stark wachsender Windenergiemarkt sorgt für deutlich mehr Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr

(SDA/ee-news.ch) Nach dem Gewinneinbruch im Vorjahr geht es mit dem Spezialkunststoffhersteller Gurit wieder bergauf. Das auch auf Produkte für die Windturbinenblätter spezialisierte Ostschweizer Unternehmen hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.


Der Umsatz wuchs um 48 Prozent auf 284.7 Millionen Franken, was zu einem guten Teil dem Zukauf der dänischen JSB Group im vergangenen Oktober zu verdanken ist. Ohne die Akquisition wäre Gurit um 14.6 Prozent gewachsen. Andererseits hat das Windkraftgeschäft nach der Flaute im Vorjahr wieder an Schwung gewonnen.

Der Betriebsgewinn legte um 11.5 Millionen auf 27.5 Millionen Franken. Die entsprechende Marge stieg um 1.5 Prozentpunkte auf 9.7 Prozent. Unter dem Strich stieg der Reingewinn um gut 63 Prozent auf 18.2 Millionen Franken. Als Grund nannte Gurit den in diesem Jahr stark wachsenden Windenergiemarkt. Das lasse die Nachfrage nach Materialen für die Produktion von Windturbinenblättern deutlich steigen.

Erwartungen Finanzgemeinde übertroffen
Mit den Zahlen hat der Spezialkunststoffhersteller die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Schnitt einen Umsatz von 281.4 Millionen und einen EBIT von 26.1 Millionen Franken prognostiziert. Beim Reingewinn hatten sie mit 17.7 Millionen gerechnet. Das Autozuliefergeschäft ausgerechnet, das Gurit zum Verkauf gestellt hat, hätten die Ostschweizer gar noch besser abgeschnitten. Der Betriebsgewinn hätte in diesem Fall gar 34.4 Millionen Franken und die Marge 12.5 Prozent erreicht. Der Wermutstropfen: Gurit musste für den Bereich eine Wertminderung von 6,7 Millionen vornehmen.

Windkraftgeschäft mit Rückenwind
Im umsatzmässig grössten Geschäftsbereich Composite Materials nahm der Umsatz um 15.3 Prozent auf 122.2 Millionen Franken zu. Laut dem Unternehmen läuft die Produktion von Werkstoffen an der Kapazitätsgrenze. Und die Balsaproduktion könne die steigende Nachfrage kaum bewältigen, da Rohstoffe nur begrenzt zur Verfügung stünden.

Der neu geschaffene Bereich Kitting (Bausatz-Lösungen) setzte 75.2 Millionen Franken um. Dabei handelt es das übernommene JSB-Geschäft. Der ebenfalls im Windmarkt angesiedelte Geschäftsbereich Tooling (Bauformen) erzielte mit 67.8 Millionen 12.6 Prozent mehr Umsatz. Das Luft- und Raumfahrtgeschäft steigerte sich derweil um 10 Prozent auf 27,5 Millionen. Der zum Verkauf stehende Geschäftsbereich Composite Components erfuhr gar einen Umsatzsprung von 56 Prozent auf 9.9 Millionen Franken. Die Verkäufe profitierten laut Gurit von neuen Programmen sowie von bestehenden Langzeit-Grossaufträgen.

Für das Gesamtjahr erwartet Gurit mit einem Umsatz von über 525 Millionen Franken und einer Betriebsgewinn-Marge in der oberen Hälfte des Zielkorridors von 8 bis 10 Prozent.

Text: Keystone-SDA

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