Jede unterzeichnete Ausschreibung verringert den für die Industrie, die Energiewende und die Klimaschutzziele erforderlichen Zubau der Windenergie an Land. Der BWE hat schnelle und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Deutschland: Weitere deutliche Unterzeichnung der Ausschreibung Windenergie an Land macht schnelles Handeln für mehr Genehmigungen zwingend

(BWE) Die deutsche Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung Windenergie an Land bekannt gegeben (siehe ee-news.ch vom 12.8.2019 >>). Mit dieser Ausschreibung ist das Angebotsniveau in Bezug auf die ausgeschriebenen Mengen noch einmal deutlich gesunken. Von 71 % (01.02.2019) über 45 % (01.05.2019) auf nun nur knapp über 30 % am 01.08.2019. In der Folge konnten von den ausgeschriebenen 650 Megawatt (MW) nur 208 MW zugeschlagen werden.


Hermann Albers, Präsident des deutschen Bundesverbands Windenergie, kommentiert die Ergebnisse. „Die Ergebnisse sind ein erneuter Weckruf an die politisch Verantwortlichen jetzt zu handeln. 11‘000 MW Windenergie an Land stecken im Genehmigungsverfahren fest, über 4000 MW kurzfristig möglicher Projekte sind durch von internationalen Standards abweichende Abstandradien um die Drehfunkfeuer blockiert und mindestens 800 MW erteilter Genehmigungen können wegen anhängenden Klagen gegen die Genehmigungsbehörden nicht an Ausschreibungen teilnehmen.

Erforderlicher Zubau bleibt aus
Jede unterzeichnete Ausschreibung verringert den für die Industrie, die Energiewende und die Klimaschutzziele erforderlichen Zubau der Windenergie an Land. Der BWE hat mit seinem Aktionsplan Genehmigungen aufgezeigt, dass es schnelle und konkrete Handlungsmöglichkeiten gibt. Diese gilt es anzupacken. Zusätzlich braucht es eine durchgehend positive Kommunikation von Bund und Ländern, die die Chancen der Energiewende zur CO2-Reduktion und für eine moderne Industriepolitik in den Mittelpunkt stellt."

Text: Deutscher Bundesverband Windenergie (BWE)

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