Einer der beiden Schiffscontainer mit dem Batteriespeicher wir in Jona angeliefert. Bild: EWJR

Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil: 2 MW-Batteriespeicher leistet Systemdienstleistungen

(ee-news.ch) Batteriespeicher im Einfamilienhausbereich sind nicht wirtschaftlich, ausser sie sind Teil eines Schwarmspeichers. Im Gegensatz dazu sind Grossspeicher, die Systemdienstleistungen liefern, am Regelenergiemarkt teilnehmen, oder/und eine Leistungsreduktion ermöglichen, bereits heute wirtschaftlich. Neustes Beispiel: Ein 2 MW-Batteriespeicher des Elektrizitätswerks Jona-Rapperswil AG (EWJR)


Das Batteriespeichersystem auf dem Areal der EWJR besteht aus zwei Containern à je 12 Meter Länge und einem Gesamtgewicht von 67 Tonnen. Darin befindet sich ein Speicher mit zwölf Lithium-Eisenphosphat-Batteriemodulen. Sie haben zusammen eine Speicherkapazität von rund 2.2 Megawattstunden und erbringen eine maximale Leistung von 2 Megawatt. Diese Kennzahlen machen die Anlage gemäss dem EWJR zum momentan leistungsstärksten Batteriespeicher der Ostschweiz.

Inbetriebnahme in den nächsten Tagen
Der Speicher wird gemäss des EWJR Peakshaving ermöglichen und Systemdienstleistungen erbringen. Lieferant der Batterie ist die Axpo. Bewirtschaftet wird sie von der SN Energie AG in Zusammenarbeit mit dem Zentralschweizer Unternehmen CKW. Die EWJR selbst ist die Eigentümerin des Batteriespeichers, der auf ihrem Gelände in Jona steht. Die Inbetriebnahme ist in den nächsten Tagen geplant.

SN Energie übernimmt die Bewirtschaftung
Axpo Netze und CKW bieten gemeinsam für Grossbatterien Gesamtangebote an, von der Planung, Installation bis zur Einbindung in den Regelenergiemarkt. Die CKW und Axpo schreiben in ihrer Pressemeldung: „Axpo Netze hat mit dem EWJR einen Vertrag für regelmässige Wartung und Pikettdienst von über 10 Jahren abgeschlossen. Die Tochtergesellschaft CKW übernimmt in Zusammenarbeit mit SN Energie AG die Bewirtschaftung des Batteriespeichers und sichert die Anbindung an die Energie- und Regelleistungsmärkte.“ Die Kunden profitierten finanziell durch die Anbindung an den CKW-Regelpool, der aus Erzeugungsanlagen, Verbraucher und weiteren dezentralen Speichern bestehe und eine gewinnbringende Einbindung in den Energiehandel sicherstelle, schreibt die CKW weiter. Dank dem von CKW entwickelten Optimierungsalgorithmus würde die Batterie im optimalen Ladezustand gehalten und könne nach Bedarf gleichzeitig zum Glätten von Lastspitzen eingesetzt werden.

©Text: ee-news.ch, Quellen: EWJR, CKW, Axpo

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