27. Mai 2019

Am 5. Mai deckte die Windkraft mit einer Strommenge von 63 Millionen Kilowattstunden 46 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs und drückte damit den Kohle- und Atomstrom aus österreichischen Netzen. ©Bild: IG Windkraft

Windstromrekord dank Kälteeinbruch: Österreich deckt Anfang Mai 46 Prozent der Stromversorgung mit Windstrom

(PM) Am Sonntag, dem 5. Mai 2019, konnte die Windkraft erstmals in der Geschichte der österreichischen Windstromerzeugung 46 Prozent des heimischen Stromverbrauchs decken. „Das ist die höchste je in Österreich gemessene Windstromerzeugung an einem Tag“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.


Moidl fährt fort: „Damit die Stromversorgung über das ganze Jahr zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie gedeckt werden kann, ist eine zielstrebige und ambitionierte Politik gefragt. Die Windbranche wartet nach wie vor auf das ‚Go‘ der Politik für 200 fertig genehmigte Windräder und einen funktionstüchtigen Entwurf für das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz.“

26 Prozent Windstrom bis 2030 möglich
Am 5. Mai konnte die Windkraft mit einer Strommenge von 63 Millionen Kilowattstunden 46 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs decken und damit den Kohle- und Atomstrom aus österreichischen Netzen drücken. Über das Jahr gesehen können die mehr als 1300 österreichischen Windräder mit einer Strommenge von rund 7 Milliarden Kilowattstunden bereits 11 Prozent der heimischen Stromversorgung decken. Bis 2030 könnte die Windkraft mit passenden Rahmenbedingungen mit 22.5 Milliarden Kilowattstunden sauberen Windstrom sogar 26 Prozent der österreichischen Stromversorgung bereitstellen.

Warten auf Freigabe durch die Politik
Nach wie vor warten jedoch 200 fertig genehmigte Windkraftwerke mit einer Leistung von 600 MW auf die Freigabe der Fördermittel durch die Politik. „Würde sich die Politik dazu entschliessen, kann umgehend mit der Errichtung dieser Anlagen begonnen werden“, so Moidl. „Allein dieser Ausbauimpuls bei der Windkraft könnte zur österreichischen Stromversorgung weitere 2 Milliarden Kilowattstunden sauberen Ökostrom beitragen.“ Darüber hinaus wartet die Branche auf den Entwurf des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (siehe ee-news.ch vom 22.5.2019 >>). Dieses soll die gesetzliche Grundlage für den weiteren Ökostromausbau sein, um bis 2030 eine 100 Prozent erneuerbare Stromversorgung zu erreichen. „Um die Windkraft bis 2030 auf 7500 MW ausbauen zu können, muss das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz von Beginn an funktionieren“, fordert Moidl: „Testversuche können wir uns nicht leisten. Es bleibt viel zu tun.“

Text: Interessengemeinschaft Windkraft Österreich (IG Windkraft)

1 Kommentare
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Max Blatter @ 31. Mai 2019 08:51

Was der Kälteeinbruch mit der Windenergie-Produktion zu tun hat, erschliesst sich mir auch nach dem Lesen des Artikels nicht wirklich. Windturbinen laufen jedenfalls mit warmer Luft aus Südwest genau so gut wie mit kalter Luft aus Nordost. Oder worin genau soll der Zusammenhang bestehen?

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