Langfristig sollen in der Türkei mehr als 80 % der inländischen Nachfrage mit erneuerbarer Energie gedeckt werden. Energiespeicherung und unterstützende Massnahmen für die technische Entwicklung sollen dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Exportinitiative: Türkische Regulierungsbehörde kündigt Verordnungsentwurf für Stromspeicheraktivitäten an

(©EEE) Die türkische Regulierungsbehörde für den Energiemarkt (EMRA) hat einen Verordnungsentwurf für Stromspeicheraktivitäten angekündigt, der auf dem Strommarktgesetz von 2013 basiert. Mit Hilfe weiterer Speichereinheiten soll die Versorgungssicherheit erhöht und die Energieeffizienz gesteigert werden.


Im Rahmen des Entwurfs werden daher die Grundsätze und Verfahren für die Errichtung von Stromspeichern, den Anschluss dieser Anlagen an Übertragungs- oder Verteilernetze und die Nutzung dieser Systeme festgelegt.

Anpassbarer Prozentsatz
Vorgesehen ist, dass juristische Personen, die eine Lizenz zur Energieerzeugung besitzen, eigene Speicheranlagen für bis zu 20 % der von ihnen produzierten Kapazität errichten dürfen. Der Prozentsatz ist von der Regulierungsbehörde anpassbar. Ausserdem wird es Nutzern erlaubt, am Verbrauchsort eine Speicheranlage zu errichten, insofern diese eine Leistung von mindestens 50 kW aufweist und die im Vertrag vereinbarte Versorgungsmenge nicht überschreitet. Darüber hinaus sollen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen wie Universitäten oder Technologieentwicklungszentren eigene Energiespeicher mit einer Kapazität von bis zu 500 kW errichten dürfen, um ihre Versorgung zu sichern. Weitere Massnahmen befassen sich mit dem Einsatz von autonomen Speichern für die im Rahmen des Netzwerkbetriebs anfallenden Nebendienstleistungen, oder der Erlaubnis für Netzbetreiber, Speicher zu errichten, um die Übertragungstätigkeiten zu unterstützen.

Langfristig sollen in der Türkei mehr als 80 % der inländischen Nachfrage mit erneuerbarer Energie gedeckt werden. Eine wirksame Strategie zur Speicherung und unterstützende Massnahmen im Bereich der technischen Entwicklung sollen dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

©Text: Deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien (EEE)

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