Der Solarpark wird auf dem Gelände des Ostseeflughafen Stralsund-Barth errichtet. Durch die Pachteinnahmen kann der kommunale Flughafen wirtschaftlich und unabhängig von öffentlichen Geldern betrieben werden.

Baywa: Baut ersten förderfreien Solarpark in Deutschland auf dem Gelände des Ostseeflughafens Stralsund-Barth

(ee-news.ch) Baywa r.e. baut nach eigenen Angaben den ersten deutschen Solarpark, der vollständig ohne Förderung auskommt. Das beweise, so das Unternehmen, dass Solarenergie schon heute in Deutschland marktfähig sein kann. Das Projekt Barth V rund 30 Kilometer östlich von Stralsund kommt auf eine Gesamtleistung von 8.8 MW. Baubeginn ist Anfang Juni.


Der erzeugte Strom soll über einen langjährigen Stromabnahmevertrag (PPA) an einen Industriepartner geliefert werden. Derzeit laufen Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten. Die Vermarktung des Stroms wird die hauseigene Energiehandelstochter Baywa r.e. Clean Energy Sourcing GmbH (Clens) übernehmen. Das Projekt profitiert von Vorgängerprojekten am gleichen Standort. So wurden Kabeltrassen und Netzanschluss bereits frühzeitig mitgeplant. Der Solarpark wird auf dem Gelände des Ostseeflughafen Stralsund-Barth errichtet. Durch die Pachteinnahmen ist der kommunale Flughafen einer der wenigen, der wirtschaftlich und unabhängig von öffentlichen Geldern betrieben werden kann.

EEG wird weiterhin zentrale Rolle spielen
Baywa hat bereits Ende letzten Jahres in Spanien den 175-MW Solarpark Don Rodrigo ohne Förderung errichtet (siehe ee-news.ch vom 17.8.2019 >> und ee-news.ch vom 12.4.2018 >>). Jetzt soll auch in Deutschland, das niedrigere Einstrahlungswerte aufweist, das erste förderfreie Solarprojekt umgesetzt werden. Doch trotzdem werde das EEG in Deutschland auch in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen, so Baywa. Matthias Taft, Energievorstand der Baywa AG erläutert: „Zwar ist in den Bereichen Kleinanlagen und mittelgrosse Gewerbeanlagen die Umsetzung von Eigenverbrauchskonzepten ohne Einspeisetarif in einigen Fällen möglich, eine Förderung wird in diesem Segment aber weiterhin notwendig bleiben. Darüber hinaus ist die Förderung von dezentralen PV-Lösungen im Wohnungsbau aus Gründen der Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten und der Ermöglichung lastnaher Versorgung wünschenswert und sinnvoll.“

Weitere Informationen >>

Text: ee-news.ch, Quelle: Baywa r. e. renewable energy GmbH

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