11. Mär 2019

Heizungsbestand in Deutschland 2018 und Prognose 2030. ©Bild: EuPD Research

Wärmewende in Deutschland bleibt aus: Informationen und Anreize notwendig, um Potenziale zu heben

(PM) Eine aktuelle Prognose von EuPD Research zum deutschen Heizungsmarkt zeigt bis zum Jahr 2030 lediglich geringe Tendenzen eines stärkeren Einsatzes erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung in Wohngebäuden. Trotz eines deutlich überalterten Heizungsbestandes werden erneuerbare Heizungstechnologien kaum installiert. Sowohl Hersteller als auch der Staat sind gefordert, mit mehr Informationen und gezielten Anreizen die Endkunden beim Kauf eines innovativen Heizungssystems zu unterstützen.


Die Studie „Wärmewende Deutschland – Eine Bestands- und Potenzialanalyse des deutschen Heizungsmarktes“ des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research gibt auf Basis einer repräsentativen Befragung unter zehntausend Haushalten einen Einblick in den aktuellen Heizungsbestand im Wohnbereich und leitet die mittelfristigen Entwicklungen bis 2030 im deutschen Heizungsmarkt ab. Die Analyse des Heizungsmarktes für 2018 zeigt, dass sich Wärmepumpen als dominierende Heizungsart im Segment Neubau bereits etabliert haben. Allerdings umfassen die Installationen in diesem Segment gerade einmal 15% des jährlichen Heizungsmarktes. Die Herausforderung der Wärmewende liegt entsprechend in der Modernisierung sowie der Sanierung von bestehenden Heizungssystemen.

Kaum neue Technologien bei Modernisierung
Aus der deutschlandweiten Haushaltsbefragung wird ersichtlich, dass sich über die letzten Jahrzehnte kaum Veränderungen in den installierten Heizungstechnologien bei Heizungssanierungen ergeben haben. In diesem Segment wurden zwischen 2010 und 2018 nach wie vor zwei Drittel der Heizsysteme als Gas- oder Ölheizung installiert. Im wichtigen Segment der Heizungsmodernisierung, welches im Jahr 2018 gut 600‘000 Installationen verzeichnete, lag der Anteil von konventionellen Heizungssystemen bei 85%. Neben Solarthermieanlagen, die zumeist zur Ergänzung bestehender konventioneller Systeme dienen, wurden im vergangenen Jahr etwa 22‘000 Wärmepumpen bei Heizungsmodernisierungen installiert.

Erneuerbare liegen voraussichtlich auch 2030 noch unter 20 Prozent
Bis zum Jahr 2030 zeigt das Basisszenario der Studie „Wärmewende Deutschland“ einen Trend zu erneuerbaren Energien. Trotz allem wird in der Voraussicht auf 2030 noch immer jede zweite Heizungsanlage als konventionelles, brennstoffbasiertes System installiert. Auf den Heizungsbestand hochgerechnet, wird im Jahr 2030 der Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung im Wohnbereich bei ca. einem Fünftel liegen.

Hemmnis: signifikante Informationsdefizite
Als Erklärungsansätze des ausbleibenden Wechsels zu Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien legt die Studie offen, dass die Endkunden signifikante Informationsdefizite als zentrales Hemmnis anführen. Nichtkäufer geben darüber hinaus zu hohe Kosten als wichtigsten Grund an. Dies wird über alle betrachteten Technologien hinweg als wichtigster Aspekt gegen die Anschaffung der entsprechenden Heizungstechnologie genannt. Entsprechend sind sowohl Anbieter als auch der Gesetzgeber gefordert, Informationslücken der privaten Haushalte zu erneuerbaren Heizungstechnologien zu schliessen und wirksame Anreizsysteme zur schnelleren und nachhaltigen Erneuerung des Heizungsmarktes bereitzustellen.

Im Rahmen der Studie „Wärmewende Deutschland – Eine Bestands- und Potenzialanalyse des deutschen Heizungsmarktes“ wurden über zehntausend Haushalte in Deutschland befragt. Die Studie thematisiert den aktuellen sowie mittelfristigen Wandel im deutschen Heizungsmarkt und veranschaulicht anhand des Informations- und Kaufprozesses verschiedener Technologien die Entwicklung von konventionellen & gängigen Heizungssystemen hin zu innovativen & erneuerbaren Heizungssystemen.

Wärmewende Deutschland – eine Bestands- und Potenzialanalyse des deutschen Heizungsmarktes >>

Text: EuPD Research

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