Sonnen verspricht sich von der Übernahme durch Shell ein weiteres dynamisches Wachstum. Shell New Energies wird sein Portfolio erweitern und die Sonnen-Produkte aufnehmen.

Erdöl schluckt Erneuerbare: Shell übernimmt Energiespeicher-Spezialist Sonnen

(ee-news.ch) Shell will den Allgäuer Anbieter von intelligenten Strompeichern Sonnen übernehmen. Der Ölkonzern war bereits im Mai 2018 als Investor bei Sonnen eingestiegen, nun soll das Unternehmen – nach entsprechender Zustimmung der Regulierungsbehörden – zu einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Shell werden.


Sonnen verspricht sich von der Übernahme durch den finanzkräftigen Partner ein weiteres dynamisches Wachstum. Über die Konditionen der Übernahme wurde Stillschweigen vereinbart.

Marke bleibt erhalten
In einem Gespräch mit dem PV Magazine sagte Christoph Ostermann, Gründer und CEO von Sonnen, dass die Marke ‚Sonnen‘ auch nach dem Übergang zu Shell erhalten bleiben soll. Auch Änderungen im Management seien im Rahmen der Übernahme nicht geplant, so Ostermann weiter. Er betrachte Shell New Energies als „perfekten strategischen Partner“ für die Internationalisierung des Geschäfts und die Skalierung der Produktion. Das solle auch den Kunden zugutekommen.

Mit finanzstarkem Partner im Rücken geht’s leichter
Nachdem Sonnen in den USA und Australien Sonnen bereits Fuss gefasst (siehe ee-news vom 3.12.2019 >>) hat, sehe Ostermann vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika weitere Wachstumschancen für das Unternehmen, berichtet das PV Magazine weiter. Dabei sei es vorteilhaft, dass Shell in diesen Ländern bereits vertreten ist. Auch bei Audits von Batteriezellherstellern könne Shell unterstützen. Zudem seien die Einkaufskonditionen mit einem Partner wie Shell an der Seite deutlich günstiger. Zukünftig wolle Sonnen auf dem international stark umkämpften Heimspeicher-Markt auch mit den Grosskonzernen BYD und LG konkurrieren. Auch das sei nur mit einem finanzstarken Partner möglich.

Shell wird ab sofort die Sonnenbatterien in sein Portfolio aufnehmen und vertreiben. Dadurch könne man den Kunden eine grössere Produktauswahl anbieten, erklärte Mark Gainsborough, Executive Vice President New Energies bei Shell.

Text: ee-news.ch, Quelle: Sonnen GmbH, PV Magazine

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1 Kommentare

Max Blatter

Oh, die leidigen Schlagzeilen! "Erdöl schluckt Erneuerbare" suggeriert, dass der Erdölkonzern das Unternehmen sich nur mit dem Ziel einverleibt, es zu verdauen und als Kot wieder auszuscheiden. Man könnte aber auch schreiben "Erneuerbare beginnen Erdöl zu verdrängen" und so ein beginnendes Umdenken auch bei den Erdölkonzernen suggerieren. – Ich weiß nicht, wie Shell im Moment wirklich tickt, aber Erfolg werden sie langfristig eh nur mit der zweiten Version haben.

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