Der deutsche Bundesverband Windenergie ruft seine Mitglieder dazu auf, sich mit Projekten zur effektiveren Nutzung und Speicherung von Windenergie am Ideenwettbewerb Reallabore für die Energiewende zu beteiligen.

Reallabore für die Energiewende: Aufruf zur Teilnahme am Ideenwettbewerb für die Energiewende in Industrie, Wärme und Verkehr

(BWE) Die deutsche Bundesregierung startet mit dem 7. Energieforschungsprogramm die Reallabore für die Energiewende. Aufgerufen wird zur Abgabe von Projektvorschlägen in den Bereichen Sektorenkopplung und Wasserstofftechnologien, Grossskalige Energiespeicher im Stromsektor und Energieoptimierte Quartiere. Erklärtes Ziel des Wettbewerbs ist es, den Technologietransfer aus den deutschen Hochschulen und Universitäten in die wirtschaftliche Praxis anzuregen.


Projektvorschläge können bis zum 5. April eingereicht werden. „Die Sektorenkopplung nimmt merklich an Fahrt auf: Erste Demonstrationsprojekte für marktfähige Power-to-Gas Applikationen werden geplant und umgesetzt, Investitionen werden verstärkt in diese Richtung gelenkt. Dass der deutsche Bundeswirtschaftsminister weitere Reallabore der Energiewende fördern möchte, macht deutlich, dass die Erneuerbaren nicht nur im Stromsektor auf dem Vormarsch sind, sondern auch in den anderen Sektoren als zukünftige Schlüsseltechnologie verstanden werden“, kommentiert Hermann Albers, Präsident Bundesverband Windenergie, die Aufforderung des BMWi zur Einreichung von Projektskizzen für das Förderprogramm.

Grosse Potenziale von Power-to-X-Technologie
Der deutsche Bundesverband Windenergie ruft seine Mitglieder dazu auf, sich mit Projekten zur effektiveren Nutzung und Speicherung von Windenergie am Ideenwettbewerb Reallabore für die Energiewende zu beteiligen. „Die Power-to-X-Technologie bietet grosse Potenziale. Sie ermöglicht eine systemische Weiterentwicklung der Energietransformation und Energiespeicherung in industriellem Massstab. Sie wird dazu beitragen, die Stromnetzinfrastruktur zu entlasten und die Abschaltzeiten von Windkraftanlagen zu verringern. Es ist wichtig, dass die Politik neben dem richtig ausgerichteten Förderprogramm jetzt auch die regulatorischen Hürden der Power-to-X-Technologie, etwa im Bereich der Umlagen und Abgaben, kritisch in den Blick nimmt. Die im kommenden Freitag auf der Tagesordnung im Bundesrat stehende Initiative der von CDU, FDP und Bündnis 90/DIE Grünen getragenen Landesregierung von Schleswig-Holstein ist dafür ein ernsthafter Anstoss. Der aktuelle Regulierungsrahmen muss überarbeitet werden“, so Hermann Albers weiter.

Hintergrund
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vom 07.02.2018 sah unter anderem vor, die Forschung und Entwicklung CO2-armer Industrieprozesse voranzubringen und Reallabore für die Nutzung von Power-to-Gas und Power-to-Liquid-Technologien aufzubauen. Der Ideenwettbewerb ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Im Fokus der ersten Ausschreibung stehen die Bereiche Sektorenkopplung, Wasserstoff, Stromspeicher und Quartierskonzepte. Projektvorschläge können bis zum 5. April eingereicht werden.

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Text: Deutscher Bundesverband Windenergie (BWE)

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