21. Jan 2019

Die SSES fordert, die verbleibenden Atomkraftwerke baldmöglichst abzuschalten und endlich forciert auf die Erneuerbaren Energien umzustellen.

SSES: Auch 50 Jahre nach dem Reaktorunfall in Lucens kein Ende der radioaktiven Belastung in Sicht

(SSES) Anlässlich des 50. Jahrestag des Reaktorunfalls im Versuchsatomkraftwerk Lucens spricht sich die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES abermals für den nationalen Atomausstieg aus. Noch heute stellt der Reaktor Probleme für die Schweizerische Umwelt dar. Erneuerbare Energien sind hingegen bezüglich Umweltimpact wie auch der Kosten konkurrenzlos. Die SSES fordert aus diesen Gründen eine Verdreifachung des jährlichen Zubaus der Erneuerbaren Energien.


Am 21. Januar 1969 kam es in Lucens VD zum grössten atomaren Unfall auf Schweizer Boden. Obwohl die eingehaltenen Notfallmassnahmen planmässig durchgeführt wurden, stieg die gemessene Radioaktivität in umliegenden Dörfern an. Der oft in Vergessenheit geratene Vorfall führt vor Augen, dass eine Atomkatastrophe auch in der Schweiz im Bereich des Möglichen liegt. Und noch heute stellt der Reaktor vor Probleme: Die seit 2011 nachweislich signifikant gestiegene Konzentration des radioaktiven Isotops Tritium in den Entwässerungsanlagen der Region droht das Grundwasser zu verschmutzen.

Erneuerbare sind konkurrenzlos
Neben Sicherheitsbedenken und der bis heute ausstehenden Frage nach der Endlagerung hochradioaktiver Abfälle spricht auch aus wirtschaftlicher Sicht alles für den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Diese sind heute die preiswerteste Energieform, benötigen weder Brennstoffe, noch verursachen sie Altlasten. Das alles macht sie, wie die SSES seit über 40 Jahren zeigt, konkurrenzlos. Bereits heute stellen sie über 60 Prozent der nationalen Stromversorgung bereit.

Hohe externe Kosten der Atomkraft
Die Gründung der SSES in den 1970er Jahren war ein Ausdruck der Besorgnis um die schweizerische Energiesituation und den Mangel an Alternativen zur Nuklearlösung. Der Reaktorunfall in Lucens hätte dafür bereits als Weckruf wahrgenommen werden müssen. Hätte der Bundesrat damals die finanziellen Fördermittel in umweltfreundliche Technologien investiert statt in die Atomkraft, wäre eine 100 Prozent erneuerbare Schweiz bereits heute realistisch gewesen. Dass die Atomkraft weiterhin hohe externe Kosten verursacht und am Schluss wahrscheinlich die Steuerzahlenden für den Abbau der AKWs zur Kasse gebeten werden, ist unhaltbar. Deshalb fordert die SSES, die verbleibenden Atomkraftwerke baldmöglichst abzuschalten und endlich forciert auf die Erneuerbaren Energien umzustellen. Dass dies wirtschaftlicher, nachhaltiger und volkswirtschaftlich wesentlich sinnvoller wäre, haben in letzter Zeit diverse Studien, u.a. von der EPFL, gezeigt.

Text: Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie (SSES)

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