16. Jan 2019

Laut BWE kann nur der Einstieg in eine transparente, systematische und verursachergerechte CO2-Bepreisung über alle Sektoren dazu beitragen, klimapolitisch sinnvolle Investitionsanreize zu setzen.

BWE: Energiewende braucht effizientes und sozialverträgliches Umlagensystem – Windstrom besser nutzbar machen

(BWE) Das bestehende deutsche System der Steuern und Umlagen im Energiebereich schafft energiepolitische Fehlanreize, blockiert Investitionen in Innovationen und belastet die privaten Endverbraucher wie Mittelstand überproportional hoch. Der deutsche Bundesverband Windenergie fordert daher eine Reform der Abgaben und Umlagen. Im Zentrum der Reform sollte eine transparente und effektive Besteuerung von klimaschädlichen CO2-Emissionen stehen.


„Die Neuordnung von Steuer- und Abgabensystemen ist in allen Politikbereichen langwierig und kompliziert. Das darf aber keine Ausrede für Untätigkeit sein. Das derzeitige Abgabensystem im Energiesektor verhindert Innovationen, erschwert die Elektrifizierung der Sektoren Wärme, Industrie oder Mobilität und bremst die deutsche Energiewende aus. Das aktuelle System steht damit einen fairen Wettbewerb der Technologien entgegen und macht es schwer, die Klimaschutzziele zu erreichen. Dies muss sich ändern“, so Hermann Albers, Präsident des deutschen Bundesverbands Windenergie.

Wirtschafts- und industriepolitische Potenziale heben
„Nur der Einstieg in eine transparente, systematische und verursachergerechte CO2-Bepreisung über alle Sektoren trägt dazu bei, klimapolitisch sinnvolle Investitionsanreize zu setzen. Der neue Energiestaatssekretär Andreas Feicht (ee-news.ch vom 14.1.2019 >>) sollte dies zu einer seiner ersten Prioritäten machen. Durch den Einstieg in die CO2-Bepreisung können die wirtschafts- und industriepolitischen Potenziale der erneuerbaren Energien, aber auch neuer Technologien wie Power-to-X und Batterietechnologien gehoben werden. Parallel zu deren Einführung könnte die Stromsteuer gestrichen werden. Das entlastet die Stromverbraucher und erhöht die Sozialverträglichkeit der Energiewende langfristig“, so Hermann Albers, der auch darauf hinwies, dass der deutsche Bundesverband Erneuerbare Energien bereits im Jahr 2017 ein entsprechendes Konzept (siehe unten) vorgelegt hatte.

Hintergrund
Während der Anteil der Erneuerbaren Energien im Stromsektor bereits auf knapp 40 Prozent gestiegen ist (siehe ee-news vom 4.1.2019 >>), bleiben die Sektoren Wärme und Verkehr weit hinter ihren Klimaschutzzielen aber auch den technischen Möglichkeiten beim Einsatz Erneuerbarer Energien zurück. Nach wie vor wird Windenergie wegen Netzengpässen abgeregelt, obwohl sie in regionalen Wärme-/Kälte- und Mobilitätskonzepten sinnvoller verwendet werden könnte. Eine Reform des Umlagesystems kann dafür einen wichtigen Impuls setzen und die Schaffung von energiewirtschaftlich sinnvollen Flexibilitätsoptionen in den Sektoren Wärme und Verkehr anreizen.

Wirkungsweise einer CO2-Steuer im Strommarkt >>

Text: Deutscher Bundesverband Windenergie (BWE)

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