14. Jan 2019

Die deutsche Bundesregierung will nun mit dem neuen Gesetz auch die günstigere Verkehrsdetektion auf Basis des Empfangs von Transpondersignalen erlauben, die auch die Flugsicherung zur Leitung des Flugverkehrs einsetzt. Bild: Lanthan

Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windkraftanlagen: AIR Avionics und Lanthan setzen auf Transpondersignale

(ee-news.ch) Im Rahmen des deutschen Energiesammelgesetzes will die deutsche Bundesregierung auch die günstigere Verkehrsdetektion auf Basis des Empfangs von Transpondersignalen erlauben, die auch die Flugsicherung zur Leitung des Flugverkehrs einsetzt. Daher gehen die AIR Avionics, Spezialistin für Avioniksysteme, und die Lanthan, Hersteller von Kennzeichnungsanlagen für Luftfahrthindernisse, nun eine Partnerschaft ein.


AIR Avionics, ein deutsches KMU und Hersteller von Avioniksystemen vereinbart zusammen mit Lanthan, einem deutschen, mittelständischen Hersteller von Kennzeichnungsanlagen für Luftfahrthindernisse, eine strategische Partnerschaft. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit zehn Jahren intensiv zusammen, Lösungen zur bedarfsgerechten Kennzeichnung von Hindernissen mittels Transpondertechnologie wurden entwickelt und erprobt.

Gesetzt legt bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung fest
Im Rahmen des neuen deutschen Energiesammelgesetzes, das im Dezember 2018 offiziell verabschiedet wurde, entstehen neue Anforderungen für die Nachtkennzeichnung von Windkraftanlagen. Das Energiesammelgesetz sieht verschiedene Massnahmen vor, um die Akzeptanz der Windenergie zu steigern und die Belastung der Anwohner zu reduzieren. Eine wichtige Massnahme ist die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windkraftanlagen (BNK). Diese bewirkt, dass Hindernisfeuer nur dann aktiviert werden, wenn sich Flugverkehr tatsächlich in enger Nähe zur Windkraftanlage befindet. Eine willkommene Entlastung für Anwohner und die Natur.

Nutzung von Radartechnologie mit Problemen behaftet
Um diese zu ermöglichen, muss der umliegende Flugverkehr detektiert werden. Bisher wurde seitens der Genehmigungsbehörden als technische Lösung zur Detektion von Flugverkehr hauptsächlich Radartechnologie zugelassen bzw. anerkannt. Die Nutzung von Radartechnologie ist jedoch mit einigen Problemen behaftet. Es müssten mehrere tausend Primärradaranlagen installiert, eingemessen und anerkannt werden. Dies würde unter anderem zu einer gesteigerten Strahlenbelastung der Anwohner durch Elektrosmog, neuen Bauwerken an exponierten Stellen im Gelände sowie zu enormen Anschaffungs- und Betriebskosten bei Betreibern von Windkraftanlagen führen. Unter anderem aus diesen Gründen konnten die Systeme bisher keine grosse Verbreitung auf freiwilliger Basis erfahren.

Auf Basis von Transpondersignalen
Die deutsche Bundesregierung will nun mit dem neuen Gesetz auch die günstigere Verkehrsdetektion auf Basis des Empfangs von Transpondersignalen erlauben, die auch die Flugsicherung zur Leitung des Flugverkehrs einsetzt. Das weltweite Flugsicherungsnetzwerk basiert auf Sekundärradartechnologie mit Transpondern.

Die strikten Zulassungsanforderungen der Luftfahrt garantieren ein sehr hohes Sicherheitsniveau bei solchen Systemen. Der extrem hohe Standardisierungsgrad der Technologie, die auf öffentlich verfügbaren Luftfahrtstandards basiert, garantiert auch kleineren und mittelständischen Anbietern einen Marktzugang, was neben technologiebedingten Kostenvorteilen auch zu mehr Wettbewerb und somit deutlich geringeren Ausrüstungskosten führt als bei der Verwendung anderer Technologien.

Um Faktor 10 günstiger als Primärradartechnologie
"Wir begrüssen diesen Schritt ausdrücklich. Er ermöglicht die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windkraftanlagen schnell, kostengünstig und sicher einzuführen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Anwohner." sagt Marc Förderer von AIR Avionics. "Die hierzu erforderlichen Systeme sind erprobt, und sogar so schnell verfügbar, dass selbst der ehrgeizige Zeitplan des neuen Gesetzes mit hoher Wahrscheinlichkeit einzuhalten ist" fügt Olaf Schultz, Geschäftsführer bei Lanthan hinzu. "Die initialen Hardwarekosten je Anlage liegen hierbei nach unseren Schätzungen etwa um Faktor 10 niedriger, als bei der Ausrüstung mit umständlicher Primärradartechnologie. Zusätzlich arbeiten diese rein passiv und belasten die Bevölkerung daher nicht mit elektromagnetischer Strahlung oder zusätzlichen Bauwerken."

Text: ee-news.ch, Quelle: AIR Avionics und Lanthan

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