10. Dez 2018

Der notwendige Ausbau kohlenstoffarmer Technologien kann nur mit starker politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unterstützung gelingen. Grafik: Earth System Science Data (ESSD)

KTI: Weltweit steigender Energiebedarf macht Bemühungen zur Reduktion von CO2-Ausstoss zunichte

(KIT) Weltweit steigt weiterhin der Energiebedarf – und macht damit die bisherigen Bemühungen, den CO2-Ausstoss zu reduzieren, zunichte. Zu diesem Ergebnis kommen internationale Forscherinnen und Forscher im gerade veröffentlichten Global Carbon Budget 2018. Dieser Bericht liefert eine erste Schätzung des Anstiegs der weltweiten CO2-Emissionen für dieses Jahr.


Demnach könnte sich der Kohlenstoffdioxidausstoss 2018 weltweit um mehr als zwei Prozent erhöhen. Auch 2017 stiegen die Emissionen bereits um 1.6 Prozent. Zuvor hatte sich der Anstieg zwischen 2014 und 2016 aufgrund eines reduzierten Verbrauchs von Kohle in China und den USA verlangsamt. „Die erneute Zunahme lässt sich zum einen auf den höheren Energieverbrauch, die verbesserte Wirtschaftslage und auf die weitergehende Abholzung von Wäldern zurückführen. Zum anderen spielen aber auch die Wetterbedingungen eine Rolle, die etwa in sehr heissen Monaten einen höheren Energiebedarf für die Kühlung erfordern“, sagt Almut Arneth vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT und eine der Autorinnen des Berichts. Auch der Ölbedarf steige gerade in den USA und in Europa durch den zunehmenden Auto-, LKW- und Flugzeugverkehr stark an.

Starker politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unterstützung
„Kohlenstoffarme Technologien wie Solar- und Windkraftanlagen oder Elektrofahrzeuge reichen noch nicht aus, um die globalen CO2-Emissionen zu senken“, sagt die Klimaforscherin. „Das muss sich ändern und zwar rasch. Der notwendige Ausbau kohlenstoffarmer Technologien kann nur mit starker politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unterstützung gelingen.“ Anders liessen sich die Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen nicht mehr erreichen.

Die zehn Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoss im Jahr 2018 sind voraussichtlich China, USA, Indien, Russland, Japan, Deutschland, Iran, Saudi-Arabien, Südkorea und Kanada. Die EU als gesamte Region steht an dritter Stelle.

Global Carbon Project
Das Global Carbon Project ist ein internationales Forschungsprojekt der Future Earth Forschungsinitiative zur globalen Nachhaltigkeit. Ziel ist es, ein vollständiges Bild des globalen Kohlenstoffkreislaufs zu entwickeln. Der Global Carbon Budget 2018 ist die 13. Ausgabe des jährlichen Updates und basiert auf Beiträgen in den Zeitschriften Nature, Environmental Research Letters und Earth System Science Data.

Links zu den weiteren Ergebnissen:

Text: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

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