07. Dez 2018

Aktuell installierte elektrische Erzeugungsleistung in GW. Grafik; Deutsche Bundesnetzagentur

Entwicklung der elektrisch installierten Erzeugungsleistung (Netto-Nennleistung) zum 31. Dezember 2017. Grafik: Deutsche Bundesnetzagentur

Maximale Einspeisung Sonnenenergie und Windkraft in GW. Grafik: Deutsche Bundesnetzagentur

Entwicklung der Jahresarbeit nach fester Einspeisevergütung oder Direktvermarktung in Prozent. Grafik: Deutsche Bundesnetzagentur

Entwicklung der installierten Leistung der Anlagen mit Zahlungsanspruch nach dem EEG bis 2017 in GW. Grafik: Deutsche Bundesnetzagentur

Der Bericht, der zahlreiche spannende Grafiken enthält, zeigt unter anderem, dass die Vermarktung der Erneuerbaren mit 78% mittlerweile weitgehend direkt am Markt stattfindet. Bild: Deutsche Bundesnetzagentur

Deutschland: Stromkapazität der Erneuerbaren erstmals höher als die der Konventionellen

(ee-news.ch) Der Monitoringbericht 2017 der deutschen Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts zeigt: 2017 war erstmals mehr Leistung aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern installiert: Die installierte Kapazität stieg um 5.8 GW auf 217.6 GW. Hiervon sind 105.1 GW den konventionellen und 112.5 GW den erneuerbaren Energien zuzuordnen. Die Erneuerbaren deckten 36% des Stromverbrauchs. Zudem zeigt der Bericht: Die Kraftwerke werden kleiner und die Direktvermarktung der Erneuerbaren nimmt zu.


Vermarktung Erneuerbare immer öfter direkt am Markt
Die Stromerzeugung lag mit 601.4 TWh auf dem Niveau des Jahres 2016, wobei die Erzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern – insbesondere aus Steinkohlekraftwerken – überproportional sank. Die erneuerbaren Energien speisten insgesamt 204.8 TWh ein. Die Vermarktung der Erneuerbaren findet mit 78 Prozent mittlerweile weitgehend direkt am Markt statt. Drei Prozent des erneuerbaren Stroms wurden aufgrund von Netzengpässen abgeregelt.

Marktanteil Grosskraftwerke sinkt
"Die Marktkonzentration bei der konventionellen Stromerzeugung hat auch im Jahr 2017 weiter abgenommen", erklärt Andreas Mundt, Präsident des deutschen Bundeskartellamtes. "Insbesondere hat sich der gemeinsame Marktanteil der grössten Erzeuger gegenüber den Vorjahren weiter verringert. Das ist positiv für den Wettbewerb. Dennoch ist es wichtig, dass wir die Marktsituation in Deutschland weiter beobachten. Der nahende Ausstieg aus der Atomkraft, der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien und evtl. Redispatchmärkte sind nur einige Beispiele von vielen, die sich auf die künftige wettbewerbliche Bewertung auswirken können."

Einzelhandelsmärkte und Verbraucher im Fokus
Wie bei der Erzeugung zeigte sich im Jahr 2017 auch auf den Einzelhandelsmärkten für Strom und Gas eine positive Entwicklung hin zu mehr Wettbewerb. "Mehr Wettbewerb bedeutet für die Verbraucher mehr Wahlmöglichkeiten und daraus entstehende Preisvorteile", so Andreas Mundt. "Der Marktanteil der absatzstärksten Stromanbieter für Standardlastkunden und für leistungsgemessene Kunden ist gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken und liegt hier wie auch auf den beiden grössten Gaseinzelhandelsmärkten nach wie vor deutlich unter der Schwelle, ab der eine marktbeherrschende Stellung zu vermuten wäre."

Strompreise stabil
Der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden ist zum Stichtag 1. April 2018 mit 29.88 ct/kWh stabil (2017: 29.86 ct/kWh). Zur Stabilisierung tragen gesunkene Netzentgelte und stagnierende Umlagen bei. "Für Haushaltskunden ist das durchschnittliche Netzentgelt im Jahr 2018 erstmals seit 2011 wieder gesunken. Es ist fast zwei Prozent niedriger als im Vorjahr", erläutert Homann. "Der Wettbewerb bleibt ein wesentliches Element, wie sich Haushalte gegen steigende Strompreise wappnen können. Wer den Stromanbieter wechselt, kann oft viel Geld sparen. Es ist insofern unverständlich, dass die Wechselquote bei den Stromkunden 2017 stagniert. Bei Gasverträgen ging sie sogar leicht zurück", sagt Homann. Er ergänzt: "Der Anteil der Haushalte in der Grundversorgung sinkt zwar kontinuierlich, liegt aber bei Stromkunden noch immer bei rund 28 Prozent."

Jahresbericht 2017 der deutschen Bundesnetzagentur >>

Text: ee-news.ch / Deutsche Bundesnetzagentur

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