09. Nov 2018

Die neuen WWF-Studien zeigen, wie die Transformation des Stromsystems möglich ist – weg von den schädlichen Fossilen, hin zu sauberen Erneuerbaren und ohne Beeinträchtigung des Naturschutzes. ©Bild: WWF Deutschland

Deutschland: Hat genug Platz für 100 % erneuerbare Stromversorgung – und das ohne Konflikte mit Naturschutz

(PM) Deutschland steht ausreichend Fläche zur Verfügung, um seinen Strom vollständig erneuerbar zu erzeugen und dabei den Naturschutz zu achten. Dafür ist eine vorausschauende Planung essentiell. Das ist das Ergebnis zweier umfassender Studien des WWF.


Darin wurde mithilfe des Öko-Instituts, Prognos und Bosch & Partner erstmals die Flächeninanspruchnahme durch den Ausbau der Erneuerbaren mit einer naturschutzfachlichen Raumbewertung in betroffenen Landkreisen abgeglichen.

Genug Platz für erneuerbares Energiesystem
Für den Ausbau der Erneuerbaren werden 2050 in Deutschland laut den neuen Berechnungen durchschnittlich bis zu 2.5 Prozent der Landesfläche benötigt – bis zu 2.0 Prozent, wenn verstärkt auf Solarenergie gesetzt wird. „Wir haben in Deutschland genug Platz für ein sauberes Energiesystem, es ist günstig und naturverträglich zu realisieren“, resümiert Michale Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, die Ergebnisse der Studien. Wichtig ist, den Ausbau der Erneuerbaren deutlich zu beschleunigen und mindestens 2.5 GW pro Jahr netto zuzubauen. Der Ausbau der Photovoltaik sollte gestärkt werden, damit die Energiewende auch in die Städte ziehen kann. Daneben darf die Windkraft nicht allein im Norden forciert werden – auch in Süddeutschland braucht es den Strom aus Wind vor Ort.

Energiewende in Einklang mit Mensch und Natur
Neben der der Flächenverfügbarkeit müssten auch planerische Aspekte eine stärkere Rolle, fährt Schäfer fort. Denn eine mit Weitsicht gestaltete Energiewende lasse Menschen an ihr teilhaben – politisch in der Planung, aber auch finanziell in der Umsetzung – und schaffe so Akzeptanz. Andere Länder wie Dänemark hätten solche finanziellen Teilhabemodelle bereits erfolgreich umgesetzt.

Hintergrund
Die umfassende WWF-Studie ‚Zukunft Stromsystem II – Regionalisierung der erneuerbaren Stromerzeugung‘ mit Berechnungen des Öko-Instituts und Prognos bildet den zweiten Teil des WWF-Blicks auf das Stromsystem nach 2035. Im ersten Teil haben wurde der Kohleausstiegspfad vorgezeichnet. Begleitend hat das Umweltplanungsbüro Bosch & Partner im Auftrag des WWF in sechs Landkreisen die Ergebnisse validiert und einer naturschutzfachlichen Raumbewertung bezüglich der Betroffenheit von drei windenergiesensiblen Vogelarten – Mäusebussard, Kiebitz und Rotmilan – unterzogen.

Windenergieausbau ohne hohe Konflikte mit Naturschutz möglich
Das Ergebnis: Obwohl damit nur ein kleiner Ausschnitt betrachtet wird, zeigt die Untersuchung, dass auch in Landkreisen, in denen mit einem überdurchschnittlich hohen Ausbau der Windenergienutzung gerechnet wird, entsprechende Flächen für diesen Ausbau vorgesehen werden können, ohne hohe Konflikte mit dem Naturschutz hervorzurufen. Es ist Aufgabe von Politik und Behörden, solche Analysen zu vertiefen, damit der Ausbau der Erneuerbaren beschleunigt und in einem für Mensch und Natur verträglichen Masse realisiert werden kann.

Zukunft Stromsystem II: Regionalisierung der erneuerbaren Stromerzeugung – vom Ziel her denken >>

Regionale Auswirkungen des Windenergieausbaus auf die Vogelwelt >>

Text: ee-news.ch, Quelle: WWF Deutschland

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