06. Aug 2018

Für den WWF ist klar: Das Verursacherprinzip muss in allen Sektoren flächendeckend gelten. Es gehört darum konsequent ins neue CO2-Gesetz, dass das Parlament noch dieses Jahr beraten wird.

WWF Schweiz: Wer fliegt, soll bezahlen

(WWF) Das zunehmend extreme Wetter verursacht hohe Kosten. Der WWF fordert, dass dafür die Verursacher bezahlen und nicht wie heute die Allgemeinheit. Ein erster und längst überfälliger Schritt ist eine Flugticket-Abgabe.


Die aktuelle Hitzeperiode gibt einen Vorgeschmack auf die Kosten des Klimawandels: Ernteausfälle, sinkende Arbeitsproduktivität, zerstörte Naturwerte und hohe Kosten für die Anpassung an Überschwemmungen, Hitze und andere Wetterextreme. In der Schweiz wird das teuer, in vielen armen und heute bereits heissen Ländern geht es um Leben und Tod. Heute bezahlen fast ausschliesslich die Direktbetroffenen oder die Allgemeinheit für diese Schäden.

Flugverkehr verletzt Verursacherprinzip
Besonders krass und stossend wird das in der Verfassung verankerte Verursacherprinzip im Flugverkehr verletzt: Flugpassagiere bezahlen nichts an die Klimakosten, obwohl der Flugverkehr in der Schweiz bereits gegen 20 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verursacht – Tendenz stark steigend. Während Bahn- und Autofahrer verschiedene Steuern bezahlen, wird die Freizeitaktivität Fliegen mit umfangreichen Steuerbefreiungen gar noch subventioniert.

Darum fordert der WWF: Die Schweiz muss endlich eine Flugticket-Abgabe einführen, wie sie Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und andere europäische Länder schon kennen. «Es ist wirtschaftlich unsinnig und moralisch stossend, wie das Verursacherprinzip im Flugverkehr heute mit Füssen getreten wird», sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz. «Mit einer Flugticket-Abgabe lassen sich wenigstens einige der in Geld messbaren Kosten des Klimawandels verursachergerecht finanzieren.»

Verursacherprinzip muss für alle gelten
Für den WWF ist aber auch klar: Das Verursacherprinzip muss in allen Sektoren flächendeckend gelten. Es gehört darum konsequent ins neue CO2-Gesetz, dass das Parlament noch dieses Jahr beraten wird. Nur so gelingt der Ausstieg aus den fossilen Energien bis 2040, zu dem sich die Schweiz mit dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet hat. Patrick Hofstetter: „Je schneller wir aus den fossilen Energien aussteigen, desto besser und günstiger.“

Text: WWF Schweiz

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