19. Jun 2018

Die beiden Umwelt-Arena-Ausstellungen «Farbige Solarfassaden» und «Speicherbatterien» zeigen aktuelle, ausgereifte und für den Markt einsatzbereite Technologien.
©Bild: T. Rütti

David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar: «Die lokale Produktion, Nutzung und Speicherung von Solarenergie werden die Energiegewinnung am Gebäude der Zukunft stark beeinflussen.» ©Bild: T. Rütti

Bildmitte: Dr. Christof Bucher, PV-Projektleiter bei Basler & Hofmann: «Eigenverbrauch von Solarstrom ist praktisch immer rentabel – im Gegensatz zur eher unrentablen Einspeisung.» ©Bild: T. Rütti

«Beim ersten energieautarken Mehrfamilienhaus in Brütten wurden erstmals massgeschneiderte Photovoltaik-Module für die Fassaden verwendet», so Walter Schmid, Initiant der Umwelt Arena Schweiz. ©Bild: T. Rütti

Umwelt-Arena-Geschäftsführer Christian Rudin: «In Spreitenbach werden alle Möglichkeiten und Farbvarianten von Solarfassaden, Montagesystemen sowie Speichervarianten präsentiert. ©Bild: T. Rütti

Die Ausstellungen «Farbige Solarfassaden» und «Speicherbatterien» konnten u.a. dank Unterstützung von privatwirtschaftlichen Partnern und EnergieSchweiz realisiert werden. ©Bild: T. Rütti

Farbige Photovoltaik: Hochstehende Gestaltungsmöglichkeiten - eine Symbiose von Architektur und Umwelttechnik

(©TR) Die beiden Umwelt-Arena-Ausstellungen «Farbige Solarfassaden» und «Speicherbatterien» zeigen aktuelle, ausgereifte und für den Markt einsatzbereite Technologien. Offensichtlich ist es heute problemlos möglich, auch ästhetisch anspruchsvolle Fassaden zu gestalten, die gleichzeitig und quasi als höchst willkommener Nebeneffekt auch noch Energie erzeugen.


«Die lokale Produktion, die lokale Nutzung und die lokale Speicherung von Solarenergie gewinnen stetig an Bedeutung und werden die Energiegewinnung am Gebäude der Zukunft stark beeinflussen», so David Stickelberger am 13. Juni 2018 gegenüber den Medien in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach. Wie der Geschäftsleiter von Swissolar in seinem Referat «Solare Potenziale, Leistungserträge und gesetzliche Rahmenbedingungen» weiter erklärt, liesse sich gut die Hälfte unseres Strombedarfs auf Dächern und Fassaden erzeugen. Von den total erforderlichen 60 Twh/a wären das immerhin 30.2 Twh/a. Davon würden laut Stickelberger 24.6 aufs Dach und 5.6 auf die Fassade entfallen. Je nach Solarmodul-Farbe und –Beschaffenheit müsse in der Praxis jedoch eine Ertragsreduktion von 10 bis 30 Prozent in Kauf genommen werden.

Nach ca. 25 Jahren amortisiert
Solarfassaden können einem Haus nicht nur zum Status eines ästhetisch ansprechenden Kraftwerks verhelfen, Solarfassaden können sich auch als Investition lohnen: Im Vergleich zu konventionellen Fassaden erfordern sie kaum Unterhalt, so dass sie nach ca. 25 Jahren amortisiert sind bzw. gleich teuer zu stehen kommen wie eine konventionelle, in der Anschaffung zwar günstigere Verputz-Fassade. Nach Ablauf dieses ersten Vierteljahrhunderts liefert die Solarfassade aber weiterhin Strom für den Eigenbedarf bzw. zur Einspeisung ins Netz, was dem Investor und Hausbesitzer zugutekommt. David Stickelberger empfahl, zum Thema Eigenverbrauch den entsprechenden Link von Swissolar zu konsultieren.

Je höher der Eigenverbrauchsanteil, desto besser

«Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist praktisch immer rentabel», so Christof Bucher von Basler & Hofmann. Wie der Projektleiter PV-Anlagen weiter ausführte, «sind heutige Speicherbatterien sehr flexibel einsetzbar und ihr Potenzial gross». Dr. Buchers Fazit: «Eigenverbrauch von Solarstrom ist praktisch immer rentabel – im Gegensatz zur eher unrentablen Einspeisung. Wer Solarstrom direkt brauchen oder günstig speichern kann, sollte allein schon aus finanziellen Überlegungen eine PV-Anlage installieren.» Zur Gretchenfrage, ob wir überhaupt Batteriespeicher brauchen, sagte Christof Bucher: «Die oftmals spontan geäusserte technisch-ökonomische Antwort lautet zwar vielfach Nein. Doch eine reflektierte und vor allem weitsichtige Antwort lautet klar Ja.» Die Begründung: Speicher ermöglichen die Integration von grossen Mengen Solarstrom. Batteriespeicher sind dabei am flexibelsten und haben sehr grosses Ausbaupotenzial. Die Schweiz ist daher gut beraten, jetzt Erfahrungen zum Thema «Klimaneutrale Batteriespeicher» sammeln.

Speicherbatterien
gewinnen an Bedeutung
Die beiden Umwelt-Arena-Ausstellungen «Farbige Solarfassaden» und «Speicherbatterien» zeigen aktuelle, ausgereifte und für den Markt einsatzbereite Technologien. Offensichtlich ist es heute problemlos möglich, auch ästhetisch anspruchsvolle Fassaden zu gestalten, die gleichzeitig und quasi als höchst willkommener Nebeneffekt auch noch Energie erzeugen. Dabei sollte sich für jedes Bedürfnis und für jede Siedlungssituation die passende Fassade finden lassen. Eine Schlussfolgerung der Medienkonferenz: Da die Energiegewinnung vermehrt mit erneuerbaren Energien in dezentralen Anlagen erfolgt, gewinnen Lösungen mit Speicherbatterien an Bedeutung – insbesondere im Bereich der Sonnenenergienutzung.

V
erschiedenen Möglichkeiten und Farbvarianten
Umwelt-Arena-Geschäftsführer Christian Rudin rief zum Ausstellungsbesuch auf: «In unserer neuen Ausstellung werden erstmals die verschiedenen Möglichkeiten und Farbvarianten von Solarfassaden, Montagesystemen sowie Speichervarianten unter einem Dach präsentiert. René Schmid von der René Schmid Architekten AG ergänzte: «Das neue, vielfältige Angebot von Photovoltaik-Fassadenplatten erlaubt eine hochstehende Gestaltung. Eine Symbiose von Architektur und Umwelttechnik ist das Resultat. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen.»

©Text: Toni Rütti, Redaktor ee-news.ch

1 Kommentare
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TR / Toni Ruetti @ 19. Jun 2018 10:22

Mit Interesse habe ich die entsprechende Ausstellung besucht, möchte mich beim Uwelt-Arena-Team bedanken und insbesondere Herr Rütti für den sehr gut gelungenen Artikel mit Fotos bedanken.
Arnold Locher
solar-gruppe-mittelland.ch

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