04. Jun 2018

Beim Bau des Fessenheim-Ersatzes in Flamanville traten wiederholt Probleme auf. Ursprünglich sollte der neue Reaktor schon 2012 ans Netz gehen. Derzeit liefen noch Beratungen mit den Kontrollbehörden, erklärte EDF.

Frankreich: Schliessung von AKW Fessenheim offenbar erneut verschoben

(©sda afp) Die Schliessung des ältesten französischen Atomkraftwerks in Fessenheim nahe der Schweizer Grenze verzögert sich offenbar erneut. Der staatliche Energiekonzern EDF richtet sich nach eigenen Angaben vom 31.5.18 auf einen Weiterbetrieb der beiden Reaktoren bis zum Sommer 2019 ein.


Grund seien weitere Verzögerungen bei der Fertigstellung des Atomreaktors im nordfranzösischen Flamanville, von dem die Schliessung der Anlage in Fessenheim abhängt. Bislang war die Abschaltung des Atomkraftwerks Fessenheim für Ende dieses Jahres vorgesehen. Fessenheim ist 35 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt.

Die französische Regierung nahm am 31.5.18 die Planungen von EDF "zur Kenntnis", wie der Staatssekretär für Energiewende, Sébastien Lecornu, erklärte. Allerdings fügte er hinzu: "Die Schliessung von Fessenheim ist beschlossen, unumkehrbar und es liegt nun an EDF, den Zeitplan zu präzisieren und in voller Transparenz zu kommunizieren."

Beschränkte Zeit
Erst im April war der Reaktor 2 in Fessenheim nach zwei Jahren wieder hochgefahren worden. Fessenheim 2 sollte aber nur für eine begrenze Zeit wieder ans Netz gehen. Die Druckwasserreaktoren des 1977 am Oberrhein in Betrieb genommenen Atomkraftwerks gelten als überaltert und pannenanfällig. Im Juni 2016 war Fessenheim 2 wegen eines Problems bei einem Dampfgenerator zwischenzeitlich stillgelegt worden.

Flamaville sollte 2012 ans Netz gehen…
Beim Bau des Fessenheim-Ersatzes in Flamanville traten wiederholt Probleme auf. Ursprünglich sollte der neue Reaktor schon 2012 ans Netz gehen. Derzeit liefen noch Beratungen mit den Kontrollbehörden, erklärte EDF. Es werde mit weiteren Verzögerungen von "mehreren Monaten" gerechnet.

©Text: SDA

1 Kommentare
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Luke @ 04. Jun 2018 12:10

Der Artikel enthält einen Fehler. Die Schliessung von Fessenheim hängt nicht von der Inbetriebnahme von Flamanville ab.
Das wäre ja sicherheitstechnischer Unsinn.

Rechtlich ist es in Frankreich so, dass das neue Kraftwerk in Flamanville nur ans Netz darf wenn ein anderes Kraftwerk (Fessenheim) stillgelegt wird. EdF möchte natürlich Fessenheim so lange wie möglich betreiben. Daher wird das oft andersherum kommuniziert.

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