12. Apr 2018

Auf einer Fläche von rund 265 Hektar werden damit künftig knapp 300 Mio. kWh Solarstrom jährlich erzeugt. Bild: BayWa r.e. renewable energy GmbH

BayWa und Statkraft: Startschuss für spanischen 170 MW-Solarpark ohne staatliche Förderung

(ee-news.ch) BayWa - das deutsche Pendant zur Schweizer Fenaco-Gruppe - und der norwegische Energiekonzern Statkraft haben einen langjährigen Stromabnahmevertrags unterschrieben, der den Bau eines 170 MW-Solarparks südlich von Sevilla möglich macht. Solarkraftwerke ohne staatliche Förderung sind im Süden der EU ein eigentlicher Trend.


Das Solarprojekte eines der ersten in Spanien, das vollständig ohne staatliche Förderung auskommt. Axpo Iberia, die Tochtergesellschaft der Schweizer Axpo, hat in Portugal den Bau einer 25-MW-Solarkraftwerks angekündigt, das ebenfalls ohne Förderung auskommt (siehe ee-news.ch vom 1.2.18 >>). Möglich wird das Projekt der BayWa durch den mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Spanien bisher einmaligen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA). Zugleich markiert es den Eintritt von Statkraft als führenden europäischen Anbieter von PPAs in den spanischen Markt.

Voraussichtlich Ende des Jahr
BayWa r.e. hat bereits mit den Vorarbeiten zur Realisierung des Projekts begonnen und wird die Anlage voraussichtlich Ende des Jahres in Betrieb nehmen. Auf einer Fläche von rund 265 Hektar werden damit künftig knapp 300 Mio. kWh Solarstrom jährlich erzeugt – das entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 93‘000 durchschnittlichen, spanischen Haushalten.

Stetigen Optimierung der Systemkosten
„Die Realisierung eines der ersten förderunabhängigen Solarprojekte dieser Grössenordnung in Europa ist ein wegweisender Meilenstein – sowohl für uns als internationalem Erneuerbare-Energien-Unternehmen als auch für die Zukunft des europäischen PV-Markts “, erklärt Benedikt Ortmann, Geschäftsführer der BayWa r.e. Solar Projects GmbH. „Dass wir solch ein Projekt komplett ohne staatliche Förderung umsetzen können, ist insbesondere der stetigen Optimierung der Systemkosten zu verdanken.“ Matthias Taft, Energievorstand der BayWa AG ergänzt: „Wir treten damit in eine neue Phase der Energieerzeugung ein: Erstmals sind Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Lage, sauberen Strom zu gleichen oder gar niedrigeren Preisen wie konventionelle Kraftwerke zu erzeugen. Unser Projekt zeigt zugleich das grosse Potenzial von neuen Finanzierungsmodellen in einem sich wandelnden Marktumfeld.“ „Mit Stromabnahmeverträgen sichern wir – wie bei Don Rodrigo – die langfristige Finanzierung von neuen Anlagen und ermöglichen damit den weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien in Europa“, sagt Hallvard Granheim, Vorstandsmitglied für den Bereich Market Operations & IT von Statkraft.

Text: ee-news.ch / Statkraft

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