20. Okt 2017

Das neue Schulhaus in Malters deckt seinen Eigenverbrauch zu 108% mit Solarenergie. Bild: Solaragentur

Dieses Einfamilienhaus in Tamins/GR besticht durch eine perfekt integrierte, gegen Süden gerrichtete PV-Anlage. Bild: Solaragentur

Das Dreifamilienhaus der Familie Kyburz-Graber in Zell/ZH wurde nach der Typologie eines Flarzhauses entworfen und fügt sich mit auch mit seiner Solarstromanlage sehr gut in die denkmalgeschützte Dorfkernzone ein. Bild: Solaragentur

Die Galliker Transport AG erstellte 2016 die 606 kW starke PV-Anlage in Altishofen/LU. Sie besticht durch ihre Multifunktionalität: Neben der Stromproduktion auf dem Dach schützt sie die Geschäftslokalitäten vor Regen, Schnee, Sonne, Hagel und Sturm.

Die weltweit grösste stadionintegrierte Solaranlage überspannt das Dach des Fussballstadions, der Eissport- und Curlinghalle inkl. Mantelnutzung der Tissot Arena in Biel. Die 2.1 MW starke PV-Anlage erzeugt gut 2.1 GWh/a Strom. Bild: Solaragentur

Mit dem Solarstromüberschuss von 56’000 kWh/a kann die Haustechnik Eugster AG jährlich 40 Elektromobile CO2-frei betreiben.

Längerfristig möchte die Stadt Lausanne einen Drittel der Gebäude in Solarkraftwerke verwandeln und damit ungefähr 30 GWh pro Jahr produzieren. Bild: SIL

Seit Ende Februar 2017 ist die vorbildlich integrierte PV-Anlage der Fussballarena im Schaffhauser Herblingertal in Betrieb.

Das Bürogebäude in Steffisburg/BE wurde konsequent auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien saniert.

Dank einer neuen Fassade, bestückt mit Photovoltaikmodulen aus monokristalinen Zellen mit matter Oberfläche, wird das 1982 erstellte Mehrfamilienhaus «Hofwiesenstrasse/Rothstrasse» in Zürich zum Plus-Energie-Gebäude. Bild: Viridén + Partner AG, Nina Mann

Neben der Photovoltaik auf dem Dach ist es vor allem die neue Fassade, die von sich reden macht. Sie produziert aber nicht Strom, sondern Wärme für Warmwasser und Heizung und ist kostenmässig durchaus im Rahmen einer Fassadensanierung.

Die zurzeit mit 404 kWp schweizweit leistungsstärkste Photovoltaik-Fassadenanlage des Parkhauses der F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst/AG forderte die Fachplaner und PV-Installateure besonders heraus.

Die Betreiber des Berggasthauses Gamplüt in Wildhaus/SG setzen verschiedene Technologien zur Energieerzeugung ein.

Beat Gerber amtete 32 Jahre lang als umsichtiger Zentralsekretär der Schweizerischen Vereinigung für Solarenergie (SSES) in Bern.

Anne Kreutzmann ist seit 20 Jahren Chefredaktorin des im deutschsprachigen Europa wohl bekanntesten Solarmagazins Photon. Bild: Photon

Ruedi Lehmann setzt sich seit vielen Jahren auf persönlicher, beruflicher und politischer Ebene im Solothurner Kantonsrat für die Nutzung der Solarenergie ein.

Mit ihrer Firma «Leutenegger Energie Control» bauen Eva und Stephan Leutenegger Solaranlagen und entwickeln Leistungselektronik. Bild: Solaragentur

27. Schweizer Solarpreisverleihung: Fünf Welt-Solar-Rekorde

(PM) Heute werden in der Palexpo Genf die Schweizer Solarpreise und die Norman Foster Solar Awards vergeben: 17 Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen, Solaranlagen und der HEV-Schweiz-Sondersolarpreis sowie der Norman Foster Solar Award. Eine Übersicht der Preisträger.

Die e. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, der Genfer Stadtpräsident Rémy Pagani und Regierungsrat Luc Barthassat sowie weitere prominente Persönlichkeiten aus der Schweizer und der europäischen Politik und Wirtschaft gratulieren den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern.

Gewinner Kategorie Institutionen

SI-REN SA – Les énergies renouvelables de Lausanne
Die SI-REN SA, die zu 100% der Stadt Lausanne gehört, hat sich zum Ziel gesetzt, jährlich 100 GWh erneuerbare Energien zu erzeugen. Dies möchte sie mit Hilfe von Photovoltaik-, Wind-, Biomassen- und Geothermieanlagen erreichen. Bis im Jahr 2016 wurden 36 Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Schulen, Sporthallen, Gewerbe- und Bürogebäuden installiert. Eine Anlage produziert durchschnittlich 230'000 kWh/a, insgesamt sind es ungefähr 8 GWh/a. Weitere 37 PV-Projekte sind zurzeit in Planung. Längerfristig möchte die Stadt Lausanne einen Drittel der Gebäude in Solarkraftwerke verwandeln und damit ungefähr 30 GWh pro Jahr produzieren.

SIG - «Sablière» in Satigny

Die «Sablière» in Satigny/GE ist ein ambitiöses und zukunftsgerichtetes Projekt: Eine Mieter-Eigenverbrauchsgemeinschaft nutzt den Strom des Daches Ihres Gewerbebaus. Die PV-Anlage produziert 370'000 kWh pro Jahr. Dank eines Optimierungssystems liegt der Eigenverbrauch bei 45%. Die Software SMART ermöglicht über eine Plattform die Steuerung des Eigenverbrauchs sowie die genaue Abrechnung des Energieverbrauchs jedes Mieters. Dieses Projekt ist nur dank des Engagements und der Zusammenarbeit der SIG, des Eigentümers sowie den Mietern möglich. Für diese innovative Energiestrategie zur Gebäudestromnutzung verdienen sie den Schweizer Solarpreis 2017.

Solare Eissport- und Fussballarena Tissot, Biel
Die weltweit grösste stadionintegrierte Solaranlage überspannt das Dach des Fussballstadions, der Eissport- und Curlinghalle inkl. Mantelnutzung der Tissot Arena in Biel. Die 2.1 MW starke PV-Anlage erzeugt gut 2.1 GWh/a Strom. Damit deckt sie 58% des Gesamtenergiebedarfs von 3.6 GWh/a. Das stadtplanerische Engagement, die solare Gebäudeenergie dort zu generieren, wo sie am meisten benötigt wird, ist vorbildlich und wegweisend für alle Schweizer Städte und Gemeinden. Ebenso clever ist die Wärme- und Kälteerzeugung über eine kombinierte Kälteerzeugungs-, Abwärmenutzungs- und Wärmepumpenanlage. Die Abwärme aus dem Kälteerzeugungsprozess deckt 79% des Wärmebedarfs. Dafür verdient die Stadt Biel-Bienne den Schweizer Solarpreis 2017.

Sahay Solar Verein Schweiz
Seit seiner Gründung im Jahr 2010 fördert der Sahay Solar Verein Schweiz die Photovoltaiktechnik in Äthiopien. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Ausbildung von Lehrpersonen und Studierenden und sorgt für die Installation von Solaranlagen für Schulen und Krankenstationen. Dabei arbeitet er mit der Technischen Universität von Arba Minch (AMU) in Äthiopien, der Tessiner Fachhochschule (SUPSI) und der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen. Bisher konnten u.a. 15 Krankenstationen für ein Einzugsgebiet von 350’000 Einwohner/innen mit Solarstorm ausgestattet und das englischsprachige Lehrmittel «Advanced Solar-Training» erarbeitet werden.

Gewinner Norman Foster Solar Award

144%-PEB-EFH Schneller/Bader
Dieses Einfamilienhaus (EFH) in Tamins/GR besticht durch eine perfekt integrierte, gegen Süden gerrichtete PV-Anlage. Die geschuppten Dachflächen mit monokristallinen Solarzellen sind farblich homogen gestaltet und vorbildlich first-, seiten- und traufbündig integriert. Dadurch fügt sich das PlusEnergie-EFH ideal in das bestehende Ortsbild von Tamins ein. Die 17 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 22’800 kWh/a und deckt den Gesamtenergiebedarf des PlusEnergie-EFH zu 144%. Das Gebäude weist einen Solarstromüberschuss von 6’920 kWh/a auf. Damit können fünf Elektroautos jährlich 12’000 km CO2-frei fahren.

Gewinner Kategorie PlusEnergieBau

108%-PEB-Schulanlage Bündtmättli
Das neue Schulhaus in Malters wurde im Oktober 2016 in Betrieb genommen. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes liegt bei 122’400 kWh/a. Für Warmwasser und Beheizung sorgt eine solarbetriebene Wärmepumpe. Auf dem Dach der Schulanlage wurde eine sorgfältig gestaltete PV-Anlage installiert. Die Details von Lukarnen, Abschlüssen und der Grat des flachgeneigten Daches sprechen für sich. Die dachintegrierte 135 kW starke PV-Anlage erzeugt rund 132’700 kWh/a. Daraus resultiert eine Eigenenergieversorgung von 108%. Gerade Schulhausbauten haben eine vielschichtige Vorbildfunktion. Sie veranschaulichen den Kindern, wie eine saubere und nachhaltige Energiezukunft aussehen wird.

172%-PEB-Dreifamilienhaus Kyburz, Zell
Das Dreifamilienhaus der Familie Kyburz-Graber in Zell/ZH wurde nach der Typologie eines Flarzhauses entworfen und fügt sich sehr gut in die denkmalgeschützte Dorfkernzone ein. Dank seiner energieeffizienten Bauweise nach Minergie-P-Standard und einer Erdsonden-Wärmepumpe konsumiert der Ersatzneubau nur rund 15’300 kWh/a. Die 25 kW starke PV-Anlage auf der Südseite des Daches ist vorbildlich integriert und erzeugt 26’300 kWh/a. Damit produziert der PlusEnergieBau 72% mehr Energie, als er im Jahresdurchschnitt gesamthaft benötigt. Mit dem Solarstromüberschuss könnten die Bewohner mit acht Elektroautos jeweils rund 12’000 km CO2-frei fahren.

166%-PEB Galliker Transport
Die Galliker Transport AG erstellte 2016 die 606 kW starke PV-Anlage in Altishofen/LU. Sie besticht durch ihre Multifunktionalität: Neben der Stromproduktion auf dem Dach schützt sie die Geschäftslokalitäten vor Regen, Schnee, Sonne, Hagel und Sturm. Die Spezialkonstruktion ist vollständig wasserdicht und optimal in die Gebäudehülle integriert. Der fliessende Übergang der Dach- und Fassadenmodule zeigt, wie elegant und ästhetisch ansprechend die PlusEnergieBau-Solararchitektur sein kann. Für Frischluft in den Büros und der Ausstellungsfläche sorgen die solarbetriebenen Lüftungsanlagen mit bis zu 2’000 m3 pro Stunde. Mit den jährlich erzeugten 520’800 kWh/a deckt das Gebäude 166% des Gesamtenergiebedarfs. Der Solarstromüberschuss von 206’700 kWh/a ermöglicht 148 Elektroautos, jährlich 12’000 km CO2-frei zu fahren.

156%-PEB Caotec – Haustechnik
Der in den 70er Jahren in Brusio/GR erstellte Gewerbebau ist seit März 2016 energetisch und architektonisch vollständig renoviert und in einen PlusEnergieBau verwandelt worden. Der Gesamtenergiebedarf konnte von 112’600 kWh/a um 80% auf 22’300 kWh/a gesenkt werden. Die 315 m2 grosse 40 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich rund 23’200 kWh und wird seit Mai 2017 mit einem Windrad und 21 kW Stromspeicher ergänzt. Der Bürobereich ist nicht mehr an das Stromnetz angehängt und damit energieautark. Die 67 m2 Hybridkollektoren liefern 11’700 kWh/a thermische Energie. Insgesamt produzieren die Solaranlagen 34’900 kWh/a, was einer Eigenenergieversorgung von 156% entspricht.

Gewinner HEV-Sondersolarpreis

125%-PEB-Sanierung EFH Luder
Dank umfassender Wärmedämmung und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach entstand aus dem EFH Luder in Uetendorf/BE ein PlusEnergieBau. Dies geschah dank der Überzeugungskraft des Planungsteams. Die ideal Ost-West ausgerichtete Photovoltaikanlage von 15 kWp generiert einen jährlichen Ertrag von 19’000 kWh. Dieser vermag den Gesamtenergiebedarf zu 125% zu decken. Die Sanierung des EFH Luder zeigt exemplarisch auf, wie es möglich ist, mit beschränkten Mitteln ein Einfamilienhaus nachhaltig und unter Berücksichtigung der noch funktionierenden Bauteile zu erneuern. Es erhält deshalb den HEV-Sondersolarpreis 2017.

Gewinner Kategorie Neubauten

156%-PEB Haustechnik Eugster
Im Dezember 2016 bezog die Haustechnik Eugster AG ihren Neubau in Steineloh in Arbon/TG. Auf den beiden Vordächern ist eine 66 kW starke transluzide PV-Anlage und an der Südfassade eine 10 kW starke PV-Anlage installiert. Dazu kommt eine 81 kW starke PV-Anlage, welche etwa die Hälfte des Flachdaches bedeckt. Insgesamt produzieren die 156 kW starken Anlagen jährlich 155’000 kWh. Eine 4.5 m2 grosse thermische Anlage erzeugt zusätzlich 1’500 kWh/a. Bei einem Gesamtenergiebedarf von 100’500 kWh/a resultiert daraus eine Eigenenergieversorgung von 156%. Mit dem Solarstromüberschuss von 56’000 kWh/a kann die Haustechnik Eugster AG jährlich 40 Elektromobile CO2-frei betreiben.

150%-PlusEnergie-Fussballstadion, Schaffhausen
Seit Ende Februar 2017 ist die vorbildlich integrierte PV-Anlage der Fussballarena im Schaffhauser Herblingertal in Betrieb. Die in den LIPO Park Schaffhausen integrierte 1.4 MW starke Photovoltaikanlage ist in der Schweiz und europaweit die grösste PlusEnergieBau-Anlage eines Fussballstadions. Sie erzeugt jährlich 1’290’000 kWh und deckt 150% des Gesamtenergiebedarfs von 860’500 kWh/a des Stadions inklusive Einkaufs- und Gewerbezentrum mit einer Energiebezugsfläche von 13’157 m2. Die multifunktionale PV-Anlage besticht im Innern durch eine elegante transluzide PV-Fläche. So sorgt sie für Tageslicht und Schutz der Fussballfreunde vor der Witterung. Mit dem Solarstromüberschuss von 429’500 kWh/a können über 300 Elektrofahrzeuge je 12’000 km CO2-frei fahren.

Gewinner Kategorie Sanierungen

233%-PEB-Büro Christen, Steffisburg
Das Bürogebäude in Steffisburg/BE wurde konsequent auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien saniert. Eine gute Dämmung mit einer Heizung-Lüftung-Kombination und solarem Direktgewinn reduziert den Gesamtenergiebedarf um 80% von 32’200 kWh/a auf 6’490 kWh/a. Die 19 kW starke PV-Anlage ist nach Ost-West ausgerichtet und weist eine Eigenenergieversorgung von 15’200 kWh/a oder 233% auf. Mit dem Überschuss von 8’660 kWh/a könnten sechs Elektroautos jährlich rund 12’000 km CO2-frei fahren.

98%-MFH-Sanierung, Zürich
Das Projektteam EcoRenova AG und die Architekten Viridén + Partner AG initiierten eine aktive Glasfassade, die sich gut in den städtischen Kontext einfügt (siehe ee-news.ch vom 22.4.16 >>). Die aktive Glasfassade weist eine Leistung von 190 kWp auf und erzeugt 86’000 kWh/a. Trotz einer Vergrösserung der Energiebezugsfläche um 758 m2 oder 36% gelang es, den Energiebedarf durch die Sanierung um 72% von 343’400 kWh/a auf 96’900 kWh/a zu senken. Mit der Produktion von 95’000 kWh/a Strom und Wärme erreicht das MFH für 28 Familien eine Eigenenergieversorgung von 98% und ist auf eine Energiezufuhr von 1’940 kWh/a angewiesen.

Solare MFH-Sanierung Dubois, Zürich
Das Appartmenthaus Dubois in Zürich wurde 1970 erstellt und konsumierte vor der Sanierung 351’000 kWh/a (siehe ee-news.ch vom 17.7.17 >>). Trotz der Vergrösserung der Energiebezugsfläche um gut 20% oder 384 m2 konnte der Gesamtenergiebedarf durch die Sanierung um 74% auf 91’000 kWh/a reduziert werden. Die 36 kW starke PV-Anlage auf dem Dach erzeugt jährlich 42’000 kWh. Die vorzüglich fassadenintegrierten thermischen Sonnenkollektoren erzeugen zusätzlich rund 24’200 kWh/a. Insgesamt weist das Gebäude damit eine Eigenenergieversorgung von 66’200 kWh/a oder 73% auf. Besonders ansprechend ist die perfekt in die Fassade integrierte thermische Solaranlage, welche sich durch eine hell changierende Farbe auszeichnet.

Gewinner Kategorie Energieanlagen

Solares Parkhaus, F. Hoffmann-La Roche
Die zurzeit mit 404 kWp schweizweit leistungsstärkste Photovoltaik-Fassadenanlage des Parkhauses der F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst/AG forderte die Fachplaner und PV-Installateure besonders heraus (siehe ee-news.ch vom 19.7.17 >>). An der Einfahrt nach Basel gelegen, überzeugt die Anlage ästhetisch mit einer sorgfältig integrierten Fassade. Sie ist ein Beispiel perfekter vorbildlicher Schweizer Solararchitektur. Die PV-Dachanlage erzeugt 205’100 kWh/a und die PV-Fassadenanlage 334’000 kWh/a. Zusammen produzieren beide PV-Anlagen 539’100 kWh/a. Bei einem Gesamtenergiebedarf von knapp 10’000 kWh/a generiert dieses überzeugende PV-Parkhaus einen Solarstromüberschuss von 529’100 kWh/a. Damit könnten etwa 378 Elektrofahrzeuge jährlich 12’000 km CO2-frei fahren.

Solarer Anbau, SBB Cargo, Muttenz
Der Vorplatz des bestehenden Servicegebäudes der SBB Cargo in Muttenz/BL wurde 2016 mit einem Dach und einer Fassade aus massgeschneiderten und optimal integrierten PV-Modulen ergänzt. Die transluziden Module lassen Tageslicht eindringen und tauchen die Kalthalle in ein angenehmes Licht. Die 76 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich rund 86’900 kWh. Damit deckt sie 17% des Gesamtenergiebedarfs des Gebäudes von rund 511’400 kWh/a. An der Bahnstrecke von Basel nach Zürich sticht die gegen die Geleise gerichtete PV-Anlage allen Passagieren als leuchtendes Beispiel sorgfältiger Solararchitektur ins Auge.

Solares Berggasthaus Gamplüt
Die Betreiber des Berggasthauses Gamplüt in Wildhaus/SG setzen verschiedene Technologien zur Energieerzeugung ein. Auf den Dächern, den Balkonen sowie an der Westfassade erzeugen Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 42 kWp jährlich rund 41’400 kWh, welche in das Netz eingespeist werden. Ergänzt wird die solare Energieversorgung durch eine 80 kW starke Windanlage. Diese liefert jährlich etwa 40’000 kWh/a Strom – auch abends und wenn die Sonne nicht scheint. Eine 27 m2 grosse solarthermische Anlage in Kombination mit einem 7000 Liter Speicher deckt einen Grossteil des Wärmebedarfs für Warmwasser und Heizung. Eine Wärmepumpe und eine Stückholzheizung (Cheminée-Ofen) decken den Restenergiebedarf an Wärme, so dass keine fossilen Energien benötigt werden.

Gewinner Kategorie Persönlichkeiten

Beat Gerber, ehemaliger Zentralsekretär SSES
Beat Gerber gehört zu den wichtigsten finanz-strategischen Persönlichkeiten für die Solarenergie in der Schweiz. 32 Jahre lang amtete er als umsichtiger Zentralsekretär der Schweizerischen Vereinigung für Solarenergie (SSES) in Bern. Er suchte nie den grossen Auftritt; umso effizienter wirkte er im Hintergrund, sei es bei der Tour de Sol und der Alpinen Solarmobil-Europa-Meisterschaft 1985 bis 1995 oder bei der Überwachung der SSES-Finanzen und für die Schweizer Solarpreise während 26 Jahren. Beat Gerbers Sorgfalt und Umsicht in Finanzfragen bei der SSES, den SSES-Regionalgruppen und der Solar Agentur Schweiz ermöglichte die Realisierung unzähliger Solarprojekte in der Schweiz.

Anne Kreutzmann, Chefredaktorin Photon
Anne Kreutzmann ist seit 20 Jahren Chefredaktorin des im deutschsprachigen Europa wohl bekanntesten Solarmagazins Photon. Vor über 20 Jahren baute sie dieses auf. Monatlich werden die solarinteressierten Leserinnen und Leser jeweils mit 60 bis 120 Seiten über die weltweite Forschung, Rechtsetzung, den Vollzug, die lokale Umsetzung und Nutzung der Solarenergie vorbildlich informiert. Anne Kreutzmann erlebte «Höhenflüge» mit über 11 GW installierter PV-Leistung 2011 in Deutschland, warnte früh vor zu hohen Einspeisungstarifen und überstand Rückschläge mit radikalen Kürzungen der EEG-Solarförderung in Deutschland ab 2012. Letztes Jahr feierte ihre Redaktion das 20-jährige Photon-Jubiläum.

Ruedi Lehmann, Solarpionier
Ruedi Lehmann setzt sich seit vielen Jahren auf persönlicher, beruflicher und politischer Ebene im Solothurner Kantonsrat für die Nutzung der Solarenergie ein. Mit neuartigen Projekten, wie dem Bau der ersten netzgekoppelten PV-Anlage auf Lawinenüberbauungen 2012, zeigt er, dass die Solarnutzung auch in Berggebieten im Winter möglich ist. Als Lehrer an der Metallbautechnikerschule in Basel und Initiant der Plattform solar-metallbau.ch sowie Projekten mit Umweltschutzorganisationen gibt er sein Wissen und seine Begeisterung für die Solarenergie weiter. So motiviert Ruedi Lehmann andere, sich ebenfalls für diese umweltverträgliche Energieerzeugung einzusetzen.

Eva und Stephan Leutenegger
Mit ihrer Firma «Leutenegger Energie Control» bauen Eva und Stephan Leutenegger Solaranlagen und entwickeln Leistungselektronik, wie z.B. den Kleinwechselrichter EinStein, den LEC-Flasher zur Qualitätsprüfung bei PV-Herstellern sowie andere innovative Lösungen zur Installation von PV-Anlagen. Stephan Leutenegger widmet sich auch Solarbooten: Er lieferte die Solartechnik für die Sun21, das erste Solarboot, welches 2007 erstmals ausschliesslich solarbetrieben mit Martin Vosselers Team den Atlantik überquerte. Eva Leutenegger sorgte auch als Präsidentin der Genossenschaft «Solarenergie Zürisee» während 20 Jahren für immer mehr Solaranlagen in ihrer Region.

Solarpreisbroschüre 2017 mit allen Gewinnern >>

Text: Solaragentur

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