21. Mai 2015

Die Eidg. Technische Hochschule Lausanne (ETHL) und Romande Energie bekräftigten ihre Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung eines sehr ehrgeizigen Photovoltaik-Vorhabens. Hier die Zentrale. ©Foto: T. Rütti

Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (ETHL) und der Energieversorger Romande Energie haben auf dem Campus der ETHL eine 15'500 m2grosse Solarstromanlage realisiert – schweizweit die grösste. ©Foto: T. Rütti

Laut SP-Nationalrat Roger Nordmann ging es beim erfolgreich realisierten Gemeinschaftsprojekt um sehr viel mehr als bloss die Her- und Bereitstellung von Energie: Auch um die Energieziele 2050. ©Foto: T. Rütti

Dass sich die ETHL/EPFL und Romande Energie für die Entwicklung von erneuerbaren Energien stark machen, sagte die Waadtländer Regierungsrätin und Umweltverantwortliche Jacqueline de Quattro. T. Rütti

Fakten und Hintergrundinformationen zum schweizweit grössten Photovoltaik-Anlage lieferten André Schneider, Vizepräsident der ETHL/EPFL, und Pierre-Alain Urech, Generaldirektor Romande Energie. ©Foto: T. Rütti

Romande Energie/EPFL: 2.1 MW Photovoltaik mit Forschungslabor

(©TR) Der Westschweizer Energieversorger Romande Energie und die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne haben am 19. Mai 2015 den Solarpark eingeweiht, den sie gemeinsam auf dem EPFL-Campus errichtet haben. Installierte Leistung: 2.1 Megawatt. Investitionsvolumen: 15 Mio. Franken. Ein Teil der Photovoltaik dient Forschungs- und Entwicklungszwecken und ist den entsprechenden Labors der EPFL vorbehalten


Wie Pierre-Alain Urech anlässlich der Einweihungsfeier der schweizweit grössten Photovoltaikanlage erklärte, soll der neue Solarpark des Energieversorgers Romande Energie und der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne EPFL «in den nächsten 25 Jahre etwa 60 Millionen kWh Solarstrom liefern, oder wahrscheinlich noch wesentlich mehr, denn die Anlage dürfte länger als ein Vierteljahrhundert in Betrieb bleiben», so der Generaldirektor in seinem Referat im Lausanner SwissTech Convention Center. Es versteht sich, dass weitere neue Erkenntnisse der Photovoltaik beziehungsweise Weiterentwicklungen aus den EPFL-Laboratorien auch auf den Dächern und an den Fassaden der Lausanner ETH umgesetzt werden sollen. Die EPFL darf den kleineren Teil des erzeugten Stroms selber verbrauchen, der grössere Teil des Naturstroms bietet Romande Energie seinen Kunden an.

Rollende Planung und Projektierung

In Betrieb genommen wurde die Anlage in drei Etappen zwischen 2010 und 2014. Die in dieser Zeit erzielten technologischen Fortschritte wurden selbstverständlich im Sinne einer rollenden Planung und Projektierung ins ehrgeizige Vorhaben einbezogen. Die Anlage bedeckt eine Fläche von nicht weniger als 15'500 m2 beziehungsweise 25 Überdachungen und Fassaden. Erforderlich war ein Investitionsvolumen von 15 Mio. Franken. Mit einem ganzen Strauss an weiteren Fakten und Hintergrundinformationen wurden die Gäste der Einweihungsfeier auch von André Schneider bedient. Laut dem Vizepräsidenten der EPFL «zeigt die Anlage lehrbuchmässig, wie hoch das Potenzial der Photovoltaik heute ist und welche technologischen Fortschritte sich bisher erzielen liessen».

Mehr als die Bereitstellung von Strom
Romande Energie stellte der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL Lausanne) seine Erfahrung und Kompetenzen im Bereich der Konzeption, des Betriebs und der Vermarktung von Energieanlagen zur Verfügung. Im Gegenzug bekam das Energieunternehmen die Möglichkeit geboten, sich an den ambitiösen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen im Bereich der Erzeugung von erneuerbaren Energien zu beteiligen – aktiv zu beteiligen. Dass sich die EPFL und Romande Energie für die Entwicklung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz stark machen, ging auch aus den Äusserungen der Waadtländer Regierungsrätin und Umweltverantwortlichen Jacqueline de Quattro hervor. Und auch laut SP-Nationalrat und Swissolar-Präsident Roger Nordmann geht es beim erfolgreich realisierten Gemeinschaftsprojekt um mehr als bloss die Her- und Bereitstellung von Strom. Die Errichtung des grössten Solaranlagenparks ist schon eher als ein Projekt des strategischen Vorankommens zu sehen, gerade in Bezug auf Neu- und Weiterentwicklungen von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Und mit Blick auf die Energieziele 2050.

Auch ästhetische Neuerungen
In den Referaten wurde unterstrichen, wie sehr das Bauprojekt mit einer strategischen Partnerschaft auf dem Gebiet von Innovationen im Energiebereich einher ging. Ein Teil der Solaranlage dient Forschungs- und Entwicklungszwecken und ist jenen Labors der EPFL vorbehalten, die auf diesem Gebiet tätig sind: Architektonische Integration von Solarkollektoren, Technologien im Bereich der farbigen Dünnschicht-Solarzellen und der Nano-Verbundstoff-Solarzellen, Speicherung und Vertrieb von Energie. Die EPFL-Sparte Photovoltaik funktioniert als eigentliches Forschungs- und Präsentationslabor – eine Art modernes und überzeugendes Schaufenster, in dem über den bemerkenswerten Aufschwung dieser sanften Technologien informiert wird. In der grössten Solaranlage der Schweiz wird der hohe Reifegrad der gegenwärtig verfügbaren Technologien und das Potenzial von künftigen Entwicklungen sichtbar; ab 1. Juli wird der Solarpark der Öffentlichkeit zur Besichtigung zugänglich gemacht. Selbst der Laie wird vermutlich feststellen, dass in der Photovoltaik in den vergangenen Jahren auch bemerkenswerte ästhetische Fortschritte gemacht wurden.

©Text: Toni Rütti, Redaktor ee-news.ch

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