EU für Nullenergiehäuser

EU für Nullenergiehäuser

Das Europaparlament, der Europarat und die EU-Kommission haben sich auf eine EU-Richtlinie geeinigt, die bis 2020 den Nullenergiestandard für Neubauten vorschreibt.

ewz.solarstrombörse: Erfolgreiches Resultat innerhalb der neunten Ausschreibung

Über 100 neue Solarstromanlagen wurden im Jahr 2009 in die ewz.solarstrombörse aufgenommen. Dieser Zuwachs hat annähernd eine Verdoppelung der Gesamtleistung zur Folge. Auch der Preis von Solarstrom wird sich für die Kundinnen und Kunden von ewz attraktiv entwickeln.

Heiraten im Atommülllager

In einem dreiteiligen Bericht ("Und wie machens denn die Schweden?") zeigt der Journalist der Aargauer Zeitung, Peter Belart, wie die Schweden ihr Atommüll-Problem angehen. Offenbar wurde er von der SKB (schwedische Nagra) so gut behandelt, dass er die Probleme des Versuchslagers nicht mehr sehen konnte.

Stoppt den Kohlewahnsinn - Kein Kohlekraftwerke in Brunsbüttel

Wie bekannt, will Rätia Energie zusammen mit anderen Schweizer Stromgesellschaften in Kooperation mit der deutschen SüdWestStrom  mehrere Kohlekraftwerksblöcke im norddeutschen Brunsbüttel bauen. WWF, SES und Greenpeace erheben dagegen Einspruch: Dem Genehmigungsantrag der SüdWestStrom für den Bau eines Kohlekraftwerks in Brunsbüttel soll nicht Folge geleistet werden.

Peak Oil ist vorbei

So richtig zugeben kann das die OECD-Energie-Lobby Organisation IEA natürlich nicht. Hinter vorgehaltener Hand wissen sie es aber eigentlich: Peak Oil ist vorbei. Zwar kommen auch die IEA-ExpertInnen in ihrer Energie-Bibel World Energy Outlook der tatsächlichen Erdöl-Realität Jahr für Jahr ein Stück näher. Die offizielle Doktrin der IEA gebietet aber immer noch die Veröffentlichung von geschönten Daten.

Trendwechsel bei spanischen PV-Wechselrichtern

Während der Schweizer Hersteller Sputnik Engineering in den vergangenen Jahren vor allem Zentralwechselrichter für Freiflächensysteme nach Spanien verkauft hat, entwickeln sich seit Mitte 2009 die SolarMax-Strangwechselrichter zum neuen Bestseller.

Projekt "Biogas Piano di Magadino" - Baugesuch eingereicht

Die sol-E Suisse AG - Tochtergesellschaft der BKW FMB Energie AG - und ihre Partner, der Gutsbetrieb "Ramello" von Ulrico Feitknecht in Contone und die Orticola Bassi SA von Marco Bassi in S. Antonino, haben bei den zuständigen Tessiner Behörden das Baugesuch zur Realisierung einer Biogas-Anlage zur ökologischen Strom- und Wärmeproduktion eingereicht. Die Anlage wird dereinst grosse Mengen organischer Abfälle verwerten.

First Solar und China gehen mit Solarpark-Projekt einen wichtigen Schritt voran

First Solar, Inc. (Nasdaq: FSLR) gab heute den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der chinesischen Regierung bekannt und geht damit einen weiteren entscheidenden Schritt voran bei der Realisierung des größten Solarkraftwerks der Welt im Autonomen Gebiet der Inneren Mongolei in China.

ETH Zürich lanciert Blog zur Klimaforschung

Nahezu täglich gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel. Damit dieses Wissen seinen Weg in die Gesellschaft findet, werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der ETH Zürich in Zukunft nicht nur forschen, sondern auch bloggen. Heute geht der Klimablog online.

Sarasin als «Best Research House/Consultant in Environmental Social Governance» ausgezeichnet

Die Bank Sarasin wurde durch Investment & Pensions Europe (IPE), dem führenden europäischen Fachmagazin für Pensionskassenmanager, und die TBLI Group zum «Best Research House/Consultant» gekürt. Dieser prestigeträchtige Environmental Social Governance (ESG) Leaders Award würdigt die herausragenden Leistungen der Bank bei der Berücksichtigung von Umweltfragen, sozialen Aspekten und Prinzipien der Unternehmensführung in ihrem Investment Research- und Beratungsprozess.
Pellets-Produktionskapazitätsausbau in Österreich

Pellets-Produktionskapazitätsausbau in Österreich

In Österreich werden wesentlich mehr Pellets produziert als im Inland benötigt werden. Die Pelletproduktionskapazität stieg von 5'000 Tonnen im Jahr 1997 auf 1,1 Mio. Tonnen Ende 2009. Bei einem aktuellen Jahresverbrauch von rund 590'000 Tonnen (2009) können Österreichs Pelletproduzenten somit fast doppelt soviel Pellets zur Verfügung stellen wie derzeit benötigt werden. Diese bestehende Produktionskapazität erhöht sich laufend.

Neuerscheinung: Go and Stop! Warum die Schweiz bei der Solarenenergie ins Mittelmass abrutschte

Noch in den frühen 1990er Jahren mischten Schweizer Pioniere bei der Entwicklung der Solarenergie ganz vorne mit. Das Buch "Go and Stop" erklärt, warum die Schweiz im Bereich Solarenergie in die zweite Liga abgestiegen ist.

 

Finanzielle Rahmenbedingungen für Umweltschutz ungenügend

Die Finanzkrise, der Klimawandel und der Regierungswechsel in den USA machen es möglich: Eine neue industrielle Revolution hin zu einer grünen Wirtschaft erscheint heute realistisch; vielerorts wird vom Green New Deal gesprochen. Was aber braucht es, um dieses Ziel zu erreichen?

Übernahme der Gazobois AG: Konkretisierung eines innovativen Projekts für die Energieerzeugung

Beim Gazobois-Projekt geht es um die Produktion von Gas und Elektrizität aus Holz und Holzabfällen. Die Initianten des Projekts treten es an das Konsortium aus Holdigaz, sol-E Suisse AG, einer Tochtergesellschaft der BKW FMB Energie AG, und Romande Energie ab. Dieses Konsortium wird die Studien abschliessen und das industrielle Projekt, mit dem eine innovative Technologie realisiert wird, in die Praxis umsetzen.

Österreich: Aktueller Preis für lose Pellets

Die Preiserhebung von proPellets Austria ergab für den Monat November 2009 einen Durchschnittspreis von €-Cent 20,73 pro kg Pellets. Der aktuelle Pelletpreis liegt damit um 5,5% unter dem langjährigen inflationsbereinigten Durchschnitt für den Monat November. Gegenüber November 2008 ist das ein Anstieg um 6,5%, gegenüber dem Vormonat gleichbleibend, +/- 0,0%.

Pellets statt Petroleum

Wind, Solar, Biomasse - bei der Stromerzeugung spielen erneuerbare Energien eine wichtige Rolle. Auf dem Wärmemarkt dagegen laufen fast alle Heizungen mit Öl oder Gas. Nun hofft die Öko-Branche auf eine Revolution: SPIEGEL ONLINE analysiert, wie die Deutschen in Zukunft heizen werden.

Zum Beitrag auf SPIEGEL ONLINE >>

Beitrag erwähnt im Newsletter von  pro pellets Austria,
Erfolgreiche Premiere der suissetraffic in Bern

Erfolgreiche Premiere der suissetraffic in Bern

Über 5 000 Besucher, ein spannendes und ausgesprochen vielfältiges Programm: Die 163 Lieferanten und Betreiber des öffentlichen Verkehrs präsentierten vom Mittwoch bis Samstag ihre Neuheiten an der ersten suissetraffic in Bern. Nebst der Leistungsschau bot die Fachmesse Raum für persönliche Gespräche, für Fachtagungen unter Experten und das suissetraffic-Symposium für Top-Kader aus Politik, Industrie und Verkehrsunternehmen.
Kein Wunder in Kopenhagen....

Kein Wunder in Kopenhagen....

... aber dafür eines dank Photovoltaik. Das war das Fazit der Tagung vom Donnerstag zum Klimawandel an der ETH-Zürich aus der Sicht von Solarmedia. Nur: Wunder dauern etwas länger. ETH-Professor Boulouchos (im  Bild) sieht Strom als Energieform der Zukunft - vorausgesetzt, er werde erneuerbar erzeugt (Foto: ETH)

 

Verbrauchsvorschriften für Elektrogeräte: BFE beschliesst Übergangsregelung

Für Haushaltgeräte, elektronische Geräte und Elektromotoren, die ab dem nächsten Jahr neu hergestellt oder in die Schweiz importiert werden, gelten ab dem 1. Januar 2010 neue oder verschärfte Vorschriften zum Stromverbrauch. Lagerbestände, die den neuen Vorschriften noch nicht entsprechen, dürfen von den Schweizer Händlern und Herstellern noch bis Ende 2010 abverkauft werden.
Kanton SH: Windenergiepotenzial grösser als erwartet

Kanton SH: Windenergiepotenzial grösser als erwartet

Das Baudepartement des Kantons Schaffhausen hat im vergangenen Jahr eine Studie in Auftrag gegeben, welche das wirtschaftliche Windenergiepotenzial im Kanton aufzeigen soll. Die Ergebnisse zeigen, dass das maximale Potenzial für Grosswindanlagen mit 53,1 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr grösser als erwartet ist und bis zu 70 % des Stromverbrauchs der Schaffhauser Haushalte abdecken könnte.

Modulpreise stabilisieren sich

Der rasante Preisverfall bei Solarmodulen scheint gestoppt. Obwohl der Modul-Markt gerade gut läuft, sind die Preise nicht so sehr gestiegen wie erwartet, berichtet laut dem Portal Solarserver die Photovoltaik-Handelsplattform pvXchange.

Sunways AG: Geschäftsentwicklung weiter mit positivem Trend

Die Sunways AG hat im dritten Quartal ihren Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten - d. h. unter Abzug des Umsatzvolumens der zur Veräußerung bestimmten Konzerntochter MHH Solartechnik GmbH - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,1 % auf 39,4 Mio. € gesteigert . Das EBIT verbesserte sich spürbar und lag im dritten Quartal 2009 bei -0,6 Mio. € . Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten lag mit -0,9 Mio. € im dritten Quartal 2009 leicht über dem Nachsteuerergebnis im Vorjahreszeitraum.

Auszeichnung "Gute Gestaltung" 10 für Oventrop "OKP-10/20" Röhrenkollektor

Der „OKP-10/20" Röhrenkollektor des Schweizer Unternehmens Oventrop GmbH ist beim Wettbewerb „Gute Gestaltung 10" ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb wurde vom „Deutschen Designer Club" (DDC), Frankfurt/Main, durchgeführt.

 

GebäudeEffizienz Award – bei Energieeffizienz die Nase vorn

GebäudeEffizienz Award – bei Energieeffizienz die Nase vorn

Das Basler Unternehmen SAUTER setzt auf Energieeffizienz. Dies mit Erfolg - am 12. November wurde das Unternehmen für sein innovatives Automationssystem SAUTER EY-modulo 5 mit dem GebäudeEffizienz Award 2009 ausgezeichnet.

An der diesjährigen Kongressmesse GebäudeEffizienz in Frankfurt wurde erstmals der GebäudeEffizienz-Award für das beste Automationssystem verliehen. Der Preis soll Ansporn für nachhaltige Lösungen sein. Partner des Kongresses sind der Bund Deutscher Architekten (BDA) und der Verband beratender Ingenieure (VBI).

Norddeutschlands grösster Solarpark geht ans Netz

Die Conergy Deutschland GmbH hat den 4,2 Megawatt Park in Hörup bei Flensburg in nur dreimonatiger Bauzeit komplett fertig gestellt - 55.818 Dünnschichtmodule, 15 Wechselrichter und 36.505 m2 Gestellsystem wurden auf einer 15 Hektar grossen Freifläche insgesamt für den Park verbaut. Ab sofort produziert das Solarkraftwerk jährlich über vier Millionen Kilowattstunden Solarstrom und versorgt damit rund 2.000 Haushalte in der Region - ein Projekt mit Vorbildcharakter für ganz Norddeutschland.

Am Freitag, den 11. Dezember ab 10 Uhr erfolgt in Hörup die offizielle Inbetriebnahme der Solaranlage durch die Firma Conergy, die Investoren und Herrn Jost de Jager, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr in Schleswig Holstein. Zu dem Erereignis werden zusätzliche namhafte Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien erwartet.

ee-news.ch wird weiter darüber berichten.

Quelle: Conergy Deutschland GmbH

Klimawandel – wohin steuert die Schweiz?

Am Klimagespräch, das am 12. November an der ETH Zürich stattfand, sprach Bundesrat Moritz Leuenberger über den Erfolg einer beharrlichen Klimapolitik und warnte gleichzeitig vor übertriebenen Erwartungen an die Konferenz in Kopenhagen.

Kantone Freiburg, Zürich und Thurgau: Stopp für PV-Förderung

Im Rahmen kantonaler Förderprogrammen wurden Photovoltaikanlagen in den Kantonen Zürich, Freiburg und Thrugau unterstützt. Leider sind schon alle Programme ausgeschöpft.

Solarenergie in Kanada

Steigende Nachfrage und staatliche Unterstützung: Der Solarmarkt in Kanada ist im Aufwind

Kanada, zweitgrösster Flächenstaat der Erde, verfügt über sehr gute Rahmenbedingungen zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Die finanziellen Anreize und Förderprogramme der Regierung, die Unterstützung von Forschungszentren und Verbänden, die strategisch günstige Nähe zum US-Markt und die reichhaltigen natürlichen Ressourcen bieten optimale Voraussetzungen für Investoren. Mit einer Gesamtsonneneinstrahlung von durchschnittlich mehr als 1.150 Kilowattstunden pro Jahr befindet sich Kanada weltweit auf Platz 5, hinter den USA, Spanien, Portugal und Italien. Städte wie Ottawa oder Toronto verfügen mit fast 1.200 Kilowattstunden pro Jahr über ein grösseres Photovoltaikpotenzial als Paris, London oder Berlin.

Der kanadische Strommarkt

Kanada erzeugt pro Jahr eine Gesamtenergie von 598,8 Terawattstunden. Mehr als die Hälfte davon wird in den zwei Provinzen Ontario und Quebec produziert. Der nordamerikanische Staat gewinnt seine Energie aus heterogenen Quellen: Wasser, Kernkraft, Kohle, Öl und Erdgas sind die Hauptenergielieferanten. Jedoch sind die erneuerbaren Energien immer mehr auf dem Vormarsch.

Die Kompetenzen im Energiesektor sind zwischen der Bundesregierung und den Provinzen verteilt. Während die Bundesregierung für internationale Abkommen, provinzübergreifende Energiethemen und den kanadaweiten Know-how-Austausch zuständig ist, liegt die Verantwortung für die Energiepolitik und deren Umsetzung bei den Provinzen. Die Stromerzeugung, -übertragung und -versorgung ist in den meisten Provinzen nicht liberalisiert. Ausnahmen sind Ontario sowie Alberta, British Columbia und Brunswick, in denen der Wettbewerb vollständig oder zumindest teilweise dem freien Markt unterliegt.

Solarthermie in Kanada

Kanada steht erst am Anfang der Ausbauphase des Solarthermie-Markts. Förderprogramme auf zentralstaatlicher und Provinz-Ebene haben der Branche 2008 zu einem Rekordwachstum verholfen. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr sechs Millionen Euro. Und auch bei der im Inland abgesetzten Kollektorfläche konnte ein Zuwachs von über 100 Prozent zum Vorjahr erzielt werden. Im Jahr 2007 setzte die Branche in Kanada 60.910 Quadratmeter Kollektorfläche mit einer thermischen Kapazität von 47 Megawatt ab, so dass sich die insgesamt installierte Fläche an solarthermischen Kollektoren auf 544.000 Quadratmeter belief. 2008 betrug die neue Installationsfläche 125.436 Quadratmeter. Schätzungen gehen von einem Marktpotenzial von mehr als 20 Millionen Quadratmetern bis 2025 aus.

Auf dem kanadischen Markt dominieren vor allem unverglaste solarthermische Systeme. Sie stellten 2007 zwei Drittel der abgesetzten Kollektorfläche. Zurückzuführen ist dies auf die grosse Zahl an Schwimmbadheizungen. Denn von den rund 600.000 Outdoor-Swimming-Pools besitzen zirka 60 Prozent eine Heizung, bei denen vermehrt eine solarthermische Anlage eingesetzt wird. Aber auch im Luftheizungsbereich finden unverglaste Systeme zunehmend Anwendung. Das Solar- Heizluft-Subsegment ist in Kanada stark ausgeprägt. Doch da aufgrund des langen und kalten kanadischen Winters 70 Prozent der Energie der Wohnhäuser sowie gewerblichen und institutionellen Gebäude für Heizzwecke benötigt wird, ist das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. In Zukunft wird vor allem deshalb in solarbetriebene Heizungs- und Warmwasseranlagen investiert, weil die von den Bundes- und Provinzregierungen aufgelegten Förderprogramme eine kürzere Amortisierungsphase garantieren und mit steigenden Preisen für Energie aus konventionellen Quellen zu rechnen ist.

Die kanadische Regierung hat sich die gezielte Förderung erneuerbarer Energien seit einigen Jahren auf die Fahnen geschrieben. Neben Programmen, die explizit die Nutzung von Solarthermie im Fokus haben, profitiert die Branche von forcierten staatlichen Energieeffizienzbestrebungen: Beim Wohnungsbau und staatlich geförderten Renovierungen wird verstärkt auf Energieeffizienz geachtet und zunehmend Solartechnik verwendet.

Seit 2007 gibt es das Programm „ecoENERGY for Renewable Heat“. Darin ist festgehalten, dass der Staat einen Teil der Anschaffungs- und Installationskosten von solarbetriebenen Heisswasser- oder Heizungssystemen in industriellen, kommerziellen und institutionellen Gebäuden übernimmt. Eine weitere Fördermaßnahme ist das „ecoENERGY Retrofit Program“ zur Steigerung der Energieeffizienz von Wohngebäuden, eine Sanierungsförderung im Rahmen des Konjunkturpakets von 2009. An private Hausbesitzer richtet sich das „Residential Pilot Program“, welches auf die Vermarktung von Solar- Warmwasseranlagen ausgerichtet ist.

Auch die Provinzen haben Förderprogramme für die Solarthermie-Nutzung aufgelegt. Diese können zum Teil mit den zentralstaatlichen Programmen kombiniert werden. Die Provinz Ontario, in der viele Unternehmen der Branche ihren Sitz haben, ist Vorreiter mit ihren Fördermaßnahmen: Mit dem „Solar Thermal Heating Incentive“-Programm unterstützt Ontario bis 2011 zahlreiche Organisationen, Unternehmen und Institutionen mit insgesamt mehr als neun Millionen Euro (14,4 Millionen kan. Dollar) bei der Installation von Solaranlagen zur Wassererwärmung. Die Provinz finanziert die Anschaffung und Installation von solarbetriebenen Heisswasser- oder Heizungssystemen mit 25 Prozent.

Photovoltaik in Kanada

Kanada steht im Solarstrommarkt erst am Anfang der Entwicklung. Doch durch den in diesem Jahr verabschiedeten Green Energy Act (GEA) der Provinz Ontario eröffnen sich erhebliche Potenziale.

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate zwischen 2000 und 2008 betrug 36 Prozent. Ende des vergangenen Jahres wies Kanada eine PV-Kapazität von 32,7 Megawatt auf. Die installierten Anlagen sind zu 73 Prozent netzungebunden (davon 46 Prozent für industrielle Nutzung und 27 Prozent für private Nutzung) und zu 27 Prozent netzgebunden. Der Branchenumsatz inklusive Export im Jahr 2008 betrug 189 Millionen Euro.

Die kanadische Bundesregierung hat zur Förderung von Photovoltaikanlagen das Programm „ecoENERGY for Renewable Power“ aufgelegt. Dies sieht neben einer Einspeisevergütung von 0,62 Euro pro Kilowattstunde über eine Laufzeit von zehn Jahren zusätzliche Steuervorteile vor.

Weitreichendere Auswirkungen wird der im Mai dieses Jahres verabschiedete Green Energy Act der Provinz Ontario haben. Denn das Gesetz sieht attraktive Einspeisetarife, eine festgeschriebene garantierte Vergütung auf 20 Jahre, eine Zugangsgarantie in das öffentliche Netz und einen gestrafften Genehmigungsprozess vor. Ehrgeiziges Ziel der Provinzregierung ist es, die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie bis 2025 auf insgesamt 15.700 Megawatt zu verdoppeln. Nach Schätzungen des kanadischen Solarverbandes CanSIA (Canadian Solar Industries Association) werden 2009 in Ontario PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 100 bis 200 Megawatt und im Folgejahr noch einmal Projekte mit der gleichen Kapazität ans Netz gehen. Die Geschäftsführerin von CanSIA, Elisabeth Mc Donald, wird am 20. November beim Forum Solarpraxis über den kanadischen Solarmarkt referieren.

Dr. Hermann Scheer, Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien, unterstreicht die Bedeutung des Gesetzes: „Ontarios Green Energy Act ist Nordamerikas ehrgeizigste und weitreichendste Gesetzesinitiative. Es positioniert Ontario für eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung erneuerbarer Energien und beim Umweltschutz."

„Made in Germany“

Die internationale Verflechtung der kanadischen Solarindustrie wächst. Besonderes Interesse besteht an Kooperationen mit Firmen aus Ländern mit fortschrittlicher Solartechnologie. Deutsche Unternehmen sind wegen ihrer langjährigen Erfahrung und der ausgereiften Technologie äusserst gefragt. Das Markenzeichen „Made in Germany“ geniesst bei allen Produkten und Verfahren, die mit Umwelttechnik, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu tun haben, einen sehr guten Ruf. Nicht umsonst ist die deutsche Energiepolitik Vorbild für viele kanadische Gesetzesinitiativen. Bestes Beispiel dafür ist der Green Energy Act der Provinz Ontario, der an das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angelehnt ist. „Die Chance für deutsche Unternehmen in Kanada ist, dass wir einen gewaltigen Know-how-Vorsprung gegenüber den kanadischen und auch den anderen europäischen Projektierern haben“, sagt beispielsweise Christopher Small, Projektleiter Kanada bei der niedersächsischen Prowind GmbH.

Quelle: Forum Solarpraxis

Phoenix Solar AG: Zahlen zum 3. Quartal

Phoenix Solar AG legt Zahlen zum dritten Quartal vor und passt Umsatzprognose an veränderte Rahmenbedingungen an

Die Phoenix Solar AG (ISIN DE000A0BVU93), ein im TecDAX notiertes international führendes Photovoltaik-Systemhaus, legt heute die Zahlen zum 30. September 2009 vor. Die operative Entwicklung in den beiden Geschäftsfeldern „Kraftwerke" und „Komponenten & Systeme" verlief im dritten Quartal 2009 sehr unterschiedlich und lag insgesamt unter den eigenen Erwartungen.

In den drei Monaten vom 1. Juli bis zum 30. September 2009 dominierte das Inlandsgeschäft mit Komponenten & Systemen. Trotz stark gesunkener Modulverkaufspreise stieg der Umsatz in diesem Segment um 11,4 Prozent auf 76,2 Millionen Euro (Q3 2008: 68,4 Millionen Euro). Unverändert schwierig gestaltete sich dagegen das Geschäft im Segment Kraftwerke. Die Umsetzung von Großkraftwerken litt weiter unter Verzögerungen bei Finanzierungen und Genehmigungserteilungen. Der Umsatz in diesem Segment betrug 13,5 Millionen Euro und lag damit um 83,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals (Q3 2008: 80,9 Millionen Euro), in dem vor allem im spanischen Markt hohe Umsätze und Gewinne erzielt werden konnten.

Entsprechend der Entwicklung der Segmente lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit 89,7 Millionen Euro um rund 40 Prozent unter Vorjahresniveau (Q3 2008: 149,8 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war trotz der Umsatzeinbußen im dritten Quartal positiv und erreichte 3,0 Millionen Euro nach 17,6 Millionen Euro im Vergleichsquartal 2008. Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) betrug auf Quartalssicht 3,3 Prozent gegenüber 11,8 Prozent im Vorjahr.

Das Konzernergebnis nach Steuern lag mit 1,0 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresquartal mit 13,7 Millionen Euro.

Kumuliert über die ersten neun Monate 2009 betrugen die Gesamtumsatzerlöse im Phoenix Solar Konzern 242,2 Millionen Euro (Q1 - Q3 2008: 301,1 Millionen Euro). Das EBIT lag bei -4,4 Millionen Euro (Q1 - Q3 2008: 29,1 Millionen Euro).

Der Auftragsbestand am 30. September 2009 betrug 164 Millionen Euro, aufgeteilt in 105 Millionen Euro für das Segment Komponenten & Systeme und 59 Millionen Euro für das Segment Kraftwerke.

Mit Beginn des vierten Quartals 2009 zogen im Segment Komponenten & Systeme die Umsätze nochmals kräftig an. Auch die Bauaktivitäten im Kraftwerkssegment konnten mit Beginn des vierten Quartals deutlich gesteigert werden.

Dem bisher positiven Geschäftsverlauf im vierten Quartal stehen Risiken gegenüber, die das Erreichen der Prognose erschweren oder unmöglich machen können. Dazu gehören beispielsweise neben ungünstigen Witterungsbedingungen, die den Bau von Photovoltaikanlagen verzögern oder verhindern können, Lieferengpässe oder -verzögerungen bei Solarmodulen und Wechselrichtern sowie weitere Verzögerungen bei Finanzierungen und Genehmigungserteilungen. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass, neben den genannten Risiken, bis Jahresende nicht genügend Solarmodule zur Verfügung stehen werden, um die bisherige Umsatzprognose zu erreichen.

Nach sorgfältiger Abwägung der aktuellen Chancen- und Risikosituation hat der Vorstand deshalb beschlossen, die Jahresprognose von rund 520 Millionen Euro Umsatzerlösen an die aktuelle Situation anzupassen. Der Vorstand geht nunmehr von einem Umsatzzielkorridor von 430 bis 480 Millionen Euro aus. Die im Juni bekannt gegebene Ergebnisprognose, ein positives EBIT zum Jahresende ausweisen zu können, bleibt unverändert bestehen.

Der Quartalsbericht zum 30. September 2009 erscheint heute, am 12. November 2009, und kann auf der Internetseite www.phoenixsolar.de unter der Rubrik Investor Relations, Finanzberichte, herunter geladen werden.

Quelle: Phoenix Solar AG

Licht und Schatten bei Q-Cells

Der weltgrösste Hersteller kristalliner Solarzellen plant, eine eigene PV-Grossanlage von über 100 Megawatt zu errichten. Gleichzeitig verheissen neueste Geschäftszahlen eine düstere nahe Zukunft.

 

400 Millionen Euro will das Unternehmen (im Bild der Firmenhauptsitz im ostdeutschen Bitterfeld) eigenen Angaben zufolge in das derzeit weltgrößte Photovoltaik-Projekt investieren. 730 000 Module mit 43,8 Millionen Solarzellen sollen im Jahr 142 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren - das würde nach Berechnung der Q-Cells den Strombedarf von 140 000 Menschen decken. Nach Solarmedia-Schätzungen dürfte es sich damit um eine Anlage mit einer Spitzenkapazität von über 100 Megawatt handeln. Die bislang grössten Anlagen erreichten rund die Hälfte.

Q-Cells will mit seinen Partnern so schnell wie möglich seine 730 000 Solarenergie-Module auf dem ehemaligen Flugplatz Brandenburg-Briest aufbauen und in Betrieb nehmen, wie die Märkische Allgemeine Zeitung meldet. Demnach dränge die Zeit. Der Solarenergiepark müsse bis Ende 2010 fertig sein. „Das ist ein K.-o.-Kriterium", sagte Karsten Tietz, Leiter des Q-Cells-Baumanagements, im städtischen Wirtschaftsausschuss.

Um die Finanzierung macht sich der Q-Cells-Manager Tietz offenbar weniger Sorgen. Dies könne ein Konsortium leisten, schließlich sei die Rendite angesichts der im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegten Vergütung kalkulierbar. Doch diese Vergütung fällt von Jahr zu Jahr geringer aus. Mit der für das Jahr 2011 zu erwartenden Vergütung wäre das Projekt in Brandenburg-Briest wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Wenn der aus der Solarenergie gewonnene Strom dort nicht bis Ende 2010 ins Netz eingespeist wird, wäre also alles für die Katz gewesen. Das Projekt steht ein gutes Jahr vorher noch ziemlich am Anfang. Für die knapp 400 Hektar große Fläche gibt es noch kein Baurecht, das die Errichtung des geplanten Solarenergieparks gestatten würde. Daher sollen die Stadtverordneten in ihrer Novembersitzung die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Solarkraftpark Briest" beschließen.

Der Solarzellenhersteller hat gemäss aktueller Medienmitteilung auch das dritte Quartal mit einem gigantischen Verlust abgeschlossen. Die Zahlen fielen noch schlechter aus als von Analysten erwartet. Hoffnung auf schnelle Besserung besteht keine, wie der Konzern am Donnerstag in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) klarmachte: "Q-Cells erwartet unverändert ein schwieriges Marktumfeld, das von Überkapazitäten und Preis- sowie Margendruck geprägt sein wird." Die Börsianer waren vor den Kopf gestossen: Vorbörslich sank die Aktie um 4,1 Prozent. Im dritten Quartal lag der operative Verlust (EBIT) mit 163,8 Millionen Euro fast dreimal so hoch wie im zweiten Jahresviertel.


© Text: Guntram Resche,  Solarmedia / Quellen: Märkische Allgemeine / Swissinfo

Partner

  • Agentur Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Ist Ihr Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien oder Energieeffizienz tätig? Dann senden sie ein e-Mail an info@ee-news.ch mit Name, Adresse, Tätigkeitsfeld und Mail, dann nehmen wir Sie gerne ins Firmenverzeichnis auf.

Newsletter abonnieren

Top

Gelesen
|
Kommentiert