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Photovoltaik in der Schweiz ­ eine dynamische Schlüsseltechnologie! Drucken E-Mail
Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 20:43 Uhr

An der heute und morgen in Winterthur stattfindenden nationalen Photovoltaik-Tagung trifft sich mit rund 450 Solarstrom-Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland eine Rekordzahl von Teilnehmern. Die Veranstaltung gibt einen umfassenden Einblick in die gut positionierte Schweizer Solarstrombranche.

25 Jahre Photovoltaik Forschung und Entwicklung führten zu international beachteten Innovationen und einer dynamisch wachsenden Industrie, sowohl für die Produktion von Solarmodulen wie deren Integration in die Gebäudehülle. Ein negativer Standortfaktor ist allerdings der stark begrenzte Heimmarkt. Vertreter aus Industrie und Politik fordern deshalb eine schnelle Deblockierung der kostendeckenden Einspeisevergütung für Solarstrom. Anhaltende Innovationen und die industrielle Massenproduktion führen zu einer raschen Kostensenkung, sodass diese Technologie in den nächsten 20 Jahren einen massgeblichen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten kann. Solarstrom wird dadurch zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.

Solarstrom ist aktueller denn je

Auch wenn die Wirtschaftskrise nicht spurlos an der Photovoltaikbranche vorbeigeht: Solarstrom ist aktueller denn je. In Deutschland etwa dürfte sich 2009 der Markt gegenüber dem Vorjahr verdoppelt haben, unter anderem dank Preissenkungen um 25 Prozent. Auch in der Schweiz wächst der Markt, allerdings auf einem pro Einwohner zwanzigmal geringeren Niveau als in Deutschland und mit unsicheren Zukunftsaussichten. Grund für diesen Rückstand der Schweiz sind die begrenzten Mittel für die kostendeckende Ein- speisevergütung.

Forderung Aufhebung des Deckels für Solarstom

Am ersten Tag der vom Bundesamt für Energie und dem Fachverband Swissolar organisierten 8. Nationalen Photovoltaik-Tagung in Winterthur zogen Vertreter aus Verwaltung, Solarindustrie und Elektrizitätswirtschaft eine Zwischenbilanz zu diesem Anfang 2009 eingeführten Förderinstrument, mit dem die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gefördert werden soll. Praktisch einhellig war die Forderung ans Parlament, mit einer Aufhebung des Kostendachs dafür zu sorgen, dass die rund 4500 beantragten Solaranlagen gebaut werden können und danach ein kontinuierliches Marktwachstum möglich ist. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung und den weiteren Ausbau des PhotovoltaikProduktionsstandortes Schweiz.

Perspektiven der Solarstromtechnologie

Die Perspektiven der Solarstromtechnologie bilden den Inhalt des zweiten Tages. Namhafte Referenten zeigen die grossen Chancen der Photovoltaik für die Forschung sowie den Technologie- und Industriestandort Schweiz auf. Bereits heute bietet eine diversifizierte Industrie innovative Schweizer Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette an, mit hohem Exportanteil und einem Jahresumsatz von über 1.5 Milliarden Franken.

Solarenergie ist eines der wesentlichen Standbeine der zukünftigen Energieversorgung. Solarstrom könnte gemäss dem Europäischen Photovoltaikindustrie Verband EPIA bereits in zehn Jahren bis zu 12 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Am zweiten Veranstaltungstag steht deshalb die Frage im Zentrum, welche Aufgaben zur Bewältigung dieses enormen Ausbaus seitens Forschung, Industrie und Energieversorgern zu lösen sind.
Die Referenten zeigen sich mehrheitlich überzeugt, dass die Aufgabe lösbar ist und die Schweiz dabei einen wesentlichen Beitrag leisten kann.

Quelle: Swissolar

 

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