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Anita Niederhäusern, leitende Redaktorin und Evelyn Hausheer, Redaktorin

 

12. Jun 2012

Einfuhr-/Ausfuhr-Saldo 2011. Grafik: BFE

Entwicklung der einzelnen Kundenkategorien seit 1984. Grafik: BFE

BFE: Schweizerische Elektrizitätsversorgung 2011 im Überblick

(BFE) 2011 ist der Stromendverbrauch in der Schweiz um 2,0% auf 58,6 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) gesunken; rechnet man die Übertragungs- und Verteilverluste dazu, lag der Inlandverbrauch bei 63,0 Mrd. kWh. Die einheimischen Kraftwerke erzeugten 5,1% weniger Strom als im Vorjahr: Die Landeserzeugung lag bei 62,9 Mrd. kWh bzw. 60,4 Mrd. kWh nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen. Es resultierte damit ein Stromimportüberschuss von 2,6 Mrd. kWh (63,0 – 60,4 Mrd. kWh).


Erzeugung minus 5,1%

Die Elektrizitätsproduktion (Landeserzeugung vor Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 2,5 Mrd. kWh) des schweizerischen Kraftwerkparks sank 2011 um 5,1% auf 62,9 Mrd. kWh (2010: 66,3 Mrd. kWh). In jedem Quartal des Jahres 2011 lag die Inlanderzeugung unter den entsprechenden Vorjahreswerten (– 3,8%, – 8,3%, – 3,2% und – 5,0%).

Die Wasserkraftanlagen (Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke) erzeugten 9,8% weniger Elektrizität als im Vorjahr (Laufkraftwerke – 8,1%, Speicherkraftwerke – 11,0%). Im Sommer betrug der Produktionsrückgang der Wasserkraftwerke 10,4%, in den beiden Winterquartalen 8,9%.

Die Stromproduktion der fünf schweizerischen Kernkraftwerke stieg um 1,4% auf 25,6 Mrd. kWh (2010: 25,2 Mrd. kWh), unter anderem aufgrund eines neuen Produktionsrekords des Kernkraftwerks Leibstadt. Die Verfügbarkeit der Kernkraftwerke lag bei 89,3% (2010: 88,7%). Am gesamten Elektrizitätsaufkommen waren die Wasserkraftwerke zu 53,7%, die Kernkraftwerke zu 40,7% sowie die konventionell-thermischen und anderen Anlagen zu 5,6% beteiligt.

Verbrauch
minus 2%
Der schweizerische Elektrizitätsverbrauch (Endverbrauch = Landesverbrauch nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,4 Mrd. kWh) sank 2011 um 2,0% auf 58,6 Mrd. kWh (2010: 59,8 Mrd. kWh). In jedem Monat lag der Elektrizitätsverbrauch zwischen – 0,1% und – 5,8% unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der grösste Rückgang ergab sich mit 3,5% im vierten Quartal, in den übrigen Quartalen sank der Stromverbrauch um 0,6% (1. Quartal), 2,0% (2. Quartal) und 1,9% (3. Quartal). Trotz des tieferen inländischen Verbrauchs wurde deutlich mehr Strom aus dem Ausland importiert als im Vorjahr, da gleichzeitig die inländische Stromproduktion markant zurückging.

Wichtige gesamtwirtschaftliche Treiber, welche den Elektrizitätsverbrauch beeinflussen, sind das Wirtschaftswachstum und die Bevölkerungsentwicklung. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm 2011 um 1,9% zu (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO) bei deutlicher Abkühlung der Konjunktur im zweiten Halbjahr. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat noch keine Daten zur Entwicklung der Wohnbevölkerung im Jahr 2011 publiziert, jedoch soll gemäss den BFS-Bevölkerungsszenarien 2010 die Bevölkerung der Schweiz («mittleres» Bevölkerungsszenario) ab 2010 um rund 0,9% pro Jahr wachsen.

Wärmstes Jahr seit Beginn der Messungen

Zum tieferen Stromverbrauch trug auch die deutlich wärmere Witterung bei: Gemäss MeteoSchweiz war 2011 das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1864. Die Heizgradtage nahmen gegenüber dem Vorjahr um 18,1% ab. Gemäss den Analysen des Energieverbrauchs nach Verwendungszweck (BFE/Prognos 2010) werden in der Schweiz knapp 10% des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet.

Energieverkehr mit dem Ausland

Bei Importen von 83,3 Mrd. kWh und Exporten von 80,7 Mrd. kWh ergab sich 2011 ein Importüberschuss von 2,6 Mrd. kWh (2010: 0,5 Mrd. kWh). Damit verzeichnet die Schweiz zum vierten Mal nach 2005, 2006 und 2010 einen Importüberschuss. Im ersten und vierten Quartal importierte die Schweiz per Saldo 4,4 Mrd. kWh (2010: 3,7 Mrd. kWh), im zweiten und dritten Quartal exportierte sie per Saldo 1,8 Mrd. kWh (2010: 3,2 Mrd. kWh).

Der Erlös aus den Stromexporten betrug 5689 Mio. Franken (7,07 Rp./kWh). Für Importe fielen Ausgaben von 4671 Mio. Franken an (5,62 Rp./kWh). Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erlöse damit um 12,3% und die Ausgaben um 25,0%. Der positive Aussenhandelssaldo der Schweiz sank um 23,3% auf 1018 Mio. Franken (2010: 1328 Mio. Franken).

Entwicklung der Landeserzeugung

Der schweizerische Kraftwerkpark erreichte 2011 mit 62 881 GWh ein gegenüber dem Vorjahr um 5,1% verringertes Produktionsergebnis. Der hohe Ausbaugrad der Wasserkraft hat zur Folge, dass sich das Angebot an hydraulischem Strom von der technischen Seite her nur noch begrenzt steigern lässt. Schwankungen in der effektiven Wasserkrafterzeugung rühren deshalb hauptsächlich von der unterschiedlichen Wasserführung der Flüsse und von den Speichermöglichkeiten in den Stauseen her. Die Wasserkraftwerke erzeugten im hydrologischen Jahr 2010/2011 2,2% weniger als im Vorjahr und 2,7% weniger als im Mittel der letzten zehn Jahre.

Durchschnittlicher Endverbraucherpreis

Der mittlere Preis pro Kilowattstunde betrug 2010 15,95 Rp. Das Mittel bezieht sich dabei auf sämtliche Abnehmerkategorien. Diese volkswirtschaftlich wichtige Kennzahl stützt sich auf 147 über die ganze Schweiz verteilte Elektrizitätsunternehmen.

Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2011 >>


Text: Bundesamt für Energie BFE

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