14. Sep 2017

Das Wasserkraftwerk Gondo verarbeitet das Wasser aus dem Sera-See im Zwischbergental. Ab sofort kann das Kraftwerk auch Primärregelleistung und Blindleistung an die nationale Netzgesellschaft Swissgrid liefern. ©Bild: Alpiq

Wasserkraftwerk Gondo: Weiht am Simplon neue Anlage ein

(PM) Die Gesellschaft Energie Electrique du Simplon (EES) feiert die Erneuerung des Kraftwerks Gondo. Zwei Maschinengruppen wurden saniert, die dritte wurde zur Steigerung der Leistung und der Produktion der Anlage durch eine neue ersetzt. Das Kraftwerk ist dadurch flexibler geworden und trägt zur Regelung des Stromnetzes und zur Versorgungssicherheit der Schweiz bei.


Die Öffentlichkeit kann die Anlage im Rahmen eines Tages der offenen Tür am 16. September 2017 besichtigen.

Steigerung der Jahresproduktion um 15 Mio. kWh
Die im Jahr 2012 von EES begonnenen Arbeiten an den drei hydroelektrischen Maschinengruppen des Wasserkraftwerks Gondo am Simplon sind nun abgeschlossen. Die Gruppe 3 wurde komplett ausgetauscht, um eine Leistungs- und Produktionssteigerung zu erreichen. Mit den zusätzlichen 12 MW verfügt das Kraftwerk Gondo nun über eine Gesamtleistung von 57 MW. Die durchschnittliche Jahresproduktion ist um 15 Mio. kWh gestiegen und beträgt heute 198 Mio. kWh, was dem Jahresverbrauch von rund 50’000 Haushalten entspricht. Gleichzeitig ist das Kraftwerk durch diesen Austausch flexibler geworden und kann ab sofort auch Primärregelleistung und Blindleistung an die nationale Netzgesellschaft Swissgrid liefern. Die neue Produktionseinheit wurde Anfang Juni 2017 in Betrieb genommen.

Ergänzend zu dieser Erneuerung wurden die Gruppen 1 und 2 saniert, um eine hohe Verfügbarkeit des Kraftwerks gewährleisten zu können. An den Maschinen und Sekundärteilen (Steuerung, Regelung, Schutz, interner Service, Nebenanlagen) wurden diverse Arbeiten ausgeführt. Zur Optimierung des Betriebs wird die gesamte Anlage von EES von nun an über die Kraftwerkseinsatzstelle von Alpiq in Lausanne gesteuert.

Grosshandelspreise unter Gestehungskosten
Die Investitionen für die drei Maschinengruppen belaufen sich auf insgesamt 22 Mio. CHF. Die Aktionäre von EES – Alpiq 81.9 %, EnAlpin 10.8 %, EnBAG 3 %, FMV 2.7 % sowie verschiedene Kleinanleger (1.6 %) – machen trotz des aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ihr Engagement für den Erhalt und die Entwicklung der Wasserkraft in der Schweiz deutlich. Denn die Grosshandelspreise für Strom liegen nach wie vor unter den Gestehungskosten der Wasserkraft.

Das Kraftwerk Gondo verarbeitet das Wasser aus dem Sera-See im Zwischbergental. Es wurde 1952 erstmals in Betrieb gesetzt und ist Teil der Wasserkraftanlage von Energie Electrique du Simplon, die ebenfalls die Kraftwerke Gabi und Tannuwald sowie die Stauseen Eggen und Fah umfasst. Die EES-Gesamtanlage verfügt über eine Leistung von 74 MW und produziert durchschnittlich 247 Mio. kWh pro Jahr.

Text: Alpiq AG

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