19. Apr 2012

Der Bundesrat sieht ein grosses Potenzial für die Pumpspeicherkraftwerke in der Schweiz.

Bundesrat: Lieber Pumpspeicherkraftwerke als Windanlagen

(BFE) Der Bundesrat hat den Bericht «Stärkung der Stromdrehscheibe Schweiz und der Versorgungssicherheit» gutgeheissen. Der Bundesrat hält im Bericht fest, dass die erneuerbaren Energien ein wesentlicher Eckpfeiler der vom Bundesrat am 25. Mai 2011 definierten neuen Energiepolitik sind.


Der Ausbau der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen bedinge jedoch den gleichzeitigen Ausbau des Elektrizitätsnetzes.

Zubau von 1 Gigawatt Pumpspeicherleistung
Im Vergleich zum gesamteuropäischen Ausbaupotenzial der erneuerbaren Energien sei beispielsweise die Windenergie in der Schweiz nur beschränkt nutzbar, insbesondere auch wegen der Anliegen des Landschaftsschutzes. Dafür sieht der Bundesrat ein grosses Potenzial für die Pumpspeicherkraftwerke in der Schweiz, da diese grosse Mengen Strom speichern und so zum Ausgleich der schwankenden Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie aus Nachbarländern genutzt werden können. Durch den Zubau von 1 Gigawatt Pumpspeicherleistung (entspricht der Leistung des Ausbauprojektes Linthal 2015) könnten so zusätzlich vier bis fünf Gigawatt Leistung aus Wind- und Sonnenergie ins System integriert werden.

2010 betrug der Einnahmeüberschuss im Stromaussenhandel rund 1,3 Milliarden Franken (225 Millionen Franken weniger als 2009). Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Ausbau der schweizerischen Pumpspeicherkraftwerke einen wesentlichen Beitrag zur Integration der erneuerbaren Energien in Europa und somit zur Wertschöpfung in der Schweiz leisten kann.

Bericht «Stärkung der Stromdrehscheibe Schweiz und der Versorgungssicherheit» >>

Text: Bundesamt für Energie (BFE)

1 Kommentare
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Zentralschweiz@sses.ch @ 20. Apr 2012 21:53

Was soll das: 5GW hinein und nur eines kommt wieder raus?

Meine Interpratation: Also geht es dem Bundesrat mehr darum, mit Stromhandel Geld zu verdienen, als die Stromversorgung im eigenen Land sicher zu stellen.

Wo stehen die wirklich wichtigen Kernpunkte für die Energiepolitik?
> Strom sparen durch gute Geräte und weniger sinnlosen Verbrauch
> Strom dezentral erneuerbar herstellen und dezentral speichern. Das braucht viel kleinere Verteilnetzte.
> Strom vor allem dann brauchen, wann viel - , weniger brauchen, wann nicht viel zur Verfügung steht. Mit Priesstruktur und aktueller Lastmanagementtechnik jetzt einführbar.

> Dann braucht es weder AKW, Gaskraftwerke, und nur vernünftigen Ausbau der Pumpkraftwerke.

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