Die japanischen Gäste von Greenpeace Schweiz stellen sich diese Woche in Langenthal, Hinterkappelen, Langnau und Genf persönlich dem Publikum vor: Sie zeigen eigene Fotos aus Fukushima und berichten über das Dramatische, das sie erleben mussten – und noch immer erleben müssen. Anschliessend findet eine Diskussion mit dem Publikum statt.
Angst vor verstrahlten Lebensmitteln
Die Englischlehrerin Yuko Nishiyama aus Fukushima ist eine der „freiwillig Evakuierten“. Wie viele andere Mütter ist sie im vergangenen Sommer mit ihrer dreijährigen Tochter nach Kyoto umgesiedelt, allerdings ohne ihren Ehemann. Die Sorge um die Gesundheit des Kindes, die Angst vor verstrahlten Lebensmitteln und das Misstrauen gegenüber den behördlichen Strahlenmessungen bewegten sie zu diesem Schritt. Warum sie nie wieder zurück nach Fukushima will, schildert sie nun dem Schweizer Publikum.
Die Anliegen der Bauern
Satoshi Nemoto ist Bauer und lebt im Distrikt Fukushima. Er ist Präsident des lokalen Bauernverbands “Nomiren Fukushima”. Sein Spezialthema sind die Messungen der verstrahlten Böden. Aber auch die Auswirkungen der Katastrophe auf die Ernten interessieren ihn stark. Er setzt sich für die betroffenen Landwirte ein und kämpft für ihre Rechte: Im Dialog mit den Behörden vertritt er die Anliegen der Bauern mit Vehemenz. Das Schweizer Publikum darf ihn nach seinem Dia-Vortrag beispielsweise über die mit den Behörden und der AKW-Betreiberin Tepco gemachten Erfahrungen befragen.
Vorträge im Bernbiet und in Genf
Die öffentlichen, von Greenpeace Schweiz in Zusammenarbeit mit Partnern organisierten Veranstaltungen finden an folgenden Daten statt:
- 22. Februar 2012, 19:00 Uhr: Langenthal, Alte Mühle
- 23. Februar 2012, 19:30 Uhr: Hinterkappelen, Kipferhaus
- 24. Februar 2012, 19:00 Uhr: Langnau, Kirchgemeindehaus
- 25. Februar 2012, 16:15 Uhr: Genf, Uni Dufour salle U300.
©Text: Toni Rütti, Redaktor ee-news.ch



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