15. Mär 2012

Das Wärmenetz wird mit Energie aus Holzhackschnitzelkesseln gespeist, erstmals kommt bei einem Bioenergiedorf auch eine grosse solarthermische Anlage mit einer Kollektorfläche von rund 1‘000 Quadratmetern zum Einsatz. Bild:Gemeinde Büsingen

Solarcomplex: Baubeginn Bioenergiedorf Büsingen

(PM) Das regionale Bürgerunternehmen solarcomplex hat bei seinem nächsten Bioenergiedorf-Projekt in Büsingen (Landkreis Konstanz) mit den Bauarbeiten begonnen. Bis Herbst 2012 wird ein fast 6 km langes Wärmenetz im Ort errichtet und es werden rund 100 Gebäude angeschlossen, darunter alle kommunalen.


Ausserdem entsteht am Ortsrand eine neue Heizzentrale. Das Wärmenetz wird mit Energie aus Holzhackschnitzelkesseln gespeist, erstmals kommt bei einem Bioenergiedorf auch eine grosse solarthermische Anlage mit einer Kollektorfläche von rund 1‘000 Quadratmetern zum Einsatz. Die Solarenergie dient im Sommerhalbjahr als Grundlast und wird den Bedarf an Biomasse entsprechend reduzieren. Damit verfügt das achte regenerative Wärmenetz von solarcomplex über ein hochinnovatives Konzept, denn bisher gibt es bundesweit kein Bioenergiedorf, in dessen Netz solarthermische Energie in grossem Stil genutzt wird. Generell werden die technischen Möglichkeiten und Potentiale zur Ersetzung von Biomasse durch direkte Solarenergie bisher bei weitem nicht ausgeschöpft. Zusätzlich errichtet solarcomplex im Ortsteil Stemmer in etlichen grossen Mehrfamilienhäusern Pelletsheizungen im Contracting.

Ersatz von
550‘000 Liter Heizöl
Insgesamt werden in Büsingen rund 550‘000 Liter Heizöl durch heimische regenerative Energien ersetzt, die damit verbundene CO2-Einsparung beträgt jährlich rund 1‘650 Tonnen. Das Investitionsvolumen von rund 4 Mio. Euro wird zu rund drei Viertel aus KfW-Darlehen, durchgeleitet über regionale Sparkassen, finanziert. Der Eigenkapital-Anteil von rund einem Viertel stammt aus Aktienkapital der solarcomplex AG.

Hoher regionalwirtschaftlicher Wert
solarcomplex betreibt bereits grosse Nahwärmenetze in den Bioenergiedörfern Mauenheim (Lkr. Tuttlingen), Lippertsreute (Lkr. Bodenseekreis), Schlatt, Randegg und Weiterdingen (alle Lkr. Konstanz), Lautenbach (Lkr. Sigmaringen) sowie in der Kleinsatdt Messkirch (Lkr. Sigmaringen). In Gailingen (Lkr. Konstanz) wird eine Reha-Klinik mit Wärme aus einem Biogas-BHKW versorgt. Neben den ökologischen Vorteilen haben diese Projekte auch einen hohen regionalwirtschaftlichen Wert: Die Energiekosten sind zum einen geringer als bisher und sie fliessen nicht mehr ab, sondern bleiben als Kaufkraft vor Ort. Die Bodenseeregion ist mit ihrer grossen Zahl an Bioenergiedörfern bundesweit führend.

Text: solarcomplex

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