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Anita Niederhäusern, leitende Redaktorin und Evelyn Hausheer, Redaktorin

 

21. Feb 2012

Von 2000 bis 2009 während des Biogasanlagen-Booms betrug die Verringerung der Grünflächen nur rund 373‘000 h, von 1990 bis 1999 dagegen, als es noch wenige Biogasanlagen gab, lag der Grünflächenschwund bei 504‘000 h - und damit 35 % höher. Grafik: UDI

Deutschland: Biogas schuld am Flächenschwund?

(UDI) Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gibt dem Ausbau von Biogasanlagen die Schuld am Flächenschwund in Deutschland. Insgesamt habe sich die Grünfläche zwischen 1990 und 2009 um 875‘000 Hektar verringert. Bei genauer Betrachtung der Zahlen im Jahresvergleich kommt man zu einem erstaunlich anderen Ergebnis.


"Der rasante Biogasanlagenausbau gefährde die Artenvielfalt in Deutschland", warnt das Bundesamt für Naturschutz (BfN). Denn Biogasanlagen und deren Fütterung mit nachwachsenden Rohstoffen bedingen in den letzten Jahren einen hohen Grünlandumbruch. Das hiesse, statt Grünflächen mit Pflanzen- und Artenvielfalt würde verstärkt Mais angebaut. Laut BfN haben sich die deutschen Grünlandflächen in den letzten 20 Jahren insgesamt um 875‘000 Hektar verringert.

Wenn man die Zahlen nun mit dem Biogasanlagenbau in Verbindung bringt zeigt sich, dass zwischen 2000 und 2009, also in den Jahren des Biogasanlagen-Booms, die Verringerung der Grünflächen nur rund 373‘000 Hektar betrug. In den Jahren 1990 bis 1999 dagegen, als es noch wenige Biogasanlagen gab, lag der Grünflächenschwund bei 504‘000 Hektar - und damit 35 % höher!

Sündenbock erneuerbare Energien
„Man kann sich dem Gedanken kaum erwehren, dass hier - wieder einmal – erneuerbare Energien zum Sündenbock gemacht werden sollen“, ärgert sich Georg Hetz, Geschäftsführer der UmweltDirektInvest Beratungsgesellschaft mbH (UDI) und Spezialist für grüne Fonds. Wünschenswert wäre eine wissenschaftliche Untersuchung der Ursachen für Flächenschwund, Landschaftsversiegelung, Schwund der Artenvielfalt und Monokulturen. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Auswirkungen der Intensivierung der Viehhaltung. In Regionen mit einer hohen Viehdichte, z.B. in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden gerade in den letzten Jahren viele neue Schweine- und Milchviehställe beantragt. Als Kraftfutter wird Mais oder Getreide eingesetzt.

Die Unabhängigkeit von Wind und Sonne gibt Biogas in der Reihe der erneuerbaren Energien seinen eigenen Stellenwert.

Text: Deutsche UmweltDirektInvest Beratungsgesellschaft mbH (UDI)

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