12. Jul 2017

Dank einer neuen Wärmerückgewinnung nutzt Hanneforth heute die Abwärme von Backöfen und Kälteanlagen zur Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser. ©Foto: Hanneforth

Effizienz-Agentur NRW: Backwarenhersteller senkt Gasverbrauch und Energiekosten dank Abwärmenutzung

(PM) Um am neuen Standort effizienter zu produzieren, nutzte der deutsche Backwarenspezialist Hanneforth die Ressourceneffizienz-Beratung der Effizienz-Agentur NRW. Grosse Mengen an Abwärme der Backöfen und Kälteanlagen produzieren heute Raumwärme und Warmwasser. Dadurch spart der Betrieb jährlich 137‘000 kWh Energie ein.


Das Unternehmen Hanneforth food for you GmbH & Co. KG produziert und vertreibt glutenfreie und allergenarme Backwaren und Backmischungen. "Wir wollten an unserem neuen Standort in Detmold ein energieeffizientes Wärmekonzept realisieren, um die Erdgaskosten zu senken und die Umwelt zu entlasten", erläutert Geschäftsführer Udo Hanneforth.

Wärmerückgewinnung an Backöfen und Kälteanlagen
Die Weichen dafür stellte das Unternehmen bereits am alten Standort in Bad Meinberg. Im Rahmen einer ersten Ressourceneffizienzberatung der Effizienz-Agentur NRW (Nordrhein Westfalen) stand die Wärmerückgewinnung an Backöfen und Kälteanlagen im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Beratung flossen in die Planung des neuen Produktionsstandortes ein. Im Backbetrieb fallen täglich grosse Mengen an Abwärme durch die Backöfen und Kälteanlagen an: „Wir nutzen heute diese Abwärme mithilfe eines Wärmetauschers und können so Raumwärme und Warmwasser erzeugen“, so Hanneforth.

Kombinierter Luft-Wasser-Wärmetauscher
Dabei wird die entstehende Wärme der Kälteanlagen an einen Wasserkreislauf übergeben, der die Wärme in einen Pufferspeicher speist. Parallel wird mit einem kombinierten Luft-Wasser-Wärmetauscher den Öfen die Abwärme aus Rauchgas und Wrasenabzug entzogen und ebenfalls in den Pufferspeicher geleitet.

Die zwei Pufferspeicher sind mit jeweils 2000 Liter Fassungsvermögen so dimensioniert, dass sie die Abwärme eines Betriebstages aufnehmen können, was etwa 14 Stunden Laufzeit entspricht. Dies ist nötig, da im Betrieb Wärmeangebot und -nachfrage zu unterschiedlichen Tageszeiten bestehen.

Hallenheizung mit Abluft
Die Hallenbeheizung am neuen Standort erfolgt über ein Abwärme-gespeistes Luftheizungssystem. Im Umluftbetrieb gibt die Anlage die Wärme an die Raumluft ab, während diese gefiltert wird, um die Lufthygiene und Raumluftqualität zu erhalten. "Mithilfe der neuen Abwärmenutzung konnten wir unseren Energieverbrauch gegenüber dem alten Standort um ca. 137‘000 kWh pro Jahr senken", freut sich Hanneforth. Insgesamt investierte die Firma Hanneforth 164‘000 Euro in die energetische Optimierung.

Text: Effizienz-Agentur NRW

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