19. Apr 2017

Das neue Forschungsprojekt soll definieren, welche Massnahmen für die Umsetzung alternativer Anlagenkonzepte zu ergreifen sind und politischen Entscheidungsträger möglichst konkrete Vorschläge für die notwendigen Anpassungen liefern.

Forschungsprojekt: Optionen für Biogas-Bestandsanlagen bis 2030

(DBFZ) Bis 2030 werden viele Biogasanlagen aus der Förderung des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) fallen. Gleichzeitig wird der Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien am Energiesystem zunehmen. Für Anlagenbetreiber ergibt sich hieraus eine Vielzahl neuer Anforderungen. Ein Forschungsprojekt soll Optionen aufzeigen, wie Bestandsanlagen ökonomisch und ökologisch sinnvoll weiterbetrieben werden könnten.


Im Projektverbund mit der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und der Kanzlei Becker Büttner Held Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater (BBH) untersucht das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) im Forschungsvorhaben "Optionen für Biogas-Bestandsanlagen bis 2030 aus ökonomischer und energiewirtschaftlicher Sicht" Perspektiven von Biogas-Bestandsanlagen in Deutschland. Das Forschungsprojekt wurde vom deutschen Umweltbundesamt (UBA) beauftragt.

Vier Arbeitspakete
Im Fokus des zweijährigen Verbundprojektes steht die Frage, welche Optionen für einen Weiterbetrieb von Biogasanlagen bis 2030 existieren und welche Perspektiven sich für die jeweiligen Sektoren (Verkehr, Strom, Wärme) entsprechend der Ausbauziele mit erneuerbaren Energien und der nationalen Klimaschutzziele ergeben. In insgesamt vier Arbeitspaketen werden verschiedene Aspekte zur perspektivischen Weiterentwicklung von Bestandsanlagen erforscht und u. a. die Fragen untersucht, welche alternativen Anlagenkonzepte besonders wertvoll für das sich verändernde Energiesystem sind, für welche Bestandsanlagen die Umrüstung zu einem dieser Konzepte technisch möglich, ökonomisch tragbar und ökologisch sinnvoll ist und welche Hemmnisse bei der Umsetzung solcher alternativen Anlagenkonzepte bestehen.

"Ziel des Vorhabens ist es, gegenüber Betreibern von Bestandsbiogasanlagen zu definieren, welche Massnahmen für die Umsetzung alternativer Anlagenkonzepte zu ergreifen sind und politischen Entscheidungsträger gleichzeitig möglichst konkrete Vorschläge für die notwendigen Anpassungen, u.a. der rechtlichen Rahmenbedingungen mitzugeben", fasst die Projektleiterin am DBFZ, Jaqueline Daniel-Gromke, die Zielrichtung des Projekts zusammen.

Text: Deutsches Biomasseforschungszentrum DBFZ

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